Anzeigen von Druckmarken

In folgenden Fällen erstellen Sie möglicherweise eine PDF:

  • Bei einem fertigen Dokument

  • Bei einem Zwischendokument, wie einem Film oder einer Bildtafel, die zur Produktion an die Druckerei gesendet wird

Ein Zwischendokument kann zusätzliche Produktionsinhalte enthalten, wie z. B. Beschnittränder, Druckermarkierungen usw. Diese Inhalte werden in der Regel außerhalb der Grenzen der fertigen Seite angezeigt.

Alle im Anzeigebereich zum Hinzufügen von Druckermarken in Acrobat verfügbaren Marken werden unterstützt. Die Druckermarken werden über den Parameter printerMark gesteuert. Die Syntax sieht folgendermaßen aus: &printerMark=trim marks, bleed marks, registration marks, color bars, page information, style, line weight, layer embed.

  • trim marks = 0|1

  • bleed marks = 0|1

  • registration marks = 0|1

  • color bars = 0|1

  • page information = 0|1

  • style = | Illustrator | IllustratorJ | QuarkXPress

  • line weight = 0.125 | 0.25 | 0.50

  • layer embed = 0|1

Bei der Vorbereitung eines Dokuments für den Druck sind möglicherweise Druckmarken erforderlich, damit der Druckdienstleister Trennfilme für Proofs besser ausrichten, Filme für die richtige Kalibrierung und Tintendichte besser abmessen, Filme besser auf die richtige Größe zuschneiden kann usw. Druckmarken geben die Begrenzungen von Dokumentrahmen wie Endformatrahmen und Anschnittrahmen an. Zu den produktionsrelevanten Inhalten gehören u. a.:

Medienrahmen
Die Begrenzungen des physischen Mediums, auf das die Seite gedruckt wird. Inhalte außerhalb des Medienrahmens können ohne Bedenken verworfen werden; die bedeutsamen Dateiinhalte werden nicht beeinträchtigt.

Anschnittrahmen
Der Bereich, auf den die Inhalte der Seite bei Ausgabe in einer Produktionsumgebung zugeschnitten werden. Der Anschnittrahmen kann Bereiche enthalten, die aufgrund der physischen Einschränkungen von Schnitt-, Faltungs- und Zuschnittgeräten erforderlich sind. Der Standardwert ist der Maskenrahmen der Seite.

Endformatrahmen
Die gewünschten Abmessungen der fertigen Seite nach dem Zuschnitt. Der Endformatrahmen kann kleiner als der Medienrahmen sein, um produktionsrelevante Inhalte wie Druckanweisungen, Schnittmarken und Farbbalken zu ermöglichen. Der Standardwert ist der Maskenrahmen der Seite.

Objektrahmen
Die Abmessungen der tatsächlichen Seiteninhalte (einschließlich eventueller Leerräume) gemäß der Intention des Seitenerstellers. Der Standardwert ist der Maskenrahmen der Seite.

Sie können die in der folgenden Tabelle aufgeführten Modifikatoren verwenden, um die in Adobe Illustrator, InDesign und Acrobat verfügbaren Druckmarken zu replizieren:

Modifikator/Werte

Beschreibung

bleedMargin=top, left, bottom, right

Dieser wird in Acrobat mit der Option „Seiten beschneiden“ angegeben. Wählen Sie „BleedBox“, und geben Sie die Ränder mit der Option „Randeinstellungen“ an.

Die Werte stehen für den Abstand des oberen, linken, unteren und rechten Randes von den ursprünglichen Rändern des Bildmaterials (des Medienrahmens) nach innen. Die Werte (0–1000) werden in der Maßeinheit Punkt angegeben.

Neue Höhe = ursprüngliche Höhe - (oben + unten)

Neue Breite = ursprüngliche Breite - (links + rechts)

mediaMargin=top, left, bottom, right

Dieser wird in Acrobat mit der Option „Seiten beschneiden“ angegeben. Ändern Sie die benutzerdefinierte Seitengröße unter der Option „Seitengröße ändern“.

Die Werte stehen für den Abstand des oberen, linken, unteren und rechten Randes von den ursprünglichen Rändern des Bildmaterials (des Medienrahmens) nach außen. Die Werte (0–1000) werden in der Maßeinheit Punkt angegeben.

Neue Höhe = oben + unten + ursprüngliche Höhe

Neue Breite = oben + unten + ursprüngliche Breite

Die Werte für die neue Höhe und Breite bestimmen die neue Seitengröße der generierten PDF.

Sobald ein neuer Medienrahmen definiert wurde, muss bei allen Berechnungen des Endformat- und des Anschnittrahmens der Medienrahmen als Kante des Bildmaterials berücksichtigt werden.

trimMargin=top, left, bottom, right

Dieser wird in Acrobat mit der Option „Seiten beschneiden“ angegeben. Wählen Sie „Endformatrahmen“, und geben Sie mit der Option „Randeinstellungen“ die Ränder an.

Die Werte stehen für den Abstand des oberen, linken, unteren und rechten Randes von den ursprünglichen Rändern des Bildmaterials (des Medienrahmens) nach innen. Die Werte (0–1000) werden in der Maßeinheit Punkt angegeben.

Neue Höhe = ursprüngliche Höhe - (oben + unten)

Neue Breite = ursprüngliche Breite - (links + rechts)

printerMark= trim marks, bleed marks, registration marks, color bars, page information, style, line weight, layer embed

Die Werte lauten wie folgt:

trim marks = 0, 1 (Standard: 0)

bleed marks = 0, 1 (Standard: 0)

registration marks = 0, 1 (Standard: 0)

color bars = 0, 1 (Standard: 0)

page information = 0, 1 (Standard: 0)

style = Default, InDesignJ1, InDesignJ2, Illustrator, illustratorJ, QuarkXPress (Standard: Default)

line weight= 0,125–0,2; beide Werte einschließlich (Standard: 0,25)

layer embed = 0, 1, wobei mit 1 eine neue Ebene mit allen Druckmarken erstellt wird (Standard: 1)

Je nach verwendetem Stil werden die Markierungen und Farbleisten unterschiedlich angezeigt und stimmen mit den von Acrobat verwendeten Stilen überein.

Folgendes ist zu Druckmarken zu beachten:

  • Geben Sie Anschnittränder, Endformatränder und Medienränder beim Festlegen von Druckmarken durch URL-Aufrufe an. Wenn Sie Druckmarken ohne diese Ränder festlegen, werden diese Marken außerhalb des sichtbaren Bereichs der erzeugten PDF angelegt. Außerdem überlappen die Endformat- und Anschnittmarken.

  • Wenn Sie dieselben Randwerte für Endformat- und Anschnittränder festlegen, überlappen die Endformat- und Anschnittmarken, wenn beide in &printerMark auf 1 gesetzt sind.

  • Wenn Sie über URL-Aufrufe als Format SWF („fmt=swf“) oder Bildformate festlegen, enthält die Ausgabe keine Druckmarken oder Ränder, weil es sich um eine Funktion speziell für die PDF-Ausgabe handelt.

  • Wenn Sie &printerMark= über die URL festlegen, werden für alle Parameter die Standardwerte verwendet. Wenn Sie &printerMark=1 festlegen, wird „trim marks“ auf „1“ gesetzt und alle anderen Parameter werden auf ihre Standardwerte gesetzt. Um das n-te Element zu aktivieren, müssen jedoch alle Parameter (n-1) über die URL festgelegt werden.

  • Wenn Sie nur einen Wert für &trimMargin, &bleedMargin und &mediaMargin festlegen, wird dieser Wert auf alle oberen, unteren, linken und rechten Ränder des ursprünglichen Bildmaterials angewendet.

  • Wenn Sie nur die Werte für die oberen und linken Ränder von &trimMargin, &bleedMargin und &mediaMargin festlegen, wird der Wert für den oberen Rand auch auf den unteren Rand und der Wert für den linken Rand auch auf den rechten Rand angewendet.

  • Wenn Sie keinen Wert für die rechten Ränder von &trimMargin, &bleedMargin und &mediaMargin festlegen, wird der Wert für den linken Rand auch auf den rechten Rand angewendet.

  • Bei mehrseitigen PDFs werden die Druckmarken/-ränder auf alle Seiten angewendet (in Acrobat können Benutzer Seitenbereiche für Druckmarken/-ränder auswählen).

  • Die Ausgabe einer PDF mit aktivierten Druckmarken/Rändern stimmt exakt mit Acrobat X überein, wenn nicht anders angegeben.

Wenn Sie über den &joboption-Modifikator in der URL eine PDF/X-4-kompatible PDF erstellen möchten, beachten Sie die Einschränkungen im Hinblick auf Druckermarkierungen, die in der PDF ISO_15930-7-2008.pdf angegeben sind:

  • Jedes Seitenobjekt einer PDF-Datei enthält einen Medienrahmen. Jedes Seitenobjekt in einer PDF/X-4-kompatiblen Datei sollte einen Endformatrahmen oder einen Objektrahmen enthalten, nicht jedoch beides. Der Medienrahmen kann durch Vererbung eingeschlossen werden.

  • Wenn es einen Anschnittrahmen gibt, dürfen der Objektrahmen oder der Endformatrahmen nicht über die Grenzen des Anschnittrahmens hinausgehen. Wenn es einen Maskenrahmen gibt, dürfen weder der Objektrahmen, noch der Endformatrahmen oder der Anschnittrahmen über die Grenzen des Maskenrahmens hinausgehen.

  • Weder der Objektrahmen, noch der Endformatrahmen, der Maskenrahmen oder der Anschnittrahmen darf über die Grenzen des Medienrahmens hinausgehen.

  • In einigen industriellen Anwendungen ist die Verwendung eines Anschnittrahmens erforderlich. Dabei sollten angemessene Handelspraktiken angewandt werden.

  • Die Verwendung eines Endformatrahmens sollte der Verwendung eines Objektrahmens vorgezogen werden.

  • Alle anderen Annotationen als TrapNet und PrinterMark müssen einen Wert für Rect haben, der vollständig außerhalb des Anschnittrahmens liegt (bzw. des Endformatrahmens oder Objektrahmens, wenn es keinen Anschnittrahmen gibt). Alle PrinterMark-Annotationen müssen einen Wert für Rect haben, der vollständig außerhalb des Endformatrahmens bzw. des Objektrahmens liegt. Ein PDF/X-4-kompatibler Reader kann Annotationen vollständig ignorieren, außer PDF TrapNet-Annotationen.

  • Ein Rect gilt als vollständig außerhalb eines Begrenzungsrahmens, wenn alle Koordinaten des Rect außerhalb oder auf der Kante des Begrenzungsrahmens liegen. Die Überschneidung der beiden Rechtecke muss gleich Null sein.

  • Wenn das ViewerPreferences-Wörterbuch die Schlüssel ViewArea, ViewClip, PrintArea oder PrintClip enthält, müssen diese Schlüssel den Wert MediaBox oder (wenn es in allen Seitenobjekten der Datei einen Anschnittrahmen gibt) oder BleedBox haben.