Informationen zu Videoeffekten finden Sie unter Videoeffekte und -überblendungen – Referenz.
Audioeffekte
Balanceeffekt
Der Balanceeffekt ermöglicht es, die relative Lautstärke des linken und rechten Kanals zu steuern. Positive Werte erhöhen den Anteil des rechten Kanals, negative Werte erhöhen den Anteil des linken Kanals. Dieser Effekt steht nur für Stereoclips zur Verfügung.
Bandpass Effekt
Der Bandpasseffekt entfernt Frequenzen, die außerhalb des festgelegten Bereichs oder Frequenzbands, liegen. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
- Mitte
- Gibt die Frequenz im Mittelpunkt des festgelegten Bereichs an.
- Q
- Gibt die Breite des zu bewahrenden Frequenzbandes an. Niedrige Werte erstellen einen breiten Frequenzbereich, hohe Werte dagegen ein enges Frequenzband.
Bässe Effekt
Mit dem Effekt „Bässe“ können Sie niedrige Frequenzen (200 Hz und darunter) erhöhen oder absenken. Unter „Verstärken“ wird die Dezibelzahl angegeben, um die die niedrigen Frequenzen erhöht werden sollen. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
Lautstärke/Kanal Effekt
Mit diesem Effekt können Sie die Lautstärke jedes Kanals in einem Stereo/5.1-Clip oder einer Stereo/5.1-Spur unabhängig steuern. Die Lautstärke jedes Kanals wird in Dezibel gemessen.
Chorus-Effekt
Mit dem Effekt „Chorus“ werden unterschiedliche Stimmen oder Instrumente gleichzeitig simuliert, indem mehrere kurze Verzögerungen mit wenig Rückkopplung hinzugefügt werden. Das Ergebnis ist ein intensiver, reicher Klang. Mit dem Chorus-Effekt können Sie eine Stimmspur optimieren oder Audio in Mono den räumlichen Klang von Stereo verleihen. Außerdem lassen sich einige einzigartige Spezialeffekte erzielen.
Premiere Pro verwendet eine Methode der Direktsimulation, um den Choruseffekt zu erzielen, sodass jede Stimme (Ebene) durch eine Variation von Timing, Intonation und Vibrato geringfügig anders klingt. Die Feedback-Einstellung verbessert zudem die Detailgenauigkeit des Ergebnisses.
Um mit Mono-Dateien optimale Ergebnisse zu erzielen, konvertieren Sie sie vor dem Anwenden des Chorus-Effekts in Stereo.- Bypass
- Diese Option kann mit Keyframes versehen werden. Sie gibt an, ob der Chorus-Effekt angewendet oder übersprungen werden soll.
- Angepasstes Setup
- Öffnet ein mixerähnliches Kontrollfeld, in dem die Eigenschaften über Regler gesteuert werden.
- Individuelle Parameter
- Öffnet einen Satz von Parameter-Steuerungen für den Chorus-Effekt.
- LfoType
- Gibt den Wellentyp für den Niedrigfrequenzoszillator an: Sinus, Rechteck oder Dreieck.
- Rate
- Legt die Höchstrate für Amplitudenänderungen fest. Bei sehr niedrigen Werten wird die resultierende Stimme langsam leiser und lauter, wie bei einem Sänger, der Probleme mit der Atemtechnik hat. Bei sehr hohen Einstellungen ist das Ergebnis zitterig und unnatürlich.
Sehr hohe Werte produzieren interessante Spezialeffekte (wie in der Voreinstellung „Andere Dimension“). - Tiefe
- Bestimmt die maximale Amplitudenvariation. Sie können z. B. die Amplitude einer Chorusstimme so ändern, dass sie 5 dB lauter oder leiser als das Original ist. Eine extrem niedrige Einstellung (kleiner als 1 dB) macht die Tiefe möglicherweise unhörbar, sofern der Wert für die Modulationsrate nicht extrem hoch ist. Bei sehr hohen Werten scheint der Ton zu wabern, sich also zu nähern und zu entfernen. Natürliche Vibratos treten mit ca. 2 dB bis 5 dB auf. Diese Einstellung gibt nur das Maximum an, die Vibratolautstärke sinkt nicht immer so stark, wie diese Einstellung nahezulegen scheint. Diese Beschränkung ist gewollt, da der Klang natürlicher wird.
- Mischen
- Legt den Anteil des Trocken- und Effektsignals fest. Die Einstellung 100% entspricht einem Verhältnis von 1/a, während bei einer Einstellung von 0 das Effektsignal unnötig ist.
- Feedback
- Fügt einen Prozentsatz der verarbeiteten Stimmen wieder in die Effekteingabe ein. Mit „Rückkopplung“ können Sie Echo oder Hall in eine Wellenform einfügen. Ein niedriger Rückkopplungswert (kleiner als 10 %) produziert einen volleren Klang, abhängig von den Verzögerungs- und Vibrato-Einstellungen. Höhere Einstellungen führen zu einer eher traditionellen Rückkopplung, d. h. ein lautes Klingeln. Dieses kann so laut werden, dass es zu einem Clipping des Signals kommt. Gelegentlich ist das Clipping ein erwünschter Effekt, z. B. in der Einstellung „Fliegende Untertassen“, um das an- und abschwellende Geräusch von UFOs zu simulieren, die um den Kopf des Hörers kreisen.
- Verzögerung
- Gibt die maximal zulässige Verzögerung an. Eine wichtige Komponente des Effekts „Chorus“ ist die Implementierung kurzer Verzögerungen (häufig im Bereich von 15 bis 35 Millisekunden), deren Dauer sich im Zeitverlauf ändert. Wenn der Wert sehr klein ist, laufen alle Stimmen im Original zusammen. Dabei kann ein unnatürlicher Flanger-Effekt auftreten. Ist der Wert zu hoch, kann ein Effekt auftreten, der dem Geräusch ähnelt, das bei einem Bandsalat auftritt.
DeClicker Effekt
Der DeClicker-Effekt wird verwendet, um unerwünschtes Knistern aus dem Audiosignal zu entfernen. Knistern entsteht oft durch schlechtes Aneinanderfügen von Filmbearbeitungen oder schlechte Digitalbearbeitungen des Tonmaterials. Der DeClicker ist oft hilfreich bei kleinen Knallgeräuschen, die durch Stoßen an das Mikrofon verursacht werden.
Im Effekteinstellungsfenster zeigt das benutzerdefinierte Setup für diesen Effekt die Eingabe- und Ausgabemonitore. Der erste zeigt das Eingabesignal mit dem erkannten Knistern. Der zweite zeigt das Ausgabesignal mit entferntem Knistern.
- Schwellenwert
- Legt den Schwellenwert für die Erkennung fest und damit, wie viel des Signals betroffen ist. Diese Steuerung reicht von 0 bis 100%.
- DePlop
- Legt den Umfang der Verringerung des niederfrequenten Knisterns fest. Dies hört sich manchmal mehr wie ein Klatschen als wie ein Knistern an. Diese Steuerung reicht von 0 bis 100%.
DeCrackler-Effekt
Der DeCrackler-Effekt entfernt Knackgeräusche von Quellen wie 16-mm- und 35-mm-Filmsoundtracks und Schellack- oder Vinylaufnahmen. Der DeCrackler-Effekt vermindert außerdem Knackgeräusche, die durch Regentropfen auf Fenstern, schlechte Audiokabel, elektrische Geräte in der Nähe von Mikrofonkabeln und Ansteckmikrofone, die an Kleidung reiben, verursacht werden.
Im Effekteinstellungsfenster zeigt das benutzerdefinierte Setup für diesen Effekt den Monitor für erkannte Knackgeräusche und den Ausgabemonitor an. Der erste zeigt das Eingabesignal mit dem erkannten Knackgeräuschen. Der zweite zeigt das Ausgabesignal mit entfernten Knackgeräuschen.
- Schwellenwert
- Legt das Erkennungsniveau für die Knackgeräusche fest. Diese Steuerung reicht von 0 bis 100%.
- Reduzierung
- Legt den Umfang fest, in dem die Knackgeräusche entfernt werden. Diese Steuerung reicht von 0 bis 100%.
- Effizienzmessgerät
- Dieses Messgerät zeigt die Effizienz des DeCrackler an. Der Schwellenwertregler sollte gezogen werden, um den maximalen Wert zu erreichen. Bitte achten Sie darauf, dass das Maximum auch erreicht wird, wenn der Schwellenwert sehr niedrig ist, dann aber das zugrunde liegende Audiosignal beschädigt wird.
- Audition
- Bei Auswahl können Sie dank dieser Steuerung die Töne hören, die entfernt werden. Wenn der tatsächliche Inhalt des Tons im Hörmodus zu hören ist, ist dies ein starker Hinweis darauf, dass der Schwellenwert zu niedrig eingestellt ist. Wenn der Schwellenwert nicht geändert wird, wird das Audiosignal beschädigt.
DeEsser Effekt
Mit dem DeEsser-Effekt werden Zischgeräusche und andere Töne dieser Art mit hoher Frequenz entfernt. Diese Töne entstehen oftmals dann, wenn der Erzähler oder Sänger die Buchstaben „s“ und „t“ ausspricht. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
- Verstärkung
- Legt den Grad der Reduzierung fest, der auf Zischgeräusche angewendet wird. Die Anzeige zeigt den Grad der Reduzierung in Dezibel.
- Männlich/Weiblich
- Gibt das Geschlecht des Erzählers oder Sängers an. Diese Option unterstützt den Effekt bei der Anpassung der Tonhöhe von Frauen und Männern.
DeHummer Effekt
Der DeHummer-Effekt entfernt unerwünschte Brummgeräusche im Bereich von 50 Hz/60 Hz aus der Audioaufnahme. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
- Reduzierung
- Legt die Höhe der Reduzierung fest, die auf Brummgeräusche angewendet wird. Hohe Werte können auch notwendige Audioinformationen im unteren Bereich entfernen.
- Frequenz
- Legt die Frequenzmitte des Brummgeräuschs fest. Diese liegt in Europa und Japan in der Regel bei 50 Hz und bei 60 Hz in den USA und Kanada. Oft ist die Frequenz des Brummgeräuschs nicht statisch, sondern ändert sich um +/– 5 Hz. Klicken Sie zum Einstellen der jeweiligen Frequenz auf die Schaltflächen 50 Hz oder 60 Hz.
- Filter
- Legt die Anzahl der Filter fest, die für das Entfernen von Brummgeräuschen angewendet werden. Brummgeräusche enthalten nicht nur die Basisfrequenzen 50 Hz bzw. 60 Hz, sondern auch Obertöne mit einem Vielfachen der Basisfrequenzen (100/110 Hz, 150/160 Hz usw.). Je höher der Wert, desto höher ist die CPU-Auslastung. Durch Anpassen dieses Wertes wird die Zahl der zu filternden Obertonfrequenzen festgelegt. Beispiel: Wenn Sie 60 Hz als Frequenzwert wählen und für den Filterwert 4# einstellen, filtert die Option „DeHummer“ die Frequenz 60 Hz und drei Obertonfrequenzen (120 Hz, 240 Hz und 480 Hz), d. h. es werden insgesamt vier Frequenzen gefiltert – daher die Einstellung 4#. Je höher der Wert, desto mehr Verarbeitungsleistung ist erforderlich.
Verzögerung Effekt
Mit dem Verzögerungseffekt wird ein Echo der Töne eines Audioclips nach einer festgelegten Zeitspanne eingefügt. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
- Verzögerung
- Legt die Zeitspanne fest, nach der das Echo abgespielt wird. Der maximale Wert ist 2 Sekunden.
- Feedback
- Gibt einen Prozentsatz des verzögerten Signals an, der während der Verzögerung wieder hinzugefügt wird, um mehrere abklingende Echos zu erstellen.
- Mischen
- Steuert das Ausmaß des Echos.
DeNoiser Effekt
Mit dem DeNoiser-Effekt werden automatisch Bandstörungen erkannt und beseitigt. Verwenden Sie diesen Effekt, um Störungen aus analogen Aufzeichnungen, z. B. Magnetbandaufzeichnungen, zu entfernen. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
- Störpegel
- Gibt die Lautstärke (in Dezibel) des Störpegels beim Abspielen des Clips an.
- Einfrieren
- Stoppt die Störpegelschätzung beim aktuellen Wert. Verwenden Sie dieses Steuerelement, um Störungen aufzufinden, die bei einem Clip von Zeit zu Zeit auftreten.
- Reduzierung
- Gibt das Ausmaß der zu entfernenden Störungen innerhalb eines Bereichs von -20 bis 0 dB an.
- Verschiebung
- Legt einen Verschiebungswert zwischen dem automatisch erkannten Störpegel und dem durch den Anwender definierten Wert fest. Dieser ist auf einen Bereich zwischen -10 und +10 dB beschränkt. Die Verschiebung ermöglicht eine zusätzliche Kontrolle, wenn die automatische Störungsbehebung nicht ausreicht.
Dynamics Effekt
Der Dynamics-Effekt liefert einen Satz von Steuerelementen, die kombiniert oder unabhängig voneinander zum Anpassen der Audiodaten verwendet werden können. Sie verwenden entweder die grafischen Steuerelemente in der Ansicht „Benutzerdefiniertes Setup“ oder passen die Werte in der Ansicht „Individuelle Parameter“ an. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
- AutoGate
- Schneidet ein Signal ab, wenn der Pegel unter die festgelegte Schwelle sinkt. Verwenden Sie dieses Steuerelement, um unerwünschte Hintergrundsignale aus Aufnahmen zu entfernen (z. B. Hintergrundsignale in einem Sprechertext). Legen Sie fest, dass das Gate geschlossen wird, sobald der Lautsprecher stoppt, um alle anderen Töne zu entfernen. Die Farben der LED-Anzeige geben den Modus des Gate an: offen (grün), Öffnungszeit oder Schließzeit (gelb) und geschlossen (rot). Verwenden Sie die folgenden Steuerelemente für „Gate“:
- Schwellenwert
- Gibt den Pegel (zwischen –60 und 0 dB) an, den das Eingangssignal überschreiten muss, um das Gate zu öffnen. Wenn der Signalpegel unter dieses Niveau fällt, wird das Gate geschlossen und das Eingangssignal stumm geschaltet.
- Öffnungszeit
- Gibt die Zeitspanne an, die das Gate zum Öffnen braucht, nachdem der Signalpegel den Schwellenwert überschritten hat.
- Schließzeit
- Gibt die Zeitspanne (zwischen 50 und 500 Millisekunden) an, die das Gate zum Schließen braucht, nachdem der Signalpegel unter den Schwellenwert gefallen ist.
- Halten
- Gibt die Zeitspanne (zwischen 0,1 und 1000 Millisekunden) an, die das Gate geöffnet bleibt, nachdem der Signalpegel unter den Schwellenwert gefallen ist.
- Kompressor
- Gleicht den Dynamikbereich aus, um einen konsistenten Pegel während der Dauer des Clips zu erstellen, indem der Pegel leiser Töne erhöht und der Pegel lauter Töne gesenkt wird. Verwenden Sie die folgenden Steuerelemente für „Kompressor“:
- Schwellenwert
- Gibt den Pegel (zwischen –60 und 0 dB) an, den das Signal überschreiten muss, um eine Kompression zu starten. Pegel unterhalb dieses Schwellenwerts bleiben unberührt.
- Verhältnis
- Legt fest, welche Kompression (bis zu 8:1) angewendet wird. Wenn sich beispielsweise bei einem Verhältnis von 5:1 der Eingangspegel um 5 dB erhöht, erhöht sich das ausgegebene Signal um lediglich 1 dB.
- Öffnungszeit
- Gibt die Zeitspanne (zwischen 0,1 und 100 Millisekunden) an, die der Kompressor zum Reagieren auf ein Signal braucht, das den Schwellenwert überschreitet.
- Schließzeit
- Gibt die Zeitspanne (zwischen 10 und 500 Millisekunden) an, die benötigt wird, bis die Verstärkung wieder beim Originalpegel angelangt ist, wenn der Signalpegel unter den Schwellenwert gefallen ist.
- Automatisch
- Berechnet die Schließzeit auf der Basis des Eingangssignals.
- MakeUp
- Passt den Ausgangspegel des Kompressors (zwischen –6 und 0 dB) an, um den durch die Kompression verursachten Verstärkungsverlust zu berücksichtigen.
- Expander
- Reduziert alle Signale unterhalb des angegebenen Schwellenwerts auf das festgelegte Verhältnis. Das Ergebnis ähnelt dem Effekt des Steuerelements „Gate“, ist jedoch feiner. Verwenden Sie die folgenden Steuerelemente für „Expander“:
- Schwellenwert
- Gibt einen Pegel an, unter den das Signal fallen muss, um den Expander zu aktivieren. Pegel oberhalb dieses Schwellenwerts bleiben unberührt.
- Verhältnis
- Legt die Rate fest, mit der die Signale expandiert werden (bis zu 5:1). Wenn das Verhältnis beispielsweise 5:1 ist, wird ein Sinken des Pegels von 1 dB um 5 dB expandiert. Dies hat eine sehr viel schnellere Absenkung des Signals zur Folge.
- Begrenzer
- Reduziert die Übersteuerung in Audioclips, die Spitzen im Signal enthalten. Indem beispielsweise Spitzen ausgeschlossen werden, die in einer Audiodatei 0 dB überschreiten, muss der Gesamtpegel der Audiodaten nicht auf unter 0 dB reduziert werden, um eine Übersteuerung zu vermeiden. Verwenden Sie die folgenden Steuerelemente für Begrenzer:
- Schwellenwert
- Gibt den maximalen Signalpegel an, zwischen –12 und 0 dB. Alle Signale, die den Schwellenwert überschreiten, werden auf den Schwellenwertpegel gesenkt.
- Schließzeit
- Gibt die Zeitspanne (zwischen 10 und 500 Millisekunden) an, die die Verstärkung benötigt, um zum Normalpegel nach einem Clip zurückzukehren.
- SoftClip
- Reduziert die Übersteuerung ähnlich wie beim Begrenzer, es wird jedoch keine feste Begrenzung verwendet. Dieses Steuerelement fügt eine Kante zu einigen Signalen hinzu, um sie innerhalb eines Gesamtmix besser zu definieren.
EQ Effekt
Der EQ-Effekt wirkt wie ein parametrische Equalizer, d. h, er steuert Frequenz, Bandbreite und den Pegel unter Verwendung mehrerer Bänder. Der Effekt umfasst drei vollständige parametrische Mittelbänder, ein Hochband und ein Niedrigband. Das Niedrig- und das Hochband sind standardmäßig Kuhschwanzfilter. Die Verstärkung erfolgt konstant über die Frequenz. Über die Steuerung „Schwellenwertabgrenzung“ wird beim Niedrigband und beim Hochband von Kuhschwanzfiltern auf Schwellenwertabgrenzungsfilter umgeschaltet. Die Verstärkung ist auf -12 db pro Oktave festgelegt und im Schwellenwertabgrenzungsmodus deaktiviert.
Sie verwenden entweder die grafischen Steuerelemente in der Ansicht „Benutzerdefiniertes Setup“ oder passen die Werte in der Ansicht „Individuelle Parameter“ an. In der Ansicht „Benutzerdefiniertes Setup“ können Sie die Eigenschaften der Filterbänder im Frequenzfenster durch Ziehen der Bandgriffpunkte steuern. Jedes Band verfügt über ein Steuerelement für Frequenz und Verstärkung. Die Mittebänder verfügen über zwei zusätzliche Steuerelemente für das Anpassen des Q-Faktors. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
- Frequenz
- Gibt den Wert an, um den das Band erhöht oder abgesenkt werden soll (zwischen 20 und 20,000 Hz).
- Verstärkung
- Gibt den Wert an, um den das Band erhöht oder abgesenkt werden soll (zwischen –20 und 20 dB).
- Schwellenwertabgrenzung
- Ändert die Funktion des Filters vom Anheben bzw. Absenken des Frequenzbereichs (Kuhschwanzfilter) in die Schwellenwertabgrenzung.
- Q
- Gibt die Breite jedes Filterbands an (zwischen 0,05 und 5,0 Oktaven).
- Ausgabe
- Gibt den Verstärkungswert an, der für Erhöhungen oder Absenkungen der Frequenzbänder bei der Ausgabeverstärkung des EQ kompensiert werden soll.
Links auffüllen-Effekt, Rechts auffüllen-Effekt
„Links ausfüllen“ ist als „von der linken Seite ausfüllen“ zu verstehen, „Rechts ausfüllen“ als „von der rechten Seite ausfüllen“.Effekt Flanger
Flanger ist ein Audioeffekt, der sich aus dem Mischen einer variierenden, kurzen Verzögerung mit dem Originalsignal in annähernd gleichem Verhältnis ergibt. Dieser Effekt wurde ursprünglich erzielt, indem ein Audiosignal an zwei Spulentonbandgeräte gesendet wurde und dann die Spulen eines der Geräte physisch gebremst wurden. Der resultierende Sound ist phasenverschoben und zeitverzögert und kam vor allem für Psychedelic-Aufnahmen der sechziger und siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts zum Einsatz. Mit dem Effekt „Flanger“ können Sie ein ähnliches Ergebnis erzielen, indem Sie ein Signal leicht phasenverschieben und zeitlich verzögern. Dies kann in bestimmten oder zufälligen Intervallen erfolgen.
- LFO Type
- Gibt den Wellentyp für den Niedrigfrequenzoszillator an: Sinus, Rechteck oder Dreieck.
- Rate
- Gibt die Geschwindigkeit des Niedrigfrequenzoszillators an.
- Tiefe
- Gibt den Verstärkungsfaktor für die Wellenform der Modulation an, und steuert so die Effekttiefe.
- Mischen
- Stellt die Mischung zwischen dem Originalsignal (Direktsignal) und dem Flanger-Signal (Effektsignal) ein. Sie benötigen einen Teil beider Signale, um die charakteristische Annullierung und Verstärkung zu erzielen, die für diesen Effekt typisch ist. Hat „Original“ den Wert 100 %, entsteht kein Flanger-Effekt. Hat „Verzögert“ den Wert 100%, ergibt sich ein an- und abschwellender Ton wie bei einem schlechten Kassettenrekorder.
- Feedback
- Bestimmt den Prozentsatz, mit dem das Flanger-Signal wieder in den Flanger geschickt wird. Ohne Rückkopplung verwendet der Effekt nur das Originalsignal. Wenn Sie eine Rückkopplung definieren, verwendet der Effekt einen prozentualen Anteil des verarbeiteten Signals vor dem aktuellen Wiedergabepunkt.
- Verzögerung
- Stellt den Punkt in Millisekunden ein, an dem der Flanger-Effekt nach dem Originalsignal einsetzt. Der Flanger-Effekt tritt im Zeitverlauf zyklisch zwischen der anfänglichen Verzögerungseinstellung und einer zweiten (abschließenden) Verzögerungseinstellung auf.
Hoch- und Tiefpassfilter
Mit dem Hochpasseffekt werden Frequenzen unterhalb der festgelegten Frequenz für die Schwellenwertabgrenzung entfernt. Mit dem Tiefpasseffekt werden Frequenzen oberhalb der festgelegten Frequenz für die Schwellenwertabgrenzung entfernt. Die Effekte „Hochpass“ und „Tiefpass“ sind für 5.1-, Stereo- und Monoclips verfügbar.
Umkehren (Audio) Effekt
Mit dem Umkehreffekt (Audio) wird die Phase aller Kanäle umgekehrt. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
MultibandCompressor Effekt
Der MultibandCompressor-Effekt ist ein Dreibandkompressor mit Steuerungen für jedes Band. Verwenden Sie diesen Effekt anstelle des Kompressors in Dynamics, wenn Sie einen Kompressor mit weicherem Ton benötigen.
Sie verwenden entweder die grafischen Steuerelemente in der Ansicht „Benutzerdefiniertes Setup“ oder passen die Werte in der Ansicht „Individuelle Parameter“ an. In der Ansicht „Benutzerdefiniertes Setup“ werden die drei Bänder (Niedrig, Mittel, Hoch) im Frequenzfenster angezeigt. Sie steuern die Verstärkung für jedes Band über Griffpunkt für die Makeup-Verstärkung und den Frequenzbereich. Die Griffpunkt des mittleren Bandes bestimmen die Übergangsfrequenz der Bänder. Ziehen Sie die Griffpunkte, um die entsprechende Frequenz anzupassen. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
- Solo
- Gibt nur das aktive Band wieder.
- MakeUp
- Passt den Pegel an (in Dezibel).
- Bandauswahl
- Wählt ein Band aus. Klicken Sie in der Grafiksteuerung auf ein Band, um es zu markieren.
- Übernahmefrequenz
- Erhöht den Frequenzbereich für das ausgewählte Band.
- Ausgabe
- Legt die Anpassung der Ausgabeverstärkung fest, die die durch die Kompression verursachte Absenkung oder Erhöhung der Verstärkung kompensieren soll. Dies unterstützt die Erhaltung der Mischung der einzelnen Verstärkungseinstellungen.
Verwenden Sie die folgenden Steuerelemente für jedes Band:
- Schwellenwert 1-3
- Gibt den Pegel (zwischen –60 und 0 dB) an, den das Eingangssignal überschreiten muss, um eine Kompression zu starten.
- Verhältnis 1-3
- Gibt das Kompressionsverhältnis an (bis zu 8:1).
- Öffnungszeit 1-3
- Gibt die Zeitspanne (zwischen 0,1 und 10 Millisekunden) an, die der Kompressor zum Reagieren auf ein Signal braucht, das den Schwellenwert überschreitet.
- Schließzeit 1-3
- Gibt die Zeitspanne an, die die Verstärkung benötigt, um zum Originalpegel zurückzukehren, wenn der Signalpegel unter den Schwellenwert gefallen ist.
Multitap-Verzögerung Effekt
Der Effekt „Multitap-Verzögerung“ fügt bis zu vier Echos des Originaltons zum Clip hinzu. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
- Verzögerung 1-4
- Bestimmt das zeitliche Intervall zwischen dem Originalton und seinem Echo. Der maximale Wert ist 2 Sekunden.
- Feedback 1-4
- Gibt einen Prozentsatz des verzögerten Signals an, der während der Verzögerung wieder hinzugefügt wird, um mehrere abklingende Echos zu erstellen.
- Tonwert 1-4
- Steuert die Lautstärke des Echos.
- Mischen
- Steuert das Ausmaß des verzögerten und des nicht verzögerten Echos.
Effekt Leitungsrauschen
Mit diesem Effekt werden Frequenzen entfernt, die sich nahe dem angegebenen Mittelpunkt befinden. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
- Mitte
- Legt die zu entfernende Frequenz fest. Wenn Sie Leitungsrauschen unterdrücken wollen, geben Sie einen Wert ein, der mit der Stromleitungsfrequenz des elektrischen Systems übereinstimmt, in dem der Clip aufgezeichnet wurde. In Deutschland und in den meisten anderen Ländern beträgt die Wechselstromfrequenz 50 Hz, in Nordamerika und Japan jedoch 60 Hz.
- Q
- Legt den betroffenen Frequenzbereich fest. Ein niedriger Wert erstellt ein enges Band; ein hoher Wert erstellt ein breites Band.
Parametrischer EQ Effekt
Der Effekt „Parametrischer EQ“ erhöht Frequenzen um die angegebene Frequenzmitte herum bzw. senkt sie ab. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
- Mitte
- Gibt die Frequenz im Mittelpunkt des festgelegten Bereichs an.
- Q
- Legt den betroffenen Frequenzbereich fest. Ein niedriger Wert erstellt ein enges Band; ein hoher Wert erstellt ein breites Band. Das Ausmaß, um das Frequenzen angepasst werden, wird über die Eigenschaft „Verstärken“ in Dezibel festgelegt. Der Parameter „Verstärken“ legt fest, um wie viel die angegebene Breite in Dezibel angepasst werden soll.
- Verstärken
- Gibt den Wert an, um den der Frequenzbereich erhöht oder abgesenkt werden soll (zwischen –24 und +24 dB).
Die Optimierung von Audio mit dem Effekt „Parametrischer EQ“ in Adobe Premiere Pro und Audition CS5.5 wird in diesem Video-Lernprogramm von Andrew Devis erläutert.
Phaser-Effekt
Der Phaser-Effekt nimmt einen Teil des ankommenden Signals, verschiebt die Phase um einen unterschiedlichen Grad und mischt sie zurück zum ursprünglichen Signal. Das Ergebnis ist eine teilweise Kürzung des Frequenzspektrums, was dem Phaser seinen charakteristischen Klang gibt, der als Kennzeichen der Motown-Funky-Gitarren wohlbekannt ist.
- LFO (Low Frequency Oscillator) Typ
- Die Auswahl von Sine, Rect oder Tri legt die Wellenform des Niedrigfrequenzoszillators fest, der für die Modulierung der Phasenverschiebung verwendet wird.
- Rate
- Legt die Geschwindigkeit des Niedrigfrequenzoszillators fest. Bereiche von 0 bis 10.
- Tiefe
- Legt den Verstärkungsfaktor für die Wellenform der Modulation fest, und steuert so die Effekttiefe. Bereiche von 0 bis 100%.
- Verzögerung
- Um eine Vielzahl möglicher Effekte zu erreichen, wird das phasenverschobene Signal gegenüber dem ursprünglichen Signal verzögert. Die Verzögerungseigenschaft legt die Zeit für die Verzögerung fest. Bereiche von 0,1 bis 4,0 ms.
- Feedback
- Legt den Umfang des phasenverschobenen Signals fest, der in das Eingangssignal gemischt wird. Durch die Verwendung negativer Werte wird die Phase erneut im 180 Grad umgekehrt. Bereiche von -50 bis 50.
- Mischen
- Legt den Anteil des Trocken- und Effektsignals fest. Die Einstellung 100% entspricht einem Verhältnis von 1/a, während bei einer Einstellung von 0 das Effektsignal unnötig ist. Bereiche von 0 bis 100%.
PitchShifter Effekt
Der PitchShifter-Effekt passt die Tonhöhe des Eingangssignals an. Sie verwenden diesen Effekt, um hohe Stimmen tiefer klingen zu lassen oder umgekehrt. Sie können jede Eigenschaft entweder über die grafischen Steuerelemente in der Ansicht „Benutzerdefiniertes Setup“ oder durch Ändern der Werte in der Ansicht „Individuelle Parameter“ anpassen. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
- Pitch
- Gibt die Tonhöhenänderung in Halbtonschritten an. Der anpassbare Bereich liegt zwischen -12 und +12 Halbtönen.
- Feinabstimmung
- Bestimmt die Feinabstimmung zwischen dem Halbtonraster der Eigenschaft „Pitch“.
- FormantPreserve
- Verhindert, dass die formgebenden Elemente im Audioclip verändert werden. Sie können beispielsweise diese Steuerung verwenden, um die Tonhöhe einer hohen Stimme zu erhöhen, ohne dass diese wie die Stimme einer Comicfigur wirkt.
Widerhall Effekt
Der Halleffekt lässt einen Audioclip stimmungsvoller und wärmer wirken, indem er den Ton wie in einem Raum abgespielt klingen lässt. Sie verwenden entweder die grafischen Steuerelemente in der Ansicht „Benutzerdefiniertes Setup“ oder passen die Werte in der Ansicht „Individuelle Parameter“ an. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
- PreDelay
- Legt die Zeitspanne zwischen dem Signal und dem Widerhall fest. Diese Einstellung entspricht der Entfernung, die ein Ton bis zur reflektierenden Wand und zurück für einen Hörer in einer echten Umgebung zurücklegt.
- Absorption
- Gibt den Prozentsatz an, zu dem der Ton absorbiert wird.
- Größe
- Gibt die Größe des Raums als Prozentwert an.
- Dichte
- Gibt die Dichte des Widerhall-Nachklangs an. Der Wert „Größe“ bestimmt den Bereich, den Sie für „Dichte“ einstellen können.
- NF dämpfen
- Legt das Ausmaß der Dämpfung niedriger Frequenzen (in Dezibel) fest. Durch das Dämpfen niedriger Frequenzen wird verhindert, dass der Widerhall poltert oder verschwommen klingt.
- HF dämpfen
- Legt das Ausmaß der Dämpfung hoher Frequenzen (in Dezibel) fest. Niedrige Werte lassen den Widerhall weicher klingen.
- Mischen
- Steuert das Ausmaß des Widerhalls.
Effekt „Spektralstörgeräuschminderung"
Der Algorithmus für Spectral Noise Reduction verwendet drei Filter für Leitungsrauschen, um Störungen aus Audiosignalen zu entfernen. Sie können so Geräusche aus Originalfootage löschen, z. B. Summ- oder Flüstertöne.
- Freq (1-3)
- Gibt die mittlere Frequenz für jeden Leitungsrausch-Filter an.
- Rauschminderung (1-3)
- Gibt die Eingangsverstärkung an, bei der die Farbe Rot im Messinstrument für eine bestimmte Spur angezeigt wird.
- Filter (1-3)
- Aktiviert den entsprechenden Filter.
- MaxLevel
- Gibt die Verstärkungsabnahme für jeden Leitungsrausch-Filter an, und steuert damit die aus dem Signal entfernte Störungsmenge.
- CursorMode
- Aktiviert die Anpassung der Filterfrequenz per Cursor.
Kanäle vertauschen Effekt
Mit dem Effekt „Kanäle vertauschen“ werden die Informationen des linken und des rechten Kanals vertauscht. Nur für Stereoclips anwendbar.
Höhen Effekt
Mit dem Höheneffekt können Sie höhere Frequenzen (4000 Hz und höher) erhöhen oder absenken. Unter „Verstärken“ wird das Ausmaß in Dezibel angegeben, um das die Frequenz erhöht oder gesenkt werden soll. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
Lautstärke Effekt
Verwenden Sie den Lautstärkeeffekt anstelle des fixierten Lautstärkeeffekts, wenn Sie die Lautstärke vor anderen Standardeffekten rendern möchten. Der Lautstärkeeffekt erstellt eine Umhüllung für einen Clip, so dass Sie den Audiopegel ohne Übersteuerung erhöhen können. Eine Übersteuerung tritt auf, wenn das Signal den für Ihre Hardware akzeptablen Dynamikbereich überschreitet. Dies führt oft zu einem verzerrten Ton. Positive Werte bedeuten eine zunehmende Lautstärke, negative Werte eine abnehmende Lautstärke. Dieser Effekt unterstützt 5.1-, Stereo- und Monoclips.
Audio-Crossfade-Überblendungen
Siehe auch Arbeiten mit Audioüberblendungen.
Konstante Verstärkung, Überblendung
Beim Crossfade „Konstante Verstärkung“ werden Audiodaten bei Überblendungen zwischen Clips konstant ein- und ausgeblendet. Dies kann u. U. zu abrupten Klangänderungen führen.
Konstante Leistung, Überblendung
Beim Crossfade „Konstante Leistung“ wird eine gleichmäßige allmähliche Überblendung angewendet, die dem Übergang „Weiche Blende“ zwischen Videoclips ähnelt. Der Crossfade verringert die Audiodaten des ersten Clips zuerst langsam und bricht am Ende der Überblendung dann abrupt ab. Für den zweiten Clip werden die Audiodaten zuerst schnell verstärkt, zum Ende der Überblendung dann jedoch immer langsamer.
Exponentielle Überblendung
Bei der exponentiellen Überblendung wird der erste Clip über eine glatte logarithmische Kurve ausgeblendet, während der zweite Clip über eine glatte logarithmische Kurve eingeblendet wird. Wenn Sie eine Option aus dem Steuerungsmenü „Ausrichtung“ auswählen, können Sie die Position der Überblendung festlegen.
