Scharfzeichnen eines Bildes

Mit der Bildbearbeitungstechnik des Scharfzeichnens werden die Umrisse eines digitalen Bilds deutlicher dargestellt. Beim Scharfzeichnen wird der Kontrast zwischen den Randpixeln erhöht und der Übergang zwischen dunklen und hellen Bereichen dadurch hervorgehoben. Durch Scharfzeichnen wird der lokale Kontrast erhöht und die feinen Details kommen deutlicher zur Geltung. Es gibt keine feste Formel für das korrekte Scharfzeichnen aller Bilder. Bei zu geringem Scharfzeichnen können die Konturen des Bilds verschwommen wirken, während zu starkes Scharfzeichnen helle Ränder an den Kanten (Halos), Störungen und Bildrauschen verursachen kann.

Um ein Bild scharfzuzeichnen, öffnen Sie es im Schärfe-Editor:

  • Klicken Sie in der Rasteransicht auf die Rollover-Schaltfläche „Bearbeiten“ und wählen Sie die Option „Scharfzeichnen“.

  • Öffnen Sie das Bild in der Detailansicht des Durchsuchenbedienfelds und klicken Sie auf „Scharfzeichnen“ .

Legen Sie die gewünschten Optionen fest und klicken Sie dann auf „Speichern“.

Scharfzeichnen

Wählen Sie im Menü „Scharfzeichnen“ eine der folgenden Optionen:

Keine
Deaktiviert das Scharfzeichnen.

Scharfzeichnen
Wendet einen grundlegenden Scharfzeichnungsfilter an. Dieser Filter kann eine gewisse Verschwommenheit kompensieren.

Unschärfemaske
Zur Optimierung des Scharfzeichnens können Sie zwischen folgenden Optionen wählen:
Betrag
Gibt den Kontrastgrad an, der auf die Pixel an den Rändern angewendet wird. Der Standardwert ist 0,0. Für Bilder mit höherer Auflösung können Sie ihn auf bis zu 5,0 erhöhen. Sie können sich die Auswirkung der Option „Betrag“ wie ein Maß für die Filterintensität vorstellen.

Radius
Legt fest, wie viele Pixel um die Kantenpixel durch das Scharfzeichnen geändert werden. Geben Sie für Bilder mit hoher Auflösung Werte zwischen 1 und 2 ein. Bei einem geringeren Wert werden nur die Kantenpixel scharfgezeichnet, während bei einem hohen Wert ein breiterer Pixelbereich scharfgezeichnet wird. Der richtige Wert hängt von der Größe des Bilds ab.

Schwelle
Gibt den Kontrastbereich an, der beim Anwenden des Filters „Unschärfemaske“ ignoriert werden soll. Diese Option legt also fest, wie stark sich die scharfgezeichneten Pixel von dem sie umgebenden Bereich unterscheiden müssen, damit sie als Kantenpixel erkannt und scharfgezeichnet werden. Damit kein Bildrauschen entsteht, sollten Sie mit Werten zwischen 0,02 und 0,2 experimentieren. Beim Standardwert 0 werden alle Pixel im Bild scharfgezeichnet.

Anwenden auf
Wählen Sie die Option „Jede Farbe“, um das Scharfzeichnen getrennt auf die einzelnen Farbkomponenten anzuwenden. Wenn Sie hingegen die Option „Helligkeit“ auswählen, wird das Scharfzeichnen auf die Helligkeitsbereiche des Bilds angewendet.

Resampling

Wählen Sie im Menü „Resampling“ eine Option. Mit diesen Optionen wird ein Bild beim Downsampling scharfgezeichnet:

Keine
Deaktiviert das Resampling.

Bilinear
Die schnellste Resamplingmethode, bei der jedoch einige Glättungsstörungen wahrzunehmen sind.

Bikubisch
Erhöht die CPU-Auslastung auf dem Image-Server, erzielt jedoch schärfere Bilder mit weniger wahrnehmbaren Glättungsstörungen.

Scharfzeichnen2
Kann geringfügig schärfere Ergebnisse als die bikubische Methode liefern, verursacht jedoch auch eine noch höhere CPU-Auslastung auf dem Image-Server.

Trilinear
Verwendet sowohl höhere als auch niedrigere Auflösungen, falls verfügbar, ist jedoch nur bei Problemen mit der Glättung zu empfehlen. Bei dieser Methode wird die JPEG-Dateigröße durch Reduzierung der Hochfrequenzdaten verringert.

JPG-Qualität

Die Optionen für „JPG-Qualität“ bestimmen den JPG-Komprimierungsgrad:

JPG-Qualität
Wählen Sie diese Option, wenn Sie die Komprimierungsgrade sowie das Chrominanz-Downsampling bestimmen möchten.

Schieberegler
Legt den JPG-Komprimierungsgrad fest. Diese Einstellung wirkt sich sowohl auf die Dateigröße als auch die Bildqualität aus. Die JPG-Qualitätsskala reicht von 1 bis 100.

JPG-Chrominanz-Downsampling aktivieren
Da das menschliche Auge gegenüber Hochfrequenzfarbinformationen weniger empfindlich ist als gegenüber Hochfrequenzleuchtdichte, werden die Bildinformationen bei JPEG-Bildern in Leuchtdichte- und Farbkomponenten aufgeteilt. Bei der Komprimierung eines JPEG-Bildes behält die Leuchtdichtekomponente die volle Auflösung, während für die Farbkomponenten ein Downsampling, d. h. eine Mittelwerterstellung für Pixelgruppen, ausgeführt wird. Obwohl das Datenvolumen beim Downsampling um die Hälfte oder ein Drittel reduziert wird, ist die auftretende Qualitätsminderung kaum wahrnehmbar. Downsampling kann nicht auf Graustufenbilder angewendet werden. Mit dieser Technik wird der Komprimierungsgrad, der für Bilder mit hohem Kontrast (z. B. Bilder mit überlappendem Text) sinnvoll ist, reduziert.