Arbeiten mit Videokodierungsvorgaben

Mastervideodateien, die mit professioneller Produktionsausrüstung und Videoschnittsoftware erstellt wurden, sind häufig zu groß und liegen in einem für Online-Medien ungeeigneten Format vor. Um digitales Videomaterial in geeignete Formate für verschiedene Ausgabemedien zu konvertieren, können Sie die Videodateien transkodieren (ein Vorgang, der auch als Kodieren bezeichnet wird). Durch das Kodieren wird das Video komprimiert und in Größe und Format für die Ausgabe auf Websites und mobilen Geräten optimiert.

Siehe Hochladen und Kodieren von Video.

Scene7 bietet eine Bibliothek vordefinierter Videokodierungsvorgaben, die die heutzutage am häufigsten verwendeten Kodierungseinstellungen abdecken. Diese Kodierungsvorgaben wurden für die Wiedergabe auf den jeweiligen Zieldisplays optimiert. Außerdem können Administratoren eigene Videokodierungsvorgaben erstellen, um die Größe und Wiedergabe von Videos für Endbenutzer anzupassen. Alle Videokodierungsvorgaben, sowohl von Scene7 vordefinierte als auch eigene, geben Videodateien im Format MP4 aus.

Über den Anzeigebereich „Video-Vorgaben“ können Administratoren Videokodierungen einrichten und verwalten. Sie haben folgende Möglichkeiten:

  • Aktivieren und Deaktivieren von Videokodierungsvorgaben.

  • Erstellen einer Videokodierungsvorgabe.

  • Bearbeiten von Videokodierungsvorgaben.

  • Löschen von Videokodierungsvorgaben.

Jedes Video, das Sie in das Scene7 Publishing System hochladen oder im Scene7 Publishing System kodieren, wird als „Video“ behandelt. Diese Asset-Bezeichnung bedeutet, dass Sie das Video für die Wiedergabe auf Desktops, mobilen Geräten oder beiden bereitstellen können. Beispielsweise können Sie eine Vorschau dieser Arten von Videos im Scene7 Publishing System anzeigen. Sie können auch URLs (mithilfe der Funktion „URL kopieren“) sowie Einbettungscode (mithilfe der Funktion „Code einbetten“) für die Verwendung mit Video-Playern, auf Websites usw. generieren.

Siehe Anzeigen einer Vorschau von Videos in einem Video-Viewer.

Siehe Verknüpfen einer Video-URL mit einer mobilen Site oder Website.

Siehe Einbetten des Video-Viewers auf einer Webseite.

Video-Assets, die Sie hochladen und im Scene7 Publishing System kodieren, können Sie in den folgenden Dateiformaten bereitstellen:

MP4 H.264
Scene7 empfiehlt MP4 als das bevorzugte Videodateiformat. Verwenden Sie MP4-Dateien für Folgendes:
  • HTTP Dynamic Streaming an Desktops.

  • HTTP Live Streaming (Apple Streaming-Protokoll).

  • Progressive Videowiedergabe auf Blackberry-, Android- und Windows Mobile-Geräten.

OGG Vorbis
Verwenden Sie OGV-Dateien für die progressive Videowiedergabe auf Desktops ohne Flash-Unterstützung.

F4V H.264, FLV VP6 und FLV H.263
Verwenden Sie die Formate Flash FLV oder F4V zur progressiven oder Streaming-Wiedergabe im Adobe Flash Player auf Desktop-Computern.

Alle anderen Videoformate und Codecs, die nicht in der obigen Liste aufgeführt sind, werden als „Mastervideo“ behandelt. Diese Asset-Bezeichnung bedeutet, dass das Video eine Quellvideodatei ist und nicht für die Wiedergabe auf Desktops oder mobilen Geräten verwendet werden kann. Beispielsweise können Sie keine Vorschau dieser Videos im Scene7 Publishing System anzeigen. Sie können auch keine Verknüpfungen des Typs „URL kopieren“ sowie Einbettungscode für die Verwendung in Video-Playern, auf Websites usw. generieren.

Filtern der Liste von Videokodierungsvorgaben

Die Seiten „Video-Vorgaben“ und „Adaptive Video-Vorgaben“ enthalten eine Tabelle, in der der aktive Status, der Vorgabenname, das vorgesehene Wiedergabegerät, die Videoabmessungen und die Zieldatenrate für jede Videovorgabe aufgeführt werden.

Sie können diese Liste anpassen, indem Sie den Filter „Beide“, „Aktiv“ oder „Inaktiv“ auswählen, um entweder alle Videovorgaben anzuzeigen oder die Liste auf aktive bzw. inaktive Vorgaben zu beschränken.

Sie können auch basierend auf einem Wiedergabegerät filtern, um die Liste auf Videovorgaben zu beschränken, die für alle Geräte, Desktops, Mobilgeräte oder Tablets entwickelt wurden.

So filtern Sie die Liste der Videokodierungsvorgaben

  1. Klicken Sie in Scene7 auf Einstellungen > Anwendungseinstellungen > Video-Vorgabe > Adaptive Videovorgaben oder Einzelne Kodierungsvorgaben.

    Die Seiten für „Adaptive Videovorgaben“ und „Einzelne Kodierungsvorgaben“ enthalten eine Tabelle, in der der aktive Status, der Vorgabenname, das vorgesehene Wiedergabegerät, die Videoabmessungen und die Zieldatenrate für jede Videovorgabe aufgeführt sind.

  2. Verwenden Sie auf der Seite „Einzelne Kodierungsvorgaben“ mit der Bezeichnung „Video-Vorgaben“ die beiden Dropdownlisten auf der Symbolleiste „Videovorgaben“, um die Tabelle basierend auf dem aktiven Status und dem Wiedergabegerät anzupassen.
    • Wählen Sie in der ersten, schmaleren Dropdownliste die Option Beide, um alle Videovorgaben anzuzeigen, oder wählen Sie entweder Aktiv oder Inaktiv, um die Liste auf die Vorgaben zu beschränken, die entweder aktiv oder inaktiv sind.

    • Wählen in der zweiten, breiteren Dropdownliste eine Wiedergabegerät aus, um die Liste auf Videovorgaben zu beschränken, die für die Wiedergabe von Videos auf Desktops entwickelt wurden. Alternativ wählen Sie Videovorgaben aus, die für die Wiedergabe von Videos auf mobilen Geräten oder Tablets entwickelt wurden.

Aktivieren oder Deaktivieren von Videokodierungsvorgaben

Aktivierte Videovorgaben werden im Dialogfeld „Upload-Auftragseinstellungen“ angezeigt. Dieses Dialogfeld wird angezeigt, wenn ein Benutzer Videodateien während des Upload-Prozesses hochlädt. Sie können in einer Liste oder aktivierten Kodierungsvorgaben wählen.

So aktivieren oder deaktivieren Sie Videokodierungsvorgaben

  1. Klicken Sie in Scene7 auf Einstellungen > Anwendungseinstellungen > Video-Vorgaben.

  2. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Klicken Sie auf Adaptive Videovorgaben.

    • Klicken Sie auf Einzelne Kodierungsvorgaben.

  3. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Zum Aktivieren einer Videovorgabe aktivieren Sie auf der Seite der Vorgaben unter der Spalte „Aktiv“ das Kontrollkästchen neben einem Vorgabenamen.

    • Zum Deaktivieren einer Videovorgabe deaktivieren Sie das Kontrollkästchen dem Videovorgabenamen, den Sie deaktivieren möchten.

      Hinweis: Inaktive Videovorgaben werden im Dialogfeld „Upload-Auftragseinstellungen“ nicht angezeigt.
  4. Klicken Sie in der rechten unteren Ecke der Seite auf Schließen.

Hinzufügen oder Bearbeiten einer Videokodierungsvorgabe

Sie können Ihre eigenen, benutzerdefinierten einzelnen Kodierungsvorlagen erstellen und sie zur Tabelle der Videovorgaben hinzufügen. Sie können Änderungen an allen von Scene7 vordefinierten, einzelnen Videokodierungsvorgaben vornehmen, vorausgesetzt, Sie speichern die bearbeitete Vorgabe unter einem neuen Namen.

In Scene7 gibt es Obergrenzen für Zieldatenrate, Auflösungshöhe und -breite, um eine Wiedergabe in hoher Qualität sicherzustellen. Es werden Warnmeldungen angezeigt, wenn Sie diese Beschränkungen überschreiten:
  • Für die Wiedergabe auf dem Computer gilt für die Obergrenzen: (Breite/16) * (Höhe/16) < 8192.

  • Für die Wiedergabe auf mobilen Geräten gilt für die Obergrenzen: (Breite/16) * (Höhe/16) < 660; Zieldatenrate < 4000.

  • Für die Wiedergabe auf Tablet-Geräten gilt für die Obergrenzen: (Breite/16) * (Höhe/16) < 3600.

So fügen Sie eine Videokodierungsvorgabe hinzu oder bearbeiten sie

  1. Klicken Sie in Scene7 auf Einstellungen > Anwendungseinstellungen > Video-Vorgaben.

  2. Klicken Sie auf Einzelne Kodierungsvorgaben, um die Seite „Video-Vorgaben“ zu öffnen.

  3. Auf der Seite „Video-Vorgaben“ führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Klicken Sie auf der Symbolleiste „Video-Vorgabe“ auf Hinzufügen, um eine neue Video-Vorgabe hinzuzufügen.

    • Wählen Sie eine Video-Vorgabe aus. Klicken Sie auf der Symbolleiste auf Bearbeiten.

      Sie können vordefinierte Scene7-Vorgaben nicht bearbeiten, sondern nur über Speichern unter eine neue Vorgabe auf Grundlage einer bereits vorhandenen erstellen.

  4. Legen Sie auf der Seite „Video-Vorgabe hinzufügen“ oder „Video-Vorgabe bearbeiten“ die Optionen für die Video-Vorgaben wie folgt fest.

    Die empfohlenen Einstellungen finden Sie unter Optimale Vorgehensweisen für die Videokodierung.

    Option „Video-Vorgabe“

    Beschreibung

    Vorgabenname

    Geben Sie einen beschreibenden Namen für die Video-Vorgabe ein. Der hier eingegebene Name wird im Dialogfeld „Upload-Auftragsoptionen“ angezeigt, in dem Benutzer Optionen zum Transkodieren auswählen.

    Beschreibung

    Beschreiben Sie die Video-Vorgabe. Der hier eingegebene Text wird als QuickInfo angezeigt, wenn Sie mit dem Mauszeiger im Dialogfeld „Upload-Auftragsoptionen“ auf den Namen einer Vorgabe zeigen. In diesem Dialogfeld wählen Benutzer Optionen zum Transkodieren aus.

    Wiedergabegerät

    Wählen Sie das Gerät aus, auf dem das Video wiedergegeben werden soll. Zur Auswahl stehen die Optionen „Computer“ (kompatibel mit Flash 9), „Mobil“ (iPhone, iPad, Android) oder „Tablet“ (nur iPad). Über diese Einstellung wird automatisch der geeignete Video- und Audio-Codec für die Kodierung festgelegt.

    Zieldatenrate

    Geben Sie die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit des Endbenutzers in Kilobit pro Sekunde ein. Sie können die Datenrate eingeben oder zur Eingabe den Regler ziehen. Für die Verbindungsgeschwindigkeit werden typische Geschwindigkeiten für Breitband-, DSL-, mobile und DFÜ-Verbindungen aufgelistet. Diese Einstellung legt automatisch die kombinierte Video- und Audiodatenrate fest. Anders ausgedrückt, die Datenmenge, die kodiert wird, um eine einzige Sekunde für die Videowiedergabe zu generieren. Je höher die Datenrate, desto besser ist die Qualität des resultierenden Videos. Ist die Datenrate jedoch zu hoch, kommt es zu erheblich größeren Dateien und dadurch zu einer Beeinträchtigung der Wiedergabe bei geringeren Bandbreiten. Es empfiehlt sich, einen Kompromiss zwischen hohen und niedrigen Datenraten einzugehen. Die Videos sollten in möglichst hoher Qualität wiedergegeben werden, ohne jedoch Benutzer mit langsameren Verbindungen zu benachteiligen.

    Seitenverhältnis

    Das Seitenverhältnis ist das Verhältnis von Breite und Höhe des Videos. Die ersten beiden Seitenverhältnisse in der Liste werden häufig verwendet, um Video horizontal anzuzeigen:
    • 4:3: Wird für nahezu alle TV-Übertragungen in Standardauflösung verwendet.

    • 16:9: Wird für nahezu alle HDTV-Übertragungen in Widescreen sowie für Spielfilme verwendet.

    • Autom. Skalierung (Standard): Eine einzelne Kodierungsvorgabe, die mit jedem Seitenverhältnis verwendet werden kann, um Videos zur Wiedergabe auf Mobilgeräten, Tablets und Desktops zu erstellen. Hochgeladene Quellvideos, die mit dieser Vorgabe kodiert wurden, weisen eine feste Höhe auf. Die Breite wird jedoch automatisch skaliert, um das Seitenverhältnis des Videos (Verhältnis von Breite zu Höhe) beizubehalten.

    • Benutzerdefiniert: Verwenden Sie diese Einstellung, wenn Sie ein eigenes Videoformat festlegen möchten.

    Das ausgewählte Seitenverhältnis legt die Einstellungen für Breite und Höhe für die Auflösungsgröße fest. Der Breiten- bzw. Höhenwert wird automatisch an das jeweilige Seitenverhältnis angepasst.

    Auflösung

    Die Auflösung wird in Anzahl der Pixel (Breite x Höhe) angegeben und legt die Größe des Videos fest. Geben Sie einen Wert für die Breite und Höhe in Pixeln ein oder ziehen Sie zur Eingabe den Regler. Für die Auflösung werden typische Werte aufgelistet. Die Werte für Breite und Höhe werden jeweils automatisch an das ausgewählte Seitenverhältnis angepasst. Wenn Sie zum Beispiel als Seitenverhältnis „4:3“ festlegen und als Breite „400“ eingeben, wird für die Höhe automatisch „300“ eingegeben.

    Wenn Sie für das Seitenverhältnis die Einstellung Autom. Skalierung festgelegt haben, wird für die Breite der Auflösungsgröße automatisch der Wert Auto festgelegt.

    Klicken Sie auf die Schaltfläche Vorschau, um ein Browserfenster mit einer Vorschau der ausgewählten Auflösungseinstellungen anzuzeigen.

    Kodierungsdateisuffix

    Geben Sie ein Suffix ein. Dieses Suffix wird dem Namen der Videodatei nach erfolgter Kodierung angehängt. Der Name darf Bindestriche und Unterstriche enthalten, jedoch keine Leerzeichen oder Sonderzeichen.

    Andere Einstellungen

    Scene7 legt alle anderen Kodierungseinstellungen anhand von bewährten Kodierungsrichtlinien fest.

  5. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

    • Klicken Sie auf Speichern, wenn Sie eine Video-Vorgabe hinzugefügt oder bearbeitet haben.

    • Klicken Sie auf Speichern unter, wenn Sie eine Video-Vorgabe auf Grundlage einer bereits vorhandenen Vorgabe erstellt haben.

Löschen einer Videokodierungsvorgabe

Administratoren können benutzerdefinierte Video-Vorgaben löschen. Video-Vorgaben, die zum Lieferumfang von Scene7 gehören, können nicht gelöscht werden.

So löschen Sie eine Videokodierungsvorgabe

  1. Klicken Sie in Scene7 auf Einstellungen > Anwendungseinstellungen > Video-Vorgaben.

  2. Klicken Sie auf Einzelne Kodierungsvorgaben, um die Seite „Video-Vorgaben“ zu öffnen.

  3. Wählen Sie auf der Seite „Video-Vorgaben“ die Vorgabe aus, die Sie nicht mehr benötigen und entfernen möchten.

  4. Klicken Sie auf der Symbolleiste „Video-Vorgabe“ auf Löschen.

  5. Klicken Sie im Dialogfeld „Voreinstellung löschen“ auf Löschen.