Der Workflow setzt sich aus den Schritten zusammen, die Sie ausführen, um Videos zu bearbeiten – angefangen vom Import oder der Aufnahme bis hin zur endgültigen Ausgabe. Der Basis-Workflow beschreibt die ganz grundlegenden Schritte, die für die meisten Projekte vorzunehmen sind. Spezielle Arten von Workflows, wie etwa der P2-Workflow oder der plattformübergreifende Workflow beschreiben die besonderen Einstellungen, Abweichungen und Probleme, die für den jeweiligen Typ zutreffen.
Indem Sie den gesamten Arbeitsablauf für eine Produktion vor dem Erstellen eines neuen Projekts und einer ersten Sequenz überprüfen, können Sie Premiere Pro optimal auf die Anforderungen für diese Produktion einstellen. Außerdem hilft Ihnen diese Vorgehensweise, einen Plan für die speziellen Anforderungen, die für Ihre Produktion bei einzelnen Schritten gelten, zu entwerfen. Sie können beispielsweise vor dem Start des Projekts die Parameter Ihres Filmmaterials identifizieren, um die Voreinstellungen zu wählen, die am besten für das Projekt geeignet sind.
Zur Optimierung Ihres Computersystems, Ihres Arbeitsablaufs und von Premiere Pro für möglichst effizientes Arbeiten stehen verschiedene Ressourcen zur Verfügung, über die dieser Beitrag des Blogs „After Effects Region of Interest“ informiert.
Egal ob Sie mit Adobe Premiere Pro Video für Fernsehsendungen, DVD oder das Internet bearbeiten, der Arbeitsablauf wird wahrscheinlich in ungefähr dem nachfolgend erläuterten entsprechen. Von Adobe empfohlene Lernprogramme zum grundlegenden Arbeitsablauf finden Sie unten auf dieser Seite.
Bevor Sie mit der Bearbeitung beginnen
Bevor Sie mit der Bearbeitung in Premiere Pro beginnen, benötigen Sie Filmmaterial, mit dem Sie arbeiten können. Sie können entweder Ihr eigenes Filmmaterial aufnehmen, oder Sie arbeiten mit Material, das von einer anderen Person aufgenommen wurde. Sie können auch mit Grafiken, Audio-Dateien und anderem arbeiten.
Viele Projekte, mit denen Sie arbeiten, benötigen kein Drehbuch. Manchmal ist es jedoch besser, Sie schreiben ein Drehbuch, insbesondere für dramatische Projekte. Verwenden Sie Adobe Story zum Schreiben eines Drehbuchs und zum Strukturieren Ihrer Produktionsdetails.
Während Sie Filmen, strukturieren Sie Ihre Aufnahmen und erstellen Protokollnotizen. Sie können Filmmaterial auch während der Aufnahme einstellen und überwachen und die Ergebnisse auf einem Laufwerk erfassen. Zur Aufnahme auf einem Laufwerk verwenden Sie Adobe OnLocation.
Beachten Sie, dass Adobe Story oder Adobe OnLocation nicht zum Bearbeiten von Filmmaterial mit Adobe Premiere Pro erforderlich sind. Das Schreiben eines Drehbuchs und das Erstellen von Notizen sind optionale Schritte, die Ihnen dabei helfen, ein Projekt vorab zu organisieren.
Erste Schritte bei der Bearbeitung
Nachdem Sie Filmmaterial aufgenommen haben, führen Sie die Schritte aus, um mit der Bearbeitung mit Premiere Pro zu beginnen.
1. Starten oder Öffnen eines Projekts
Öffnen Sie ein vorhandenes Projekt, oder starten Sie im Startbildschirm von Premiere Pro ein neues Projekt.

Wenn Sie ein neues Projekt erstellen, die das Dialogfeld „Neues Projekt“ geöffnet. Im Dialogfeld „Neues Projekt“ können Sie den Namen und den Speicherort der Projektdatei, das Videoaufnahmeformat und andere Einstellungen für Ihr Projekt angeben. (Weitere Informationen finden Sie unter Projekte erstellen und verändern.) Wenn Sie im Dialogfeld „Neues Projekt“ Einstellungen ausgewählt haben, klicken Sie auf „OK“.
Wenn Sie das Dialogfeld „Neues Projekt“ geschlossen haben, wird das Dialogfeld „Neue Sequenz“ angezeigt. Wählen Sie im Dialogfeld die Sequenzvorgabe aus, die den Einstellungen Ihres Filmmaterials entspricht. Öffnen Sie zunächst den Ordner für den Kameratyp, dann den Ordner für die Framerate (falls erforderlich) und klicken Sie dann auf eine Vorgabe. Benennen Sie die Sequenz unten im Dialogfeld und klicken Sie dann auf „OK“.
Wenn Sie Hilfe bei der Auswahl einer Sequenzvorgabe benötigen, lesen Sie diesen FAQ-Eintrag: „How do I choose the right sequence settings“ (Wie wähle ich die richtigen Sequenzeinstellungen aus).
Um ein vorhandenes Projekt zu öffnen, klicken Sie im Premiere Pro Startbildschirm auf eine Verknüpfung unter „Aktuelle Projekte“. Nachdem Sie auf eine Verknüpfung geklickt haben, wird das Projekt gestartet.
Einen Überblick über den Premiere Pro-Arbeitsablauf bietet dieses Video von Video2Brain und Learn by Video mit Maxim Jago.
Hilfe für einen schnellen Einstieg in die Arbeit mit Premiere Pro bietet dieses Video von Video2Brain und Learn by Video mit Maxim Jago.
2. Aufnehmen und Importieren von Video- und Audiodaten
Bei dateibasierten Assets können Sie mithilfe des Media-Browsers Dateien aus Computerquellen in sämtliche führenden Medienformate importieren. Jede aufgenommene oder importierte Datei wird automatisch zu einem Clip im Projektfenster.
Alternativ können Sie im Aufnahmefenster Filmmaterial von einem Camcorder oder einem VTR direkt übertragen. Bei geeigneter Hardware ist zudem eine Digitalisierung und Aufnahme weiterer Formate möglich (z. B. VHS oder HDTV).
Wenn Sie ein Adobe OnLocation-Projekt in Premiere Pro importieren, können Sie optional dank der Metadaten aus Adobe OnLocation problemlos einen vorläufigen Rohschnitt erstellen. Synchronisieren Sie mithilfe der Sprachsuche das Skript mit dem Filmmaterial und bearbeiten Sie es anschließend basierend auf der Dialogtranskription.

Sie können außerdem verschiedene digitale Medien importieren, z. B. Videodaten, Audiodaten und Standbilder. Premiere Pro ermöglicht weiterhin den Import von Adobe® Illustrator®-Bildern und Photoshop®-Dateien mit Ebenen. Zudem werden Adobe After Effects®-Projekte umgewandelt, um einen nahtlosen, integrierten Arbeitsablauf zu gewährleisten. Sie können auch künstliche Medien wie standardmäßige Farbbalken, Farbhintergründe und Countdowns erstellen. (Weitere Informationen finden Sie unter Aufnahme und Digitalisierung.)
Sie können auch Adobe® Bridge verwenden, um Ihre Mediendateien zu strukturieren und zu durchsuchen. Dann verwenden Sie den Befehl „Platzieren“ in Adobe Bridge, um Ihre Dateien direkt in Premiere Pro zu platzieren.
Im Projektfenster haben Sie die Möglichkeit, das Filmmaterial zu beschriften, zu kategorisieren und in Ablagen zu gruppieren, um auch komplexe Projekte zu organisieren. Sie können mehrere Ablagen gleichzeitig jeweils in einem eigenen Fenster öffnen oder Sie können Ablagen ineinander verschachteln. In der Symbolansicht des Projektfensters können Sie die Clips wie in einem Storyboard anordnen, um eine Sequenz anzuzeigen oder zusammenzustellen.
3. Zusammenstellen und Optimieren einer Sequenz
Im Quellmonitor können Sie Clips anzeigen, Bearbeitungspunkte starten und wichtige Frames markieren, bevor Sie einer Sequenz Clips hinzufügen. Der einfachen Bearbeitung halber können Sie einen Masterclip in mehrere Clipkopien mit jeweils eigenen In- und Out-Points aufteilen. Zudem können Audiodaten als detaillierte Wellenform angezeigt und mit vorlagenbasierter Genauigkeit bearbeitet werden. (Weitere Informationen finden Sie unter Quellmonitor- und Programmonitorübersicht.)

Sie können einer Sequenz in einem Schnittfenster Clips hinzufügen, indem Sie diese dorthin ziehen oder indem Sie die Schaltflächen „Einfügen“ oder „Überschreiben“ im Quellmonitor verwenden. Sie können die Clips automatisch in einer Sequenz anordnen. Die Reihenfolge der Clips entspricht dabei der im Projektfenster. Die bearbeitete Sequenz wird dann im Programmmonitor oder als Vollbildvideo auf einem angeschlossenen Fernsehbildschirm angezeigt. (Weitere Informationen finden Sie unter Schnittfenster und Hinzufügen von Clips zu einer Sequenz.)
Optimieren Sie die Sequenz, indem Sie die Clips in einem Schnittfenster mit klontextsensitiven Werkzeugen oder den Werkzeugen im Werkzeugfenster bearbeiten. In der Zuschneideansicht können Sie den Schnittpunkt zwischen den Clips exakt platzieren. Das Verschachteln von Sequenzen, bei dem Sie eine Sequenz als Clip in eine andere Sequenz einfügen, eröffnet Ihnen weitere, anders nicht realisierbare Effekte.
4. Hinzufügen von Titeln
Das Titelfenster von Premiere Pro bietet zahlreiche Funktionen zum Erstellen unbewegter, rollender oder kriechender Titel, die dem Video problemlos überlagert werden können. Sie können auch eine der unzähligen Titelvorlagen bearbeiten. Wie bei allen Clips lassen sich die Titel in einer Sequenz bearbeiten, ein- und ausblenden, animieren oder mit Effekten versehen. (Weitere Informationen finden Sie unter Titelschrift und das Titelfenster.)

5. Hinzufügen von Überblendungen und Effekten
Das Effektfenster beinhaltet eine umfangreiche Liste mit Überblendungen und Effekten, die Sie auf die Clips in einer Sequenz anwenden können. Sie können diese Effekte und die Bewegung, Deckkraft und variable Ratenausdehnung eines Clips mithilfe des Effekteinstellungsfensters anpassen. Im Effekteinstellungsfenster können Sie außerdem die Clipeigenschaften animieren, indem Sie herkömmliche Keyframing-Verfahren anwenden. Während der Anpassung von Überblendungen werden im Effekteinstellungsfenster spezielle Steuerelemente für diese Aufgabe angezeigt. Sie können die Überblendungen sowie die Effekt-Keyframes eines Clips jedoch auch in einem Schnittfenster anzeigen und anpassen. (Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht: Anwenden von Überblendungen und Zuweisen von Effekten zu Clips.

6. Audiomischung
Für die spurbasierte Audioanpassung emuliert der Audiomixer ein voll funktionsfähiges Mischpult, einschließlich Reglern zum Ein- und Ausblenden, Sends und Effekten. Premiere Pro speichert Ihre Änderungen in Echtzeit. Wenn Sie über eine unterstützte Soundkarte verfügen, können Sie Audiodaten im Audiomixer aufnehmen oder Audiodaten für 5.1 Surround Sound mischen. (Weitere Informationen finden Sie unter Mischen von Audiospuren und Clips.)

7. Exportieren
Stellen Sie die bearbeitete Sequenz auf dem Medium Ihrer Wahl bereit: Band, DVD, Blu-Ray-Disc oder Filmdatei. Mit Adobe Media Encoder können Sie die Einstellungen für MPEG-2, MPEG-4, FLV-Dateien und andere Codecs an die Anforderungen Ihrer Zielgruppe anpassen. (Weitere Informationen finden Sie unter Exportmöglichkeiten.)

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