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Animation mit Marionettenwerkzeugen


 
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  • Marionettenwerkzeuge – Überblick und Ressourcen
  • Manuelle Animation eines Bilds mit den Marionettenwerkzeugen
  • Aufzeichnung von Animationen durch Skizzieren von Bewegungen mit dem Marionetten-Pin-Werkzeug
  • Erstellung von Umrissen mit dem Marionetteneffekt
  • Arbeiten mit Marionetten-Pins und dem Verzerrungsgitter
  • Marionette-überlappen-Einstellungen
  • Marionette-Stärke-Einstellungen
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    Marionettenwerkzeuge – Überblick und Ressourcen

    Mit den Marionettenwerkzeugen können Rasterbilder und Vektorgrafiken einschließlich Standbilder, Formen und Textzeichen schnell mit natürlicher Bewegung versehen werden.

    Hinweis: Die Marionettenwerkzeuge sind funktionsmäßig Teil eines Effekts (dem Marionetteneffekt). Sie wenden diesen Effekt jedoch nicht über das Menü „Effekt“ oder das Effekte- und Vorgabenfenster an. Mit den Marionettenwerkzeugen im Werkzeugfenster kann der Effekt direkt im Ebenenfenster bzw. Kompositionsfenster angewendet und genutzt werden.

    Die Wirkung des Marionetteneffekts beruht auf der Deformation von Bildteilen entsprechend der Position von Punkten, die von Ihnen angeordnet und verschoben werden können. Mittels dieser Punkte wird festgelegt, welche Bildteile verschoben werden sollen, welche Teile unverändert bleiben und welche Teile bei Überlappungen im Vordergrund anzuordnen sind.

    Die verschiedenen Marionettenwerkzeuge dienen jeweils zum Anordnen und Ändern einer speziellen Punktart:

    Marionetten-Pin-Werkzeug
    Mit diesem Werkzeug können Deformationspunkte angeordnet und verschoben werden.

    Marionette-überlappen-Werkzeug
    Mit diesem Werkzeug können Überlappungspunkte platziert werden, mit denen angezeigt wird, welche Bildteile im Vordergrund erscheinen sollen, wenn sich Teile des Bildes durch Verzerrungen überlappen.

    Marionette-Stärke-Werkzeug
    Mit diesem Werkzeug ist die Platzierung von Verstärkungspunkten zur Versteifung von Bildteilen möglich, sodass diese weniger verzerrt werden.

    Ein durch die Platzierung von Deformationspunkten erstelltes Gitter (links) und das Ergebnis nach dem Ziehen eines Deformationspunkts
    Beim Platzieren des ersten Punkts wird der Bereich innerhalb eines Umrisses automatisch in ein Gitter aus Dreiecken zerlegt. Ein Umriss ist nur sichtbar, wenn der Marionetteneffekt angewendet worden ist und sich ein Marionettenwerkzeug-Zeiger über dem vom Umriss definierten Bereich befindet. (Siehe Erstellung von Umrissen mit dem Marionetteneffekt.) Alle Gitterteile werden zudem auch mit den Bildpixeln verknüpft, sodass die Pixel zusammen mit dem Gitter verschoben werden.
    Hinweis: Klicken Sie zum Anzeigen des Gitters im Werkzeugfenster auf „Anzeigen“.

    Beim Verschieben von mindestens einem Deformationspunkt wird die Gitterform der Bewegung angepasst. Das Gesamtgitter bleibt dabei weitgehend unverändert. Als Ergebnis wird durch eine Bewegung in einem Bildteil eine natürliche, naturgetreue Bewegung in anderen Bildteilen bewirkt.

    Wenn die Deformationspunkte z. B. an den Füßen und Händen einer Person platziert werden und anschließend eine Hand zum Winken bewegt wird, erfolgt wie in der realen Welt eine große Bewegung in dem entsprechenden Arm, aber eine relativ kleine Bewegung in der Taille.

    Bei Auswahl eines einzelnen animierten Deformationspunkts sind dessen Positions-Keyframes im Kompositionsfenster und im Ebenenfenster als Bewegungspfad sichtbar. Diese Bewegungspfade können wie alle anderen Bewegungspfade bearbeitet werden, z. B. lassen sich Keyframes als zeitlich nicht fixiert einrichten. (Siehe Glätten von Bewegungen mit zeitlich nicht fixierten Keyframes.)

    Auf eine Ebene können mehrere Gitter gelegt werden. Mehrere Gitter auf einer Ebene sind hilfreich für die individuelle Deformation mehrerer Bildteile, z. B. Textzeichen, und für die verschieden starke Deformation mehrerer Instanzen eines bestimmten Bildteils.

    Das ursprüngliche, unverzerrte Gitter wird für den aktuellen Frame zum Zeitpunkt der Effektanwendung berechnet. Das Gitter wird nicht verändert, wenn es sich um Bewegungen in einer Ebene auf der Grundlage von Filmfootage handelt, und es wird nicht aktualisiert, wenn ein Quellfootageelement einer Ebene ausgetauscht wird.

    Hinweis: Animieren Sie nicht die Position oder die Skalierung einer durchgehend gerasterten Ebene mit Ebenentransformationen, wenn Sie die Ebene gleichzeitig mit Marionettenwerkzeugen animieren. Die Renderreihenfolge für durchgehend gerasterte Ebenen, wie Formebenen und Textebenen, unterscheidet sich von der Renderreihenfolge für Rasterebenen. Sie können eine Unterkomposition der Formebene erstellen und die Marionettenwerkzeuge auf der Unterkompositionsebene verwenden. Alternativ können Sie die Marionettenwerkzeuge zum Transformieren der Formen innerhalb der Ebene einsetzen. (Siehe Renderreihenfolge und Falten der Transformationen und Kontinuierliches Rastern einer Ebene mit Vektorgrafiken.)

    Die mit den Marionettenwerkzeugen erzeugte Bewegung wird mit Bewegungsunschärfe aufgenommen, wenn diese für die Ebene und Komposition aktiviert ist. Die Anzahl der verwendeten Samples beträgt die Hälfte des in „Samples pro Frame“ angegebenen Werts. (Siehe Bewegungsunschärfe.)

    Die Positionen von Deformationspunkten können über Expressions mit Motion-Tracking-Daten, Audioamplituden-Keyframes und beliebigen anderen Eigenschaften verknüpft werden.

    Online-Ressourcen für die Marionettenwerkzeuge

    Einen Video-Lehrgang zum Verwenden der Marionettenwerkzeuge finden Sie auf der Adobe-Website.

    Trish und Chris Meyer geben auf der ProVideo Coalition-Website Tipps zur Verwendung der Marionettenwerkzeuge.

    Aharon Rabinowitz bietet einen Lehrgang auf der Creative COW-Website an, der einen kreativen Weg darstellt, die Marionettenwerkzeuge mit einem Partikelgenerator zu verwenden, um die Luftströmung über einem Auto zu simulieren.

    Eran Stern zeigt in einem Video-Lehrgang auf der Creative COW-Website, wie ein Objekt per Marionettennadel-Werkzeug dupliziert werden kann.

    Richard Harrington bietet einen zweiteiligen Video-Lehrgang an, in dem erläutert wird, wie Sie ein Bild in Photoshop für die Animation mit den Marionettenwerkzeugen in After Effects vorbereiten:

    • Teil 1

    • Teil 2

    Robert Powers bietet auf der Slippery Rock NYC-Website einen Video-Lehrgang an, der die Verwendung von übergeordneten Objekten und Marionettentools für die Animation einer Figur zeigt.

    Dave Scotland bietet auf der CG Swot-Website einen Video-Lehrgang an, der die Erstellung einer Figurenaninimationsschleife mithilfe der Marionettentools zeigt.

    Kert Gartner bietet auf der VFX Haiku-Website einen Video-Lehrgang an, der zeigt, wie Bilder organisch mithilfe der Expressionmethode Verwackeln auf Marionetten-Pins bewegt werden.

    Daniel Gies stellt eine detaillierte Serie von Videoschulungen bereit, in denen er die Verwendung invertierter Kinematik und der Marionettenwerkzeuge für das Manipulieren und Animieren von Figuren zeigt.

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    Manuelle Animation eines Bilds mit den Marionettenwerkzeugen

    Der Stoppuhrschalter wird automatisch auf die Eigenschaft „Position“ eines Deformationspunkts eingestellt, sobald der Punkt erstellt wird. Deshalb wird bei jeder Änderung der Position eines Deformationspunkts ein Keyframe eingestellt bzw. geändert. Bei den meisten anderen Eigenschaften in After Effects muss der Stoppuhrschalter dagegen explizit durch Hinzufügen eines Keyframes oder einer Expression für die Animation der jeweiligen Eigenschaft eingestellt werden. Durch die automatische Animation lassen sich Deformationspunkte bequem im Kompositionsfenster oder Ebenenfenster hinzufügen und animieren, ohne dass die Eigenschaften im Zeitleistenfenster bearbeitet werden müssen.

    1. Wählen Sie die Ebene aus, die das zu animierende Bild enthält.
    2. Führen Sie im Kompositionsfenster oder Ebenenfenster mit dem Marionetten-Pin-Werkzeug einen der folgenden Schritte aus:
      • Klicken Sie zur Anwendung des Marionetteneffekts auf ein beliebiges, nichttransparentes Pixel einer Rasterebene und erstellen Sie ein Gitter für den durch das Abpausen des Alphakanals der Ebene entstandenen Umriss.

      • Klicken Sie auf eine Vektorebene in einem geschlossenen Pfad, um den Marionetteneffekt anzuwenden, und erstellen Sie ein Gitter für den durch diesen Pfad definierten Umriss.

      • Klicken Sie auf eine geschlossene, ungeschützte Maske, um den Marionetteneffekt anzuwenden, und erstellen Sie ein Gitter für den durch den Maskenpfad definierten Umriss.

      • Klicken Sie außerhalb aller geschlossenen Pfade auf eine Vektorebene, um den Marionetteneffekt anzuwenden, ohne dass ein Gitter erstellt wird. Es werden Umrisse für Ebenenpfade erstellt, allerdings ist ein Umriss nur sichtbar, wenn sich ein Marionettenwerkzeug-Zeiger über dem vom Umriss definierten Bereich befindet. Positionieren Sie den Zeiger über dem von einem Pfad eingeschlossenen Bereich, um den Umriss anzuzeigen, in dem beim Anklicken dieses Punkts ein Gitter erstellt wird. (Siehe Erstellung von Umrissen mit dem Marionetteneffekt.) Klicken Sie zur Erstellung eines Gitters in einen Umriss.

      An der zur Gittererstellung angeklickten Stelle wird ein Deformationspunkt platziert.

      Hinweis: Wenn ein Bild so komplex ist, dass mit dem aktuellen Dreieckswert über den Marionetteneffekt kein Gitter erstellt werden kann, wird im Infofenster die Meldung „Fehler beim Erstellen des Gitters“ angezeigt. Erhöhen Sie in diesem Fall den Dreieckswert im Werkzeugfenster und versuchen sie es erneut.
    3. Klicken Sie zum Hinzufügen weiterer Deformationspunkte auf mindestens einen Punkt im Umriss.

      Versuchen Sie, das gewünschte Ergebnis mit so wenig wie möglich Punkten zu erzielen. Die natürlichen Deformationseigenschaften des Marionetteneffekts können verloren gehen, wenn das Bild zu stark beschränkt wird. Fügen Sie nur in den Bildteilen Punkte ein, die Sie konkret steuern möchten. Wenn z. B. eine winkende Person animiert werden soll, sollte an beiden Füßen (zur Stabilisierung auf dem Erdboden) und an der winkenden Hand jeweils ein Punkt hinzugefügt werden.

    4. Wechseln Sie zu einem anderen Zeitpunkt in der Komposition und verschieben Sie die Position eines oder mehrerer Deformationspunkte, indem Sie sie mit dem Marionetten-Pin-Werkzeug in das Kompositions- oder Ebenenfenster ziehen. Wiederholen Sie diesen Schritt, bis Ihre Animation vollständig ist.

    Sie können die Bewegungspfade der Deformationspunkte ändern, indem Sie dieselben Techniken anwenden, die Sie auch für das Ändern anderer Bewegungspfade verwenden.

    Hinweis: After Effects CS6 zeichnet nicht mehr die getönte Füllung für den Bereich der Originalebene, wenn das Marionetten-Pin-Werkzeug darübergehalten wird.
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    Aufzeichnung von Animationen durch Skizzieren von Bewegungen mit dem Marionetten-Pin-Werkzeug

    Sie können den Bewegungspfad eines oder mehrerer Deformationspunkte mit einer von Ihnen angegebenen Geschwindigkeit in Echtzeit skizzieren, ähnlich dem Skizzieren des Bewegungspfads einer Ebene mit „Bewegung skizzieren“.

    Wenn Ihre Komposition Audio enthält, kann die Bewegung zeitsynchron zum Audio skizziert werden.

    Vor dem Beginn der Bewegungsaufzeichnung sollten Sie die Aufzeichnungseinstellungen konfigurieren. Klicken Sie zum Öffnen des Dialogfelds „Aufzeichnungsoptionen für Marionetten“ auf „Aufnahmeoptionen“ im Werkzeugfenster.

    Geschwindigkeit
    Das Verhältnis der Geschwindigkeit der aufgezeichneten Bewegung zur Wiedergabegeschwindigkeit. Wenn die Geschwindigkeit auf 100 % eingestellt ist, wird die Bewegung mit der Geschwindigkeit wiedergegeben, mit der sie aufgenommen wurde. Wenn die Geschwindigkeit auf mehr als 100 % eingestellt ist, wird die Bewegung langsamer wiedergegeben als sie aufgenommen wurde.

    Glätten
    Zum Löschen weiterer überflüssiger Keyframes aus dem gezeichneten Bewegungspfad kann dieser Wert höher eingestellt werden. Durch die Erstellung weniger Keyframes ergibt sich eine glattere Bewegung.

    Entwurfsdeformation verwenden
    Für den während der Aufzeichnung angezeigten verzerrten Umriss werden keine Verstärkungspunkte berücksichtigt. Die Option kann bei komplexen Gittern die Leistung verbessern.

    Hinweis: Bei diesem Verfahren wird davon ausgegangen, dass Sie bereits Deformationspunkte in dem zu animierenden Objekt positioniert haben. Informationen zum Positionieren von Deformationspunkten finden Sie unter Manuelle Animation eines Bilds mit den Marionettenwerkzeugen.
    1. Wählen Sie einen oder mehrere Deformationspunkte aus.
    2. Wechseln Sie zu dem Zeitpunkt, an dem die Bewegungsaufzeichnung begonnen werden soll.
    3. Halten Sie im Kompositions- oder Ebenenfenster die Strg-Taste (Windows) bzw. die Befehlstaste (Mac OS) gedrückt, um das Marionette-skizzieren-Werkzeug zu aktivieren. Ziehen Sie die Punkte bei gedrückter Strg-Taste (Windows) bzw. Befehlstaste (Mac OS), um Sie zu animieren.

      Die Aufzeichnung der Bewegung beginnt, wenn Sie zu Beginn des Ziehvorgangs klicken. Die Aufzeichnung wird beendet, wenn Sie die Maustaste loslassen.

      Die Farbe des Umrisses für das Gitter, für das die Bewegung skizziert wird, ist dieselbe wie die des Punkts (gelb). Referenzumrisse für andere Gitter auf derselben Ebene sind in der Farbe des Ebenenlabels dargestellt.

      Die Zeitmarke wird wieder an den Zeitpunkt zurückgesetzt, zu dem die Aufzeichnung begann, sodass die Aufzeichnung mit mehr Deformationspunkten wiederholt oder mit denselben Punkten erneut durchgeführt werden kann.

    Sie können die Bewegungspfade der Deformationspunkte ändern, indem Sie dieselben Techniken anwenden, die Sie auch für das Ändern anderer Bewegungspfade verwenden. Der Bewegungspfad für einen Punkt wird nur angezeigt, wenn nur der Punkt ausgewählt ist.

    Sie können mehrere duplizierte Gitter erstellen und für jedes Gitter Bewegungen skizzieren. Wenn mehrere Gitter in derselben Marionetteneffekt-Instanz existieren, können für ein Gitter Bewegungen skizziert und gleichzeitig die Referenzumrisse der anderen Gitter angezeigt werden. Dadurch können Sie deren Bewegungen folgen, entweder nur grob oder genau.
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    Erstellung von Umrissen mit dem Marionetteneffekt

    Bei der Erstellung eines Marionettengitters werden dessen Grenzen durch einen Umriss bestimmt, der durch eine der folgenden Arten von geschlossenen Pfaden definiert werden kann:

    • Ein ungeschützter Maskenpfad

    • Ein Formenpfad auf einer Formebene

    • Ein Textzeichenumriss

    Für Ebenen ohne ungeschützte Masken, Formen oder Textzeichen wird für die Erstellung der Pfade auf der Grundlage des Alphakanals beim Anwenden des Marionetteneffekts der Pausstift verwendet. Diese Pfade werden vom Marionetteneffekt nur für die Bestimmung von Umrissen genutzt und in der Ebene nicht als Masken dargestellt. Bei Rasterebenen ohne Alphakanal ergibt sich ein einziger rechteckiger Pfad um die Grenzen der Ebene. Für komplexe Bilder oder für die Konfiguration der Pausstift-Einstellungen ist vor der Anwendung der Marionettenwerkzeuge der Pausstift zu verwenden. (Siehe Erstellen einer Maske aus Kanalwerten mit dem Befehl „Pausstift“.)

    Textzeichen, die aus mehreren nicht miteinander verbundenen geschlossenen Pfaden bestehen (z. B. der Buchstabe i), werden wie mehrere einzelne Pfade behandelt.

    Für die Bestimmung von Umrissen wird nur der Pfad verwendet, nicht die Kontur von Formen oder Zeichen. Um eine aus derartigen Elementen erstellte Kontur in ein Gitter einzuschließen, ist der Ausbreitungswert zu erhöhen. Der Standardwert von drei Pixeln für die Ausbreitung umfasst eine Kontur, die sich maximal drei Pixel von ihrem Pfad ausdehnt.

    Bringen Sie bei aktivierter Option „Auf Transparenz malen“ mit dem Pinsel Malstriche auf eine Ebene auf. Wenn diese Maloption aktiviert ist, wird eine Rasterebene erstellt, die nur Malstriche enthält und über einen Alphakanal definiert ist. Mit den Marionettenwerkzeugen können dann die Malstriche animiert werden. Verwenden Sie keine Maske für die Ebene.

    Wenn sich mehrere Masken, Formen oder Zeichen auf derselben Ebene überlappen, wird aus der Vereinigungsmenge der sich überlappenden Formen, Zeichen oder Masken ein Umriss erstellt. Wenn ein Textzeichen oder eine Form von einer Maske überlappt wird, werden Umrisse für das gesamte Zeichen bzw. die gesamte Form erstellt, und zwar sowohl für den innerhalb der Maske befindlichen Teil des Zeichens bzw. der Form als auch für die Maske selbst.

    Um mehrere nicht miteinander verbundene Zeichen oder Formen als ein Objekt zu verzerren, umgeben Sie die einzelnen Objekte mit einer Maske (Maskenmodus auf „Ohne“ einstellen) und erstellen Sie das Gitter mit dem Maskenpfad als Umriss. Nach der Erstellung des Gitters kann die Maske gelöscht werden.

    Wenn der Marionetteneffekt bereits auf eine Ebene angewendet worden ist, werden die Umrisse gelb markiert, wenn sich ein Marionettenwerkzeug-Zeiger darüber befindet. Sie können den Umriss auswählen, in dem der Anfangspunkt für die Erstellung eines Gitters positioniert wird. Bei jedem Klick in einen Umriss mit einem Marionettenwerkzeug wird ein Gitter erstellt.

    Wenn noch kein Marionetteneffekt auf eine Ebene angewendet worden ist, sind noch keine Umrisse für diese Ebene berechnet worden. Beim Klicken werden vom Marionetteneffekt die Umrisse berechnet und es wird bestimmt, ob Sie in einen Umriss geklickt haben. Falls ja, wird ein Gitter erstellt, das über den Umriss definiert ist, in den Sie geklickt haben. Andernfalls kann der Zeiger in der Ebene bewegt werden, um den Umriss auszuwählen, in dem ein Punkt positioniert und ein Gitter erstellt werden soll. Durch das Bewegen des Zeigers in der Ebene sehen Sie die Umrisse zahlreicher Objekte und können bestimmen, welche Umrisse Sie zum Erstellen eines Gitters verwenden möchten.

    Der Umriss der Vereinigungsmenge zweier Formenpfade (angezeigt durch gelbe Markierung) ist sichtbar, weil sich der Marionettenwerkzeug-Zeiger innerhalb des durch den Umriss definierten Bereichs befindet.
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    Arbeiten mit Marionetten-Pins und dem Verzerrungsgitter

    • Wählen Sie „Anzeigen“ im Bereich Optionen des Werkzeugfensters.
    • Klicken Sie zur Auswahl bzw. zum Verschieben eines Punkts mit dem Verschieben-Werkzeug auf den Punkt oder ziehen Sie den Punkt damit. Positionieren Sie zur Aktivierung des Verschieben-Werkzeugs den Zeiger auf einem Punkt während entweder das Auswahl-Werkzeug oder das entsprechende Marionettenwerkzeug aktiv ist.
    • Zur Auswahl mehrerer Punkte klicken Sie bei gedrückter Umschalttaste darauf oder ziehen Sie mit dem Rahmen-Auswahlwerkzeug ein Auswahlrechteck um die entsprechenden Punkte. Positionieren Sie zur Aktivierung des Rahmen-Auswahlwerkzeugs den Zeiger für ein Marionettenwerkzeug außerhalb aller Gitter und Umrisse oder halten Sie die Alt-Taste (Windows) bzw. die Wahltaste (Mac OS) gedrückt.
    • Wählen Sie zur Auswahl aller gleichartigen Punkte (Deformation, Verstärkung oder Überlappung) einen Punkt dieser Art aus und drücken Sie die Strg-Taste + A (Windows) bzw. die Befehlstaste + A (Mac OS).
    • Drücken Sie zum Löschen ausgewählter Punkte die Entf-Taste. Wenn der Punkt mehrere Keyframes hat und nur der Keyframe für die aktuelle Zeit ausgewählt ist, wird mit der Entf-Taste nur dieser Keyframe gelöscht. Bei nochmaliger Betätigung der Entf-Taste wird der Punkt gelöscht.
    • Um die Deformationspunkte auf ihre ursprünglichen Positionen zum aktuellen Zeitpunkt zurückzusetzen, klicken Sie im Zeitleisten- oder Effekteinstellungsfenster auf „Zurücksetzen“ für den Marionetteneffekt. Klicken Sie zum Löschen aller Punkte und Gitter aus einer Instanz des Marionetteneffekts nochmals auf „Zurücksetzen“.
      In manchen Fällen soll ein Bild aus einer Anfangsposition über eine Zwischenposition und wieder zurück zur Anfangsposition animiert werden. Anstatt die Punkte am Ende der Animation manuell wieder zur Anfangsposition zurückzuziehen, positionieren Sie die Zeitmarke an der Endzeit und klicken auf „Zurücksetzen“. Es werden nur die Keyframes für den aktuellen Zeitpunkt zurückgesetzt.
    • Ändern Sie zum Vergrößern oder Verringern der Anzahl der in einem Gitter verwendeten Dreiecke den Dreieckswert im Bereich der Optionen des Werkzeug- oder Zeitleistenfensters. Durch das Ändern der Dreieckswerte wird der Wert für ein ausgewähltes Gitter geändert oder, falls kein Gitter ausgewählt ist, der Wert für nachfolgend erstellte Gitter gesetzt.

      Eine größere Anzahl von Dreiecken liefert ein glatteres Ergebnis, verursacht aber längere Renderzeiten. Kleine Objekte, z. B. Textzeichen, lassen sich in der Regel mit lediglich 50 Dreiecken gut verzerren, während für eine große Figur 500 Dreiecke erforderlich sein können. Die Anzahl der tatsächlich verwendeten Dreiecke kann vom vorgegebenen Dreieckswert abweichen. Es handelt sich hierbei nur um einen Richtwert.

    • Erhöhen Sie zur Vergrößerung des Gitters über den ursprünglichen Umriss hinaus den Wert für die Eigenschaft „Ausbreitung“ im Bereich der Optionen des Werkzeug- oder Zeitleistenfensters. Durch das Ändern dieses Eigenschaftswerts wird der Wert für ein ausgewähltes Gitter geändert oder, falls kein Gitter ausgewählt ist, der Wert für nachfolgend erstellte Gitter gesetzt. Eine Vergrößerung des Gitters ist für die Einbeziehung der Kontur eines Pfads nützlich.
    • Klicken Sie zum Duplizieren eines Objekts mit dem Marionetten-Pin-Werkzeug in den ursprünglichen Umriss. Durch das Klicken in den ursprünglichen Umriss wird ein neues Gitter erstellt, das eine eigene Kopie der innerhalb des ursprünglichen Umrisses vorhandenen Pixel enthält. Dasselbe Ergebnis lässt sich erzielen, wenn Sie im Zeitleistenfenster eine Gittergruppe duplizieren. Das ist manchmal einfacher als zur Erstellung eines Punkts in den ursprünglichen Umriss zu klicken, ohne auf das Gitter zu klicken.
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    Marionette-überlappen-Einstellungen

    Beim Verzerren eines Bildteils muss unter Umständen festgelegt werden, welche Bildteile im Vordergrund vor anderen Teilen angezeigt werden sollen. Zum Beispiel kann es erforderlich sein, dass ein Arm vor dem Gesicht zu sehen ist, um das Winken mit dem Arm zu ermöglichen. Verwenden Sie das Marionette-überlappen-Werkzeug zur Anwendung von Überlappungspunkten auf die Teile eines Objekts, für das die scheinbare Tiefe beeinflusst werden soll.

    Marionettenüberlappungspunkte werden auf den ursprünglichen Umriss angewandt, nicht auf das deformierte Bild.

    Überlappungspunkt mit negativem (oben) und positivem „Vorn“-Wert (unten)

    Alle Überlappungspunkte haben die folgenden Eigenschaften:

    Vorn
    Die scheinbare Nähe zum Betrachter. Die Auswirkung von Überlappungspunkten ist kumulativ, d. h. die „Vorn“-Werte werden an Gitterstellen addiert, wo sich Außenbereiche überlappen. Mit negativen „Vorn“-Werten können die Auswirkungen eines anderen Überlappungspunkts an einer konkreten Stelle ausgeglichen werden.

    Ein Bereich des Gitters, der nicht durch Überlappungspunkte beeinträchtig wird, hat einen implizierten „Vorn“-Wert von 0. Der Standardwert für einen neuen Überlappungspunkt beträgt 50.

    Bei Animation des „Vorn“-Werts sollten Sie normalerweise Keyframes für Interpolationsunterdrückung verwenden. Normalerweise interpolieren Sie nicht schrittweise von einem vorderen Element zu einem hinteren Element.

    Außenbereich
    Angabe, wie weit die Auswirkungen des Überlappungspunkts reichen. Die Auswirkungen enden abrupt, nicht allmählich in Abhängigkeit von der Entfernung vom Punkt. Visuell wird der Außenbereich durch eine Flächenfüllung der betroffenen Gitterteile markiert. Die Füllung ist dunkel, wenn der „Vorn“-Wert negativ ist, die Füllung ist hell, wenn der „Vorn“-Wert positiv ist.

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    Marionette-Stärke-Einstellungen

    Beim Verzerren eines Bildteils kann es erforderlich sein, eine Verzerrung anderer Bildteile zu verhindern. Zum Beispiel kann es notwendig sein, einen Arm an seiner Stelle zu belassen, während eine Hand zum Winken bewegt wird. Verwenden Sie das Marionette-Stärke-Werkzeug zur Anwendung von Verstärkungspunkten auf die Teile eines Objekts, die in ihrer Position verbleiben sollen.

    Marionettenverstärkungspunkte werden auf den ursprünglichen Umriss angewandt, nicht auf das deformierte Bild.

    Eine unerwünschte Verzerrung in der Abbildung links oben wird mit einem Verstärkungspunkt verhindert (oben rechts und unten links).

    Alle Verstärkungspunkte haben die folgenden Eigenschaften:

    Betrag
    Die Stärke des Steifmittels. Die Auswirkung von Verstärkungspunkten ist kumulativ, d. h. die „Betrag“-Werte werden an Gitterstellen addiert, wo sich Außenbereiche überlappen. Mit negativen „Betrag“-Werten können die Auswirkungen eines anderen Verstärkungspunkts an einer konkreten Stelle ausgeglichen werden.
    Wenn Ungenauigkeiten in der Nähe des Deformationspunkts auftreten, kann dies mit einem in der Nähe des Deformationspunkts angeordneten Verstärkungspunkt mit einem sehr niedrigen „Betrag“-Wert (unter 0,1) ausgeglichen werden. Mit niedrigen „Betrag“-Werten lässt sich die Intaktheit des Bilds gut bewahren, ohne das zu viel Starrheit entsteht.

    Außenbereich
    Angabe, wie weit die Auswirkungen des Verstärkungspunkts reichen. Die Auswirkungen enden abrupt, nicht allmählich in Abhängigkeit von der Entfernung vom Punkt. Visuell wird der Außenbereich durch eine helle Flächenfüllung der betroffenen Gitterteile markiert.

    Neben der Animation von Standbildern kann der Marionetteneffekt auch auf eine Ebene angewandt werden, deren Quelle Filmfootage ist. Zum Beispiel könnte der Inhalt des gesamten Kompositionsframes zur Anpassung an die Bewegung eines Objekts innerhalb des Frames verzerrt werden. In diesem Fall könnte ein Gitter für die gesamte Ebene erstellt werden. Die Grenzen der Ebene würden als Umriss dienen und mit dem Marionette-Stärke-Werkzeug ließe sich eine Verzerrung der Ebenenkanten verhindern.

    Verwandte Hilfethemen

    Bewegungspfade

    Expressions – Grundlagen

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