Ändern der Geschwindigkeit und Dauer für einen oder mehrere Clips
Unter der Geschwindigkeit eines Clips versteht man die Wiedergaberate im Vergleich zu der Rate, mit der der Clip aufgezeichnet wurde. Anfänglich wird ein Clip mit der normalen Geschwindigkeit von 100 % abgespielt. (Auch wenn die Framerate des Originalmaterials nicht mit der der Sequenz übereinstimmt, bringt die Sequenz die Unterschiede automatisch in Einklang. Der Clip wird mit der richtigen Geschwindigkeit abgespielt.)
Im Schnittfenster werden Clips mit Geschwindigkeitsänderungen mit dem Prozentwert der ursprünglichen Geschwindigkeit angegeben.
Bei Änderung der Geschwindigkeit eines Clips werden die Originalframes entweder ausgelassen oder während der Wiedergabe wiederholt, so dass der Clip schneller oder langsamer abgespielt wird. Eine Änderung der Geschwindigkeit hat daher eine entsprechende Änderung der Dauer zur Folge, es sei denn, der Clip wird simultan zugeschnitten. Sie können z. B. die Geschwindigkeit von der Dauer im Dialogfeld „Clip-Geschwindigkeit/-Dauer“ entkoppeln. Wenn Sie dann die Geschwindigkeit erhöhen, verwendet Premiere Pro mehr von dem Clip zum Auffüllen der Dauer zwischen In- und Out-Point. Wenn Sie die Geschwindigkeit senken, verwendet Premiere Pro weniger von dem Clip, um die Dauer aufzufüllen.
Sie können Clip und Dauer auch entkoppeln, wenn mehrere Clips ausgewählt sind. Dann können Sie die Dauer der Clips ändern. So können Sie beispielsweise die Geschwindigkeiten gerade so ändern, dass alle Clips dieselbe Dauer haben.
Wenn Sie die Geschwindigkeit eines Clips, der Halbbilder enthält, ändern, können Sie einstellen, wie Premiere Pro mit diesen Feldern verfährt. Diese Anpassung sollten Sie besonders dann in Betracht ziehen, wenn die Geschwindigkeit auf unter 100 % der Originalgeschwindigkeit fällt. (Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen von Clips mit und ohne Zeilensprung.)
Sie können das Aussehen eines Geschwindigkeitseffekts, der die Zeit oder die Framerate eines Clips ändert, mithilfe der Frame-Überblendung glätten. Zum Aktivieren der Frame-Überblendung wählen Sie „Clip“ > „Optionen“ > „Frames überblenden“. Weitere Informationen zur Frame-Überblendung finden Sie unter Überblenden von Frames für weiche Bewegungen.
Die Dauer eines Clips ist die Länge der Zeit, die zum Abspielen vom In-Point bis zum Out-Point benötigt wird. Sie können eine Dauer für Video- oder Audio-Clips festlegen und die Geschwindigkeit ändern, um der Dauer zu entsprechen. Dasselbe gilt für Standbilder, jedoch ohne die Geschwindigkeitsänderung.
Sie können die Geschwindigkeit und Dauer für einen oder für mehrere Clips gleichzeitig ändern.
Sie können die Geschwindigkeit eines Clips mithilfe einer Vierpunktbearbeitung so festlegen, dass eine bestimmte Dauer ausgefüllt wird.Ändern der Clipgeschwindigkeit und -dauer mithilfe des Werkzeugs „Rate ausdehnen“
Sie können die Geschwindigkeit eines Clips an eine bestimmte Dauer anpassen.
Wählen Sie das Werkzeug für „Rate ausdehnen“
und ziehen Sie eine der Kanten eines Clips in einem Schnittfenster. 
Sehen Sie sich dieses Video-Lernprogramm von Andrew Devis zu den Werkzeugen „Rasierklinge“ und „Rate ausdehnen“ an.
Auch Autor Phil Hawkins demonstriert die Verwendung des Werkzeugs „Rate ausdehnen“, und zwar in diesem Video-Lernprogramm zu Premiere CS5 bei Infinite Skills.
Ändern der Clipgeschwindigkeit und -dauer mithilfe von Zeit-Neuzuordnung
Sie können die Geschwindigkeit des Videoteils eines gesamten Clips ändern. Sie können die Funktion „Zeit-Neuzuordnung“ verwenden, um Zeitlupe- und Zeitraffer-Effekte zu erstellen, in denen sich der Geschwindigkeitswert ändert.
Die Wiedergabegeschwindigkeit des Videoteils des Clips ändert sich und die Dauer wird verlängert oder verkürzt, je nachdem, ob die Geschwindigkeit erhöht oder verringert wird. Der Audioteil des Clips bleibt durch die Zeit-Neuzuordnung unverändert, auch wenn er weiterhin mit dem Videoteil verbunden bleibt.
Von Franklin McMahon steht auf der Layers Magazine-Website ein Video-Lernprogramm zur Zeit-Neuzuordnung zur Verfügung.
Variieren der Änderungen an Geschwindigkeit oder Richtung mithilfe von Zeit-Neuzuordnung
Sie können Videoteile eines Clips mit dem Effekt „Zeit-Neuzuordnung“ schneller oder langsamer abspielen, rückwärts wiedergeben oder einfrieren. Mit den Geschwindigkeits-Keyframes können Sie die Geschwindigkeit innerhalb eines Clips mehrmals ändern. Nehmen Sie beispielsweise einen Clip, der einen laufenden Mann zeigt. Sie können zeigen, wie er sich schnell vorwärts bewegt, plötzlich langsamer wird, mitten im Schritt anhält und sogar rückwärts läuft, bevor er die Vorwärtsbewegung wieder aufnimmt. Im Gegensatz zur Option „Clip-Geschwindigkeit/-Dauer“, die eine konstante Geschwindigkeit auf den gesamten Clip anwendet, gestattet Ihnen die Option „Zeit-Neuzuordnung“, die Geschwindigkeit im Verlauf des Clips zu variieren. Sie können auch Geschwindigkeitsänderungen ein- und ausschwenken lassen.
Sie können die Zeit-Neuzuordnung nur auf Clipinstanzen im Schnittfenster anwenden, nicht auf Master-Clips.
Wenn Sie die Geschwindigkeit eines Clips mit verknüpftem Audio und Video variieren, bleibt das Audio mit dem Video verknüpft, jedoch mit einer Geschwindigkeit von 100 %. Audio und Video bleiben nicht synchronisiert.
Sie können variable Geschwindigkeitsänderungen durch Anwenden von Geschwindigkeits-Keyframes erstellen. Sie können Geschwindigkeits-Keyframes im Effektsteuerungsfenster oder in einem Clip im Schnittfenster anwenden. Das Anwenden von Keyframes an einer beliebigen Stelle funktioniert wie bei Keyframes für Bewegung, Deckkraft oder andere Keyframe-Effekte, mit einem wesentlichen Unterschied: ein Geschwindigkeits-Keyframe kann geteilt werden, um einen Übergang zwischen zwei unterschiedlichen Wiedergabegeschwindigkeiten zu erhalten. Bei der ersten Anwendung auf ein Spurelement wirkt sich jede Änderung in der Wiedergabegeschwindigkeit auf einer Seite eines Geschwindigkeits-Keyframes sofort auf diesen Frame aus. Wenn der Geschwindigkeits-Keyframe auseinander gezogen wird und hinter einen Frame reicht, bilden die beiden Hälften einen Geschwindigkeitsänderungs-Übergang. Hier können Sie lineare oder geglättete Kurven anwenden, um die Änderung zwischen den Wiedergabegeschwindigkeiten ein- und auszuschwenken.
Ein Video zur Verwendung von variablen Geschwindigkeitsänderungen finden Sie auf der Adobe-Website.
Ein Video-Lernprogramm über die Zeit-Neuzuordnung (in englischer Sprache) finden Sie auf der Creative COW-Website.


Variieren der Änderung der Clipgeschwindigkeit
Verschieben eines ungeteilten Geschwindigkeits-Keyframes
Klicken Sie bei gedrückter Alt-Taste (Windows) oder Optionstaste (Mac OS) in der Zeitleiste auf den ungeteilten Geschwindigkeits-Keyframe, und ziehen Sie ihn an seine neue Position.Verschieben eines geteilten Geschwindigkeits-Keyframes
Ziehen Sie den grau schattierten Bereich des Geschwindigkeitsübergangs in der weißen Spur zur Geschwindigkeitssteuerung des Clips an die neue Position.Entfernen des Effekts „Zeit-Neuzuordnung“
Sie können den Effekt „Zeit-Neuzuordnung“ nicht wie andere Effekte ein- und ausschalten. Das Aktivieren und Deaktivieren der Zeit-Neuzuordnung beeinflusst die Dauer der Clipinstanz in einem Schnittfenster. Konkret heißt das, dass durch die Zeit-Neuzuordnung eine Bearbeitung stattfindet. Sie können aber die Steuerung „Animation aktivieren/deaktivieren“ im Fenster „Effekteinstellungen“ verwenden.
Überblenden von Frames für weiche Bewegungen
Die Bewegung in einem Clip wirkt abgehackt, wenn Sie die Geschwindigkeit eines Clips ändern oder bei der Ausgabe eine andere Framerate verwenden. Aktivieren Sie die Frame-Überblendung, um neue interpolierte Frames zu erstellen, die die Bewegung glätten. Die Frame-Überblendung wird nur benötigt, wenn die Frameraten von Sequenzen und Clips nicht übereinstimmen.
Ist die Frame-Überblendung deaktiviert, werden Frames von Premiere Pro verdoppelt, um die erforderlichen interpolierten Frames zu erstellen. Ist die Frame-Überblendung aktiviert, bildet Premiere Pro einen Mittelwert der Frames, um die erforderlichen interpolierten Frames zu erstellen.
Die Frame-Überblendung ist standardmäßig deaktiviert.
Wählen Sie „Clip“ > „Video-Optionen“ > „Überblenden von Frames“.Einfrieren von Frames
Sie können einen Clipframe entweder für eine festgelegte Zeit oder für die gesamte Dauer des Clips einfrieren (als ob Sie den Frame als Standbild importiert haben). Wenn Sie einen Frame nur für einen Teil eines Clips einfrieren, können Sie auch einen Geschwindigkeitsübergang vom oder zum eingefrorenen Frame erstellen.
Franklin McMahon zeigt in diesem Video-Lernprogramm das Einfrieren eines Frames mit dem Befehl „Standbild“ und das Ändern der Geschwindigkeit und Dauer für einen ganzen Clip.
. Durch dieses Entkoppeln können Sie auch die Geschwindigkeit ändern, ohne die Dauer zu modifizieren.



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angezeigt. Sie weisen darauf hin, dass dieser Teil des Clips rückwärts abgespielt wird.


