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Interlaced-Video und Halbbildreihenfolge


 
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  • Interlaced-Video, Non-Interlaced-Video und progressives Scannen
  • Halbbilddominanz und Halbbilddominanzumkehrung
  • Erstellen von Clips mit und ohne Zeilensprung
  • Ändern der Halbbildreihenfolge eines Clips
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    Interlaced-Video, Non-Interlaced-Video und progressives Scannen

    Interlaced-Scanning von Interlaced-Videohalbbildern im Vergleich zum progressiven Scannen von Non-Interlaced-Videoframes.
    A.
    Bei Interlaced-Video wird in einem Durchgang zuerst das gesamte obere Halbbild (Zeilen mit ungeraden Zahlen) von oben nach unten auf den Bildschirm gezeichnet.

    B.
    Danach wird in einem Durchgang das gesamte untere Halbbild (Zeilen mit geraden Zahlen) von oben nach unten auf den Bildschirm gezeichnet.

    C.
    Bei Non-Interlaced-Video wird der gesamte Frame in einem Durchgang (alle Zeilen in Zählreihenfolge) von oben nach unten auf den Bildschirm gezeichnet.

    Interlacing ist ein Verfahren, das zum Übertragen von Fernsehsignalen mit beschränkter Bandbreite entwickelt wurde. In einem Interlaced-System werden jeweils nur halb so viele horizontale Linien für jeden Videoframe übertragen. Aufgrund der Übertragungsgeschwindigkeit, dem Nachleuchten der Anzeige und der Trägheit des Auges nimmt der Betrachter jeden Frame in voller Auflösung wahr. Alle analogen Fernsehstandards verwenden Interlacing. Zu den digitalen Fernsehstandards gehören sowohl Interlaced- als auch Non-Interlaced-Varianten. Normalerweise werden Interlaced-Signale über Interlaced-Scanning erzeugt und Non-Interlaced-Signale über progressives Scannen.

    Chris Pirazzi erläutert auf seiner Website Lurker's Guide to Video technische Details von Halbbildern und dem Zeilensprungverfahren.

    Trish und Chris Meyer stellen verschiedene Materialien zum Zeilensprungverfahren sowie der Reihenfolge, Dominanz, Renderung und Trennung von Halbbildern zur Verfügung:

    • Artikel (PDF) mit Einführung zum Zeilensprungverfahren und der Trennung von Halbbildern auf der Artbeats-Website

    • Artikel mit Einführung zum Zeilensprungverfahren und der Reihenfolge von Halbbildern auf der ProVideo Coalition-Website

    • Artikel zur Klärung der Begriffe Halbbildreihenfolge und Halbbilddominanz auf der ProVideo Coalition-Website

    • Weitere Informationen zum Exportieren einer PsF-Videodatei (Progressive segmented Frame) aus Premiere Pro mit Adobe Media Encoder finden Sie in diesem Thread im Premiere Pro-Benutzerforum.

    • Weitere Informationen zu PsF-Video.

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    Halbbilddominanz und Halbbilddominanzumkehrung

    Halbbilder in einem Clip können aus folgenden Gründen aus dem Status umgekehrt werden, in dem sie ursprünglich erfasst wurden:

    • Auf dem zum Aufnehmen des Filmmaterials verwendeten Videoaufnahmegerät ist die entgegengesetzte Halbbilddominanz als auf dem Quellgerät ausgewählt.

    • In der Bearbeitungs- oder Animierungssoftware, mit der der Clip zuletzt gerendert wurde, ist die entgegengesetzte Halbbilddominanz als im ursprünglichen Clip ausgewählt.

    • Der Clip ist so eingerichtet, dass er rückwärts wiedergegeben wird.

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    Erstellen von Clips mit und ohne Zeilensprung

    Die einzelnen Zeilensprung-Halbbilder sind für den Betrachter in der Regel nicht sichtbar. Wenn ein Clip jedoch in Zeitlupe wiedergegeben, ein eingefrorener Frame erstellt oder ein Halbbild als Standbild exportiert wird, kann ein einzelnes Halbbild erkannt werden. Daher ist es gelegentlich besser, das Bild zusammenzufügen und so Paare aufeinanderfolgender Zeilensprung-Halbbilder durch einzelne Frames ohne Zeilensprünge zu ersetzen. Premiere Pro kann diese neuen Halbbilder ohne Zeilensprünge aus den Halbbildern in einem oder zwei Originalframes erstellen.

    Wenn die Halbbildreihenfolge eines Clips und einer Sequenz nicht übereinstimmen, entsteht ein unerwünschtes Zeilensprung-Artefakt. Die Halbbildreihenfolge gibt an, ob das Halbbild der ungerade nummerierten Zeilen (oberes Halbbild) oder das Halbbild der gerade nummerierten Zeilen (unteres Halbbild) zuerst gezeichnet wird. Wird beispielsweise ein Clip mit einer oberen Halbbildreihenfolge in eine Sequenz mit unterer Halbbildreihenfolge eingefügt, kann dies zu einer abgehackten Wiedergabe führen. Sie korrigieren diesen Fehler, indem Sie die Halbbildreihenfolge des Clips umkehren, sodass diese mit der des Projekts übereinstimmt. Wählen Sie zum Ändern der Halbbildreihenfolge die Option „Halbbilddominanz umkehren“ aus.

    1. Wählen Sie einen Clip im Projektfenster oder in einem Schnittfenster aus. Wählen Sie „Clip“ > „Video-Optionen“ > „Halbbildoptionen“.
    2. Wählen Sie „Halbbilddominanz umkehren“, um die Reihenfolge zu ändern, in der die Halbbilder des Clips wiedergegeben werden.
    3. Wählen Sie unter „Berechnungsoptionen“ eine der folgenden Optionen:
      Ohne
      Wendet keine der Berechnungsoptionen an. Durch die Auswahl dieser Option wird nicht die eventuell aktivierte Option „Halbbilddominanz umkehren“ deaktiviert.

      Aufeinanderfolgende Frames auf Halbbilder verteilen
      Wandelt alle Paare von Progressive-Scan-Frames (ohne Halbbilder) in die zwei Halbbilder eines einzelnen Frames um. Dies führt auch dazu, dass der Clip mit zweifacher Framerate wiedergegeben wird. Diese Option bietet sich zum Zusammenfügen von Clips an, die von Animierungsanwendungen erstellt wurden, die keine zusammengefügten Frames generieren können. Im Idealfall können Sie die Option verwenden, um Progressive-Scan-Animationen mit 60 Frames pro Sekunde in Interlace-Videos mit 30 Frames pro Sekunde umzuwandeln.

      Halbbilder immer zusammenfügen
      Wandelt Zeilensprung-Halbbilder in Progressive-Scan-Frames ohne Zeilensprünge um. Sie bietet sich für Clips an, die Sie in Zeitlupe oder als eingefrorene Clips wiedergeben möchten. Die Option verwirft ein Halbbild, wobei das dominierende Halbbild erhalten bleibt, das im Dialogfeld „Neue Sequenz“ auf der Registerkarte „Allgemein“ über die Einstellung „Halbbilder“ festgelegt wurde. Die fehlenden Linien werden basierend auf den Linien des dominierenden Halbbilds zusammengefügt.
      Hinweis: In einer Sequenz, für die im Menü „Halbbilder“ die Option „Keine Halbbilder (Progressive-Scan)“ ausgewählt wurde, wird mit der Option „Halbbilder immer zusammenfügen“ das obere Halbbild beibehalten. Wenn Sie in dieser Art von Sequenz jedoch auch „Halbbilddominanz umkehren“ auswählen, wird mit „Halbbilder immer zusammenfügen“ das untere Halbbild beibehalten.

      Flimmern reduzieren
      Verhindert, dass dünne horizontale Details in einem Bild flimmern, indem die beiden Halbbilder geringfügig weichgezeichnet werden. Ein Objekt, das so dünn wie eine Abtastlinie ist, flimmert, da es nur in jedem zweiten Halbbild erscheint. Mit dieser Option werden aufeinanderfolgende Linien um 50 % weichgezeichnet. Der Clip wird nicht zusammengefügt. Sie bietet sich besonders für Grafiken mit dünnen horizontalen Linien an.

    4. Klicken Sie auf „OK“.
      Wählen Sie die Option zum Überblenden von Frames, um die Darstellung von Videoinformationen zu verbessern, wenn die Geschwindigkeit eines Clips nicht 100 % beträgt. Wählen Sie „Clip“ > „Video-Optionen“ > „Überblenden von Frames“.
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    Ändern der Halbbildreihenfolge eines Clips

    Im Projektfenster können Sie die Halbbildreihenfolge aller Instanzen eines Clips in allen Sequenzen eines Projekts ändern.

    1. Klicken Sie im Projektfenster mit der rechten Maustaste auf den Clip, dessen Halbbildreihenfolge Sie ändern möchten.
    2. Wählen Sie „Ändern“ > „Filmmaterial interpretieren“.
    3. Geben Sie anschließend die gewünschte Option für die Halbbildreihenfolge an.
    4. Klicken Sie auf „OK“.
    Verwandte Hilfethemen

    Auswählen von Halbbildern in den Quell- und Programmmonitoren

    Überblenden von Frames für weiche Bewegungen

    Ändern der Sequenzeinstellungen

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