Videoformate

Flash Player 9 und höher, Adobe AIR 1.0 und höher

Zusätzlich zum Adobe-FLV-Videoformat unterstützen Flash Player und Adobe AIR Video und Audio, das in H.264 und HE-AAC aus den MPEG-4-Standarddateiformaten kodiert ist. Diese Formate streamen Video in hoher Qualität bei niedrigen Bitraten. Entwickler können branchenübliche Standard-Tools, zum Beispiel Adobe Premiere Pro und Adobe After Effects, für die Erstellung und Bereitstellung von Videoinhalten nutzen.

Typ

Format

Container

Video

H.264

MPEG-4: MP4, M4V, F4V, 3GPP

Video

Sorenson Spark

FLV-Datei

Video

ON2 VP6

FLV-Datei

Audio

AAC+ / HE-AAC / AAC v1 / AAC v2

MPEG-4: MP4, M4V, F4V, 3GPP

Audio

MP3

MP3

Audio

Nellymoser

FLV-Datei

Audio

Speex

FLV-Datei

Kodieren von Video für Mobilgeräte

AIR unter Android kann eine breite Palette an H.264-Videos dekodieren. Nur ein kleiner Teil von H.264-Videos kann jedoch auf Mobiltelefonen unterbrechungsfrei wiedergegeben werden, da zahlreiche Mobiltelefone nur über eingeschränkte Verarbeitungsleistung verfügen. Adobe Flash Player für Mobilgeräte kann H.264-Videos mit der integrierten Hardwarebeschleunigung dekodieren. Diese Dekodierung liefert eine höhere Qualität bei geringerem Leistungsbedarf.

Der H.264-Standard unterstützt mehrere Kodierungstechniken. Nur hochwertige Geräte können Videos mit komplexen Profilen und Leveln problemlos abspielen. Doch die meisten Geräte können Video abspielen, das im Baseline-Profil kodiert ist. Die Hardwarebeschleunigung ist auf Mobilgeräten für einen Teil dieser Techniken verfügbar. Die profile- und level-Parameter definieren diese Teilmenge der Kodierungstechniken und Einstellungen, die vom Encoder verwendet werden. Entwickler müssen das Video in einer ausgewählten Auflösung kodieren, die für die meisten Geräte gut geeignet ist.

Welche Auflösungen von der Hardwarebeschleunigung profitieren, ist zwar von Gerät zu Gerät verschieden, doch die meisten Geräte unterstützen die folgenden Standardauflösungen.

Seitenverhältnis

Empfohlene Auflösungen

4:3

640 × 480

512 × 384

480 × 360

16:9

640 × 360

512 x 288

480 × 272

Hinweis: Flash Player unterstützt alle Level und Profile des H.264-Standards. Diese Empfehlungen führen auf den meisten Geräten zur optimalen Nutzung der Hardwarebeschleunigung und zu einer höheren Benutzerfreundlichkeit. Diese Empfehlungen müssen aber nicht zwingend beachtet werden.

Ausführliche Erläuterungen und Informationen zu den Kodierungseinstellungen in Adobe Media Encoder CS5 finden Sie unter Recommendations for encoding H.264 video for Flash Player 10.1 on mobile devices.

Hinweis: Unter iOS kann nur Video, das mit den Sorenson Spark- und On2 VP6-Codecs kodiert wurde, mit der Video-Klasse abgespielt werden. Sie können H.264-kodiertes Video im Videoplayer des Geräts abspielen, indem Sie die URL zum Video über die flash.net.navigateToURL()-Funktion aufrufen. Außerdem können Sie H.264-Video über das <video>-Tag in einer HTML-Seite abspielen, die in einem StageWebView-Objekt angezeigt wird.

Kompatibilität von Flash Player und AIR mit kodierten Videodateien

Flash Player 7 unterstützt mit dem Sorenson™ Spark™-Videocodec kodierte FLV-Dateien. Flash Player 8 unterstützt FLV-Dateien, die mit dem Sorenson Spark- oder On2 VP6-Encoder in Flash Professional 8 kodiert wurden. Der On2 VP6-Video-Codec unterstützt einen Alphakanal.

Flash Player 9.0.115.0 und neuere Versionen unterstützen Dateien, die aus dem MPEG-4-Standardcontainerformat abgeleitet werden. Zu diesen Dateien gehören F4V, MP4, M4A, MOV, MP4V, 3GP und 3G2, wenn sie H.264-Video oder mit HE-AAC v2 kodiertes Audio oder beides enthalten. Mit H.264 ist die Videoqualität im Vergleich zu demselben Codierungsprofil in Sorenson oder On2 bei niedrigeren Bitraten höher. HE-AAC v2 ist eine Erweiterung des AAC-Formats (ein Standardaudioformat, das im MPEG-4-Videostandard definiert ist). HE-AAC v2 verwendet Spectral Band Replication (SBR) und Parametric Stereo (PS), damit bei niedrigeren Bitraten effizienter kodiert werden kann.

In der folgenden Tabelle sind die unterstützten Codecs aufgeführt. Außerdem werden die entsprechenden SWF-Dateiformate und die für die Wiedergabe erforderlichen Versionen von Flash Player und AIR genannt:

Codec

SWF-Dateiformatversion (älteste unterstützte Version)

Flash Player und AIR (älteste für die Wiedergabe erforderliche Version)

Sorenson Spark

6

Flash Player 6, Flash Lite 3

On2 VP6

6

Flash Player 8, Flash Lite 3.

Nur Flash Player 8 und neuere Versionen unterstützen die Veröffentlichung und die Wiedergabe von On6 VP-Video.

H.264 (MPEG-4 Part 10)

9

Flash Player 9 Update 3, AIR 1.0

ADPCM

6

Flash Player 6, Flash Lite 3

MP3

6

Flash Player 6, Flash Lite 3

AAC (MPEG-4 Part 3)

9

Flash Player 9 Update 3, AIR 1.0

Speex (Audio)

10

Flash Player 10, AIR 1.5

Nellymoser

6

Flash Player 6

Die Adobe F4V- und FLV-Videodateiformate

Adobe bietet die F4V- und FLV-Videodateiformate für das Streaming von Inhalten an Flash Player und AIR. Eine umfassende Beschreibung dieser Videodateiformate finden Sie unter www.adobe.com/go/video_file_format_de.

Das F4V-Videodateiformat

Ab Flash Player Update 3 (9.0.115.0) und AIR 1.0 unterstützen Flash Player und AIR das Adobe F4V-Videoformat, das auf dem ISO MP4-Format basiert. Teilsätze des Formats unterstützen verschiedene Funktionen. Flash Player erwartet als Anfang einer gültigen F4V-Datei eines der folgenden Atome der obersten Ebene:
  • ftyp

    Das ftyp-Atom gibt die Funktionen an, die ein Programm unterstützen muss, damit ein bestimmtes Dateiformat wiedergegeben werden kann.

  • moov

    Das moov-Atom ist praktisch der Header einer F4V-Datei. Es enthält eines oder mehrere andere Atome, die wiederum andere Atome enthalten, mit denen die Struktur der F4V-Daten definiert wird. Eine F4V-Datei muss ein moov-Atom aber nicht mehr enthalten.

  • mdat

    Ein mdat-Atom enthält die Daten der F4V-Datei. Ein F4V-Datei enthält nur ein mdat-Atom. Die Datei muss auch ein moov-Atom enthalten, da das mdat-Atom alleine nicht verstanden werden kann.

F4V-Dateien unterstützen Multibyte-Ganzzahlen in big-endian-Byte-Reihenfolge, bei der das höchstwertige Byte an erster Stelle bzw. der niedrigsten Adresse steht.

Das FLV-Videodateiformat

Das Adobe FLV-Dateiformat enthält kodierte Audio- und Videodaten, die mit Flash Player wiedergegeben werden können. Mit einem Encoder wie Adobe Media Encoder oder Sorenson™ Squeeze können Sie ein QuickTime- oder Windows Media-Video in eine FLV-Datei konvertieren.

Hinweis: Sie erstellen eine FLV-Datei, indem Sie Video in Flash importieren und als eine FLV-Datei exportieren. Flash verfügt über ein Plug-In für den FLV-Export, mit dem Sie FLV-Dateien aus unterstützten Videobearbeitungsprogrammen exportieren können. Um FLV-Dateien von einem Webserver zu laden, müssen Sie die Dateinamenerweiterung und den MIME-Typ beim Webserver registrieren. Lesen Sie dazu Ihre Webserverdokumentation. Der MIME-Typ für FLV-Dateien lautet video/x-flv. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von FLV-Dateien für das Hosten auf einem Server.

Weitere Informationen zu FLV-Dateien finden Sie unter Erweiterte Themen für Videodateien.

Externe im Vergleich zu eingebetteten Videos

Bei externen Videodateien ergeben sich gewisse Möglichkeiten, die bei importierten Videodateien nicht zur Verfügung stehen:

  • In Ihrer Anwendung können Sie längere Videoclips einsetzen, ohne dass sich dies negativ auf die Abspielgeschwindigkeit auswirkt. Externe Videodateien verwenden Cache-Speicher, was bedeutet, dass große Dateien in kleinen Teilen gespeichert werden und dass dynamisch auf sie zugegriffen wird. Aus diesem Grund benötigen externe F4V- und FLV-Dateien weniger Speicher als eingebettete Videodateien.

  • Die Bildraten externer Videodateien können sich von denen der SWF-Dateien, die sie wiedergeben, unterscheiden. Sie können z. B. die Bildrate der SWF-Datei auf 30 Bps (Bilder pro Sekunde) und die des Videos auf 21 Bps einstellen. Mit dieser Einstellung haben Sie eine bessere Kontrolle über das Video als bei einem eingebetteten Video und können so eine flüssige Videowiedergabe erzielen. Sie können somit Videodateien auch mit anderen Bildraten anzeigen, ohne den vorhandenen SWF-Dateiinhalt ändern zu müssen.

  • Bei externen Videodateien wird die Wiedergabe des SWF-Inhalts nicht unterbrochen, während die Videodatei geladen wird. Importierte Videodateien unterbrechen gelegentlich die Dokumentwiedergabe, um bestimmte Funktionen auszuführen, z. B., um auf ein CD-ROM-Laufwerk zuzugreifen. Videodateien können Funktionen unabhängig vom SWF-Inhalt ausführen, ohne die Wiedergabe zu unterbrechen.

  • Mit externen FLV-Dateien können Videoinhalte einfacher mit Untertiteln versehen werden, da Sie mit Ereignisprozeduren auf die Metadaten des Videos zugreifen können.