LiveCycle-Datenbank

In der LiveCycle-Datenbank werden Inhalte wie Formularartefakte, Dienstkonfigurationen, Prozesszustände und Datenbankverweise auf Dateien im Ordner des globalen Dokumentenspeichers und im Stammordner für Inhalte (für Content Services) gespeichert. Datenbanksicherungen können in Echtzeit und ohne Dienstunterbrechung und Wiederherstellungen bezogen auf einen bestimmten Zeitpunkt oder eine bestimmte Änderung erfolgen. In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie die Datenbank für eine Sicherung in Echtzeit konfiguriert werden muss.

Bei einem ordnungsgemäß konfigurierten LiveCycle-System können der Systemadministrator und der Datenbankadministrator problemlos zusammenarbeiten, um das System in einem als funktionierend bekannten Zustand wiederherzustellen.

Um die Datenbank in Echtzeit zu sichern, müssen Sie den Snapshot-Modus wählen oder die Datenbank für die Ausführung im angegebenen Protokollmodus konfigurieren. Dadurch können Datenbankdatendateien gesichert werden, während die Datenbank geöffnet und verfügbar ist. Darüber hinaus bleiben die Wiederherstellungs- und Transaktionsprotokolle der Datenbank in diesen Modi erhalten.

Hinweis: Adobe migriert Kunden, die Adobe® LiveCycle® Content Services ES verwenden, zu Inhalts-Repository, das basierend auf der modernen, modularen CRX-Architektur erstellt wurde, die durch die Übernahme von Day Software durch Adobe erhalten wurde. Das Inhalts-Repository wird mit LiveCycle Foundation bereitgestellt und ist als Teil der LiveCycle ES3-Version verfügbar.

DB2

Konfigurieren Sie DB2-Datenbank für die Ausführung im Archivprotokollmodus.

Wichtig: Wenn Ihre LiveCycle-Umgebung von einer früheren Version von LiveCycle aktualisiert wurde und DB2 verwendet, wird keine Onlinesicherung unterstützt. In diesem Fall müssen Sie LiveCycle herunterfahren und eine Offlinesicherung durchführen. In zukünftigen Versionen von LiveCycle werden Onlinesicherungen für Upgradekunden unterstützt.

IBM bietet eine Zusammenstellung von Werkzeugen und Hilfesystemen an, die Datenbankadministratoren bei der Verwaltung von Sicherungs- und Wiederherstellungsaufgaben unterstützt:

DB2 verfügt über integrierte Funktionen zum Sichern einer Datenbank in Tivoli Storage Manager. Durch die Verwendung von Tivoli Storage Manager können DB2-Sicherungen auf anderen Medien oder den lokalen Festplattenlaufwerken gespeichert werden.

Weitere Informationen zum Sichern und Wiederherstellen von DB2-Datenbanken finden Sie unter Deveoloping a backup and recovery strategy for DB2..

Oracle

Verwenden Sie Snapshot-Sicherungen oder konfigurieren Sie Ihre Oracle-Datenbank für die Ausführung im Archivprotokollmodus. (Siehe Oracle Backup: An Introduction.) Weitere Informationen zum Sichern und Wiederherstellen von Oracle-Datenbanken finden Sie an folgenden Stellen:

Oracle Backup and Recovery: Erläutert die Konzepte bei Sicherung und Wiederherstellung und beschreibt detailliert die gängigsten Verfahren zum Verwenden von Recovery Manager (RMAN) für die Sicherung, Wiederherstellung und Berichterstellung und bietet weitere Informationen zum Entwickeln einer Sicherungs- und Wiederherstellungsstrategie.

Oracle Database Backup and Recovery User's Guide: Bietet ausführliche Informationen zur RMAN-Architektur, zu Sicherungs- und Wiederherstellungskonzepten und -mechanismen, zu erweiterten Wiederherstellungsverfahren (z. B. zeitpunktbasierter Wiederherstellung und Datenbank-Flashback-Funktionen) sowie zur Systemleistungsoptimierung bei Sicherung und Wiederherstellung. Ferner werden vom Benutzer verwaltete Sicherungen und Wiederherstellungen mithilfe von Funktionen des Hostbetriebssystems anstelle von RMAN behandelt. Dieses Handbuch enthält wesentliche Informationen zu Sicherung und Wiederherstellung bei komplexeren Datenbankbereitstellungen und zu erweiterten Wiederherstellungsszenarien.

Oracle Database Backup and Recovery Reference: Bietet ausführliche Informationen zur Syntax und Semantik aller RMAN-Befehle und beschreibt die Datenbankansichten, die für die Erstellung von Berichten zu Sicherungs- und Wiederherstellungsaktionen zur Verfügung stehen.

SQL Server

Verwenden Sie Snapshot-Sicherungen oder konfigurieren Sie Ihre SQL Server-Datenbank für die Ausführung im Transaktionsprotokollmodus.

SQL Server bietet auch zwei Sicherungs- und Wiederherstellungswerkzeuge:

  • SQL Server Management Studio (grafische Benutzeroberfläche)

  • T-SQL (Befehlszeile)

Weitere Informationen finden Sie unter Backup Strategies und Backup and Restore.

MySQL

Verwenden Sie MySQLAdmin oder ändern Sie die INI-Dateien unter Windows so, dass die MySQL-Datenbank im binären Protokollmodus ausgeführt wird. (Siehe MySQL binary logging.) Ein Werkzeug für die Sicherung bei laufendem Betrieb für MySQL steht außerdem von InnoBase Software zur Verfügung. (Siehe Innobase-Sicherungen im laufenden Betrieb (Hot Backup).)

Hinweis: Der binäre Standardprotokolliermodus für MySQL ist „Statement“. Dieser Modus ist mit von Content Services (nicht mehr unterstützt) verwendeten Tabellen nicht kompatibel. Durch die Verwendung der binären Protokollierung in diesem Standardmodus schlägt Content Services (nicht mehr unterstützt) fehl. Wenn Ihr System Content Services (nicht mehr unterstützt) enthält, verwenden Sie den Protokollmodus „Gemischt“. Um die Protokollierung im Modus „Gemischt“ zu aktivieren, fügen Sie der Datei „my.ini“ folgende Argumente hinzu:
binlog_format=mixed 
log-bin=logname

Mit dem Dienstprogramm „mysqldump“ können Sie eine vollständige Datenbanksicherung erstellen. Vollständige Sicherungen sind erforderlich, aber nicht immer zweckmäßig. Sie erzeugen große Sicherungsdateien und ihre Erzeugung nimmt viel Zeit in Anspruch. Stellen Sie zum Erstellen einer inkrementellen Sicherung sicher, dass Sie den Server mit der Option –log-bin starten (siehe den vorherigen Abschnitt). Bei jedem Neustart des MySQL-Servers wird das Schreiben in das aktuelle Binärprotokoll beendet und ein neues erstellt, das ab dann als aktuelles Binärprotokoll gilt. Über den Befehl FLUSH LOGS SQL können Sie diesen Wechsel manuell erzwingen. Nach der ersten vollständigen Sicherung erfolgen nachfolgende inkrementelle Sicherungen mithilfe von „mysqladmin“ und dem Befehl flush-logs, der die nächste Protokolldatei generiert.

Siehe Backup Strategy Summary.