LiveCycle implementiert eine dienstorientierte Architektur, die in Bezug auf die Unterstützung von Geschäftsprozessen und die Durchführung von Vorgängen für Dokumente lose auf gekoppelten Softwarediensten aufbaut. Dienste werden innerhalb des Dienstcontainers ausgeführt.
Der Dienstcontainer ist ein erweiterbares Komponentenmodell, das auf Prinzipien der serviceorientierten Architektur (SOA) beruht. Komponenten können mit minimalem Verwaltungsaufwand hinzugefügt, aktualisiert, wiederverwendet oder entfernt werden. Komponenten sind unabhängige Funktionseinheiten, die in den Dienstcontainer „eingeklinkt“ werden, damit Dienste implementiert, orchestriert und ausgeführt werden können. Der Dienstcontainer koordiniert und überwacht die Komponenten.
Der Dienstcontainer kann beliebig vielen Diensten als Host dienen und stellt die Infrastruktur bereit, die zum Erkennen, Ausführen, Bereitstellen, Schützen, Aufrufen und Konfigurieren der Dienste nötig ist.
Der Dienstcontainer bietet eine konsistente Möglichkeit für die Interaktion mit den im Container enthaltenen Diensten, dem Repository und der Unternehmensintegration – und zwar unabhängig von der Aufrufmethode. Dienste können unter Verwendung von Java-APIs, Webdiensten, überwachten Ordnern oder E-Mail aufgerufen werden. Zudem werden Dienstendpunkte als Ziele bereitgestellt, die problemlos von RIAs aufgerufen werden können.
Die folgende Abbildung zeigt genauer, wie die wichtigsten Produktkomponenten innerhalb der Serverarchitektur ineinander greifen.
Der Entwicklungsbereich beinhaltet Workbench-Werkzeuge und das Repository. Die Entwicklung von Formularen und Guides (nicht mehr unterstützt), Prozessflüssen und zugehörigen Zusätzen erfolgt in Workbench. Die Eclipse-basierte Entwicklungsumgebung kann auch Flash Builder beinhalten (separat verfügbar). Sie können Flash Builder verwenden, um RIAs zu entwickeln, benutzerdefinierte Komponenten zur Verwendung in Guides (nicht mehr unterstützt) zu erstellen, Workspace anzupassen und mehr. (Siehe LiveCycle Workspace-Hilfe.)
Die entstehenden Entwicklungszusätze werden im Repository gespeichert, das die Versionierung ermöglicht und Ressourcenabhängigkeiten verwaltet. Dieses Modell der zentralen Speicherung und Verwaltung fördert die Wiederverwendbarkeit von Artefakten, ermöglicht Entwicklern bei der Anwendungsentwicklung zusammenzuarbeiten und bietet Sicherheit innerhalb der Entwicklungsumgebung.
Die gemeinsame Aufrufebene gewährleistet die konsistente Interaktion mit dem Server durch verschiedene Aufrufmethoden. Sie unterstützt programmgesteuerte und nicht programmgesteuerte Aufrufmethoden einschließlich Webdiensten, Java-APIs, überwachte Ordner, und auf E-Mail basierende Aufrufmethoden. All diese Aufrufmethoden stehen für die Verwendung mit beliebigen Diensten zur Verfügung.
LiveCycle verfügt über Integrationsadapter, um die Kompatibilität mit den Back-End-Systemen Ihres Unternehmens sicherzustellen. Zu diesen Back-End-Systemen zählen Benutzerordner, Authentifizierungssysteme, ECM-Systeme, Webdienste, JMS, Java Remote Method Invocation (RMI) und E-Mail.
Die dienstorientierte Architektur von LiveCycle maximiert die Skalierbarkeit und Wiederverwendbarkeit von Diensten. Dienste können problemlos hinzugefügt, entfernt und aktualisiert werden. Benutzerauthentifizierung, Dienstimplementierung und Dienstaufruf werden innerhalb einer gemeinsamen Serverinfrastruktur verwaltet, um die Systemsicherheit und -leistung sicherzustellen.
Mithilfe von plattformübergreifenden Clients wie Adobe Reader, Flash Player, and Adobe AIR™ können Sie sicherstellen, dass leicht auf Ihre Anwendungen zugegriffen werden kann und diese unmittelbar verwendbar und plattform- und dienstübergreifend konsistent sind.
Mithilfe der Adobe AIR-Laufzeitumgebung können Entwickler unter Verwendung bewährter Webtechnologien Rich-Internet-Applications (RIAs) erstellen, die auf dem Desktop bereitgestellt werden und auf unterschiedlichen Betriebssystemen ausgeführt werden können. Adobe AIR bietet neue Möglichkeiten zur Einbindung von Kunden in innovative Desktop-Markenanwendungen, ohne Änderungen an vorhandener Technologie, Personen oder Prozessen vornehmen zu müssen.