- Körnungseffekte
- Störungsbeispiele in Körnungseffekten
- Arbeiten mit hinzugefügter oder angepasster Körnung
- Effekt „Körnung hinzufügen“
- Effekt „Staub und Kratzer“
- Effekt „Fraktale Störungen“
- Effekt „Körnung anpassen“
- Effekt „Median“
- Effekt „Rauschen“
- Effekt „Störungen - Alpha“
- Effekt „Störungen HLS“ und Effekt „Störungen HLS Auto“
- Effekt „Körnung entfernen“
- Effekt „Turbulente Störung“
Körnungseffekte
Körnung oder visuelle Störungen treten bei fast allen digitalen Bildern auf. Verursacht werden sie durch die bei der Bilderstellung verwendeten Verfahren und Geräte für Aufnahme, Kodierung, Scan und Reproduktion. Störungen sind etwa das schwache Rauschen bei Analogvideo, Komprimierungsartefakte von Digitalkameras, Moirémuster auf gescannten Druckerzeugnissen, CCD-Rauschen von digitalen Bildsensoren und das für die chemische Fotografie charakteristische Punktmuster, das man als Filmkörnung bezeichnet.
Eine Störung ist nicht grundsätzlich etwas Negatives. Oft wird sie Bildern hinzugefügt, um eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen oder Bildelemente nahtlos zu integrieren. So könnte man einem auf einem Computer erstellten Objekt Körnung hinzufügen, um es in eine fotografierte Szene einzufügen. Andererseits können Störungen aber aus ästhetischen Gründen unerwünscht sein. Archiv-Footage oder mit hoher Geschwindigkeit aufgezeichnete Fotos können unangenehm körnig wirken, digitale Komprimierungsartefakte oder Moirémuster können ein Bild verderben und Störungen können technische Verfahren wie das Bluescreen-Verfahren behindern.
Es gibt auch technische Gründe für die Reduzierung von Störungen. Komprimierungsalgorithmen können in der Regel kleinere Dateien erstellen, wenn das ursprüngliche Material weniger Störungen enthält. Die Störungsreduzierung ist daher bei der DVD-Erstellung und beim Video-Streaming ein wertvoller Arbeitsschritt.
Mit Effekten wie „Körnung hinzufügen“, „Körnung anpassen“ und „Körnung entfernen“ können Sie Körnung manipulieren, die mehr oder weniger gleichmäßig über das gesamte Bild verteilt ist. Die Körnungseffekte sind nicht für Probleme geeignet, die nur ein paar Pixel betreffen, wie etwa Staub, Impulsrauschen oder vereinzelte Bildfehler bei Analogvideo.
Mit dem Effekt „Körnung hinzufügen“ wird eine ganz neue Körnung erstellt, die nicht auf der vorhandenen Körnung basiert. Vielmehr können Sie anhand von Parametern und Vorgaben für verschiedene Filmtypen unterschiedliche Körnungstypen künstlich erzeugen.
Die Effekte „Körnung entfernen“ und „Körnung anpassen“ manipulieren die Körnung in einem zweistufigen Prozess, ohne dabei die Kanten, die Schärfe oder die Glanzlichter eines Bildes zu beeinträchtigen. Zuerst wird automatisch oder manuell ein Körnungsbeispiel aufgenommen. Dieses Sample wird analysiert und in einem mathematischen Modell dargestellt, anhand dessen der Effekt Körnung hinzufügt, entfernt oder anpasst.

Anwenden eines Körnungseffekts
Jeder Körnungseffekt wird mit Standardeinstellungen angewendet und im Ansichtsmodus „Vorschau“ angezeigt (ein auf dem Bild zentrierter Vorschaubereich mit einem weißen Rahmen). Im Vorschaubereich wird die Wirkung des Körnungseffekts anhand eines Teils Ihres Bildes demonstriert, damit Sie schnell Vergleiche ziehen können. Die Körnungseffekte arbeiten fast vollautomatisch, bieten aber auch viele Einstellungen, mit denen Sie das Ergebnis gezielt beeinflussen können. Sie können die Körnungseffekte auch mithilfe der Funktion „Mit Original mischen“, die für jeden Effekt zur Verfügung steht, selektiv auf Bildbereiche anwenden.
Anwenden eines Körnungseffekts auf einen ausgewählten Bereich
- Farbübereinstimmung
- Damit werden alle Bildbereiche von der Verarbeitung ausgeschlossen, die mit einer ausgewählten Farbe übereinstimmen. Durch Umkehren der Matte können Sie diese Bereiche auch selektiv verarbeiten.
- Maskierungsebene
- Bei dieser Option wird eine beliebige Ebene in der aktuellen Komposition als Maske eingesetzt, um einen Bereich der aktuellen Ebene oder des aktuellen Tracks selektiv zu verarbeiten bzw. von der Verarbeitung auszuschließen.
Wenn ein Körnungseffekt zum ersten Mal angewendet wird, wird der Wert für „Betrag“ unter „Mit Original mischen“ auf 0 % festgesetzt. Dieser Wert bestimmt, wie stark das Originalbild und die verarbeitete Version vermischt werden. Bei 0 % erfolgt keine Mischung und der ausgewählte Effekt wird in vollem Umfang auf das gesamte Bild angewendet. Bei 100 % bleiben weiße Bereiche der Misch-Matte gegenüber dem Original unverändert.
Eine Maske oder Matte funktioniert genauso: Die weißen Pixel in ihr verhindern, dass dieser Bereich des Originals durch den Körnungseffekt verändert wird, und die schwarzen Pixel werden normal verarbeitet. Lautet der Wert für „Betrag“ 100 %, werden die weißen Bereiche völlig mit dem Original vermischt und daher nicht verarbeitet. Dies gilt auch, wenn die Übereinstimmung umgekehrt wird. Unabhängig von dem Wert für „Betrag“ werden die schwarzen Bereiche der Matte oder Maske stets verarbeitet. Der Regler „Betrag“ wirkt sich nur auf die Bereiche unter den weißen Pixeln in der Matte oder Maske aus. Er regelt nur, wie die einzelnen Körnungseffekte die weißen Bereiche der Matte oder Maske behandeln.
Erzeugen einer Farbübereinstimmungsmatte
Bei der ersten Anwendung eines Körnungseffekts wird mithilfe einer neutralen grauen Farbe eine standardmäßige Farbübereinstimmungsmatte erzeugt. In den meisten Bildern ist daher eine Matte sichtbar. Die Einstellungsgruppe „Farbübereinstimmung“ definiert Matten anhand einer Farbübereinstimmung. Die Matte isoliert Bildstellen, an denen die Ebene, für die der Körnungseffekt gilt, mit dem Original vermischt wird.
Erstellen einer Ebenenmatte
Auf Wunsch können Sie für die Ebene, die einen Körnungseffekt enthält, eine andere Ebene oder einen anderen Track als Maske verwenden. Mit diesem Maskentyp können Sie exakt bestimmen, welche Bildteile verändert werden und wie stark die Änderungen sind.
Ändern des Vorschaubereichs
Mithilfe der Einstellungsgruppe „Vorschaubereich“ können Sie die Position oder Größe des Vorschaubereichs für einen Körnungseffekt ändern.
Da die Detailschärfe durch das Hinzufügen oder Entfernen von Körnung beeinträchtigt werden kann, sollten Sie sich auch eine Vorschau eines sehr detaillierten Bereichs ansehen, wie z. B. ein Gesicht oder Text. Wenn Sie „Körnung entfernen“ einsetzen, sollten Sie sich eine Vorschau eines Bereichs ansehen, in dem die Körnung besonders auffällig oder unerwünscht ist, wie z. B. eine große, einfarbige Fläche.
Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie ein wenig experimentieren. Ändern Sie einzelne Einstellungen im Effektfenster schrittweise und sehen Sie sich die Ergebnisse jeweils im Kompositionsfenster an.
Störungsbeispiele in Körnungseffekten
Die Aufnahme von Störungsbeispielen ist der erste und wichtigste Schritt bei der Entfernung von Störungen und bei der Anpassung der Störung eines Bildes an die Störung eines anderen Bildes. Dieser Vorgang läuft in der Regel automatisch ab. Sie können auch in den Modus „Manuell“ wechseln und die Beispiele mithilfe der Einstellungsgruppe „Sampling“ im Effektfenster selbst festlegen.
Ein Störungsbeispiel sollte ein einfarbiger Farbblock sein, der das in dem Bild vorhandene Störungsmuster klar anzeigt. Es geht darum, saubere Störungsbeispiele ohne Bilddetails zu extrahieren, die von dem Algorithmus fälschlicherweise als Körnung interpretiert werden könnten. Ein Stück Himmel, eine Mauer im Hintergrund oder ein hautfarbener Bereich wären z. B. ideal. Alle Beispiele sollten aus dem Normalbereich des Film-, DV- oder Videomaterials stammen. Vermeiden Sie unter- oder überbelichtete Bereiche, informationsarme Bereiche und vor allem Bereiche, in denen Pixelwerte auf reines Schwarz oder Weiß beschnitten wurden. Innerhalb dieses normalen Belichtungsbereichs sollten Sie am besten Beispiele mit verschiedenen RGB-Werten und Farben auswählen, z. B. jeweils ein Beispiel aus einem hellen, einem dunklen und einem Mitteltonbereich.
Im automatischen Modus werden viele Beispiele aufgenommen, damit dem Algorithmus genug brauchbare Störungsdaten zur Verfügung stehen, selbst wenn sich die Suche nach guten Beispielen in einem Bild manchmal schwierig gestaltet. Der automatische Modus kann die von Ihnen festgelegte Sampleanzahl aufheben, wenn nicht genug brauchbare Beispiele gefunden werden. Sie können die Samplegröße im automatischen und manuellen Modus ändern. Eine größere Größe ist allerdings keine Garantie für bessere Ergebnisse, vor allem dann, wenn die RGB-Werte der resultierenden Beispiele stärker als zuvor schwanken. Die Samplegröße sollte reduziert werden, wenn ein bestimmtes Bild keine ausreichend großen Bereiche mit konstanten Farbwerten enthält. In Bildern mit großen, detailarmen Bereichen kann eine größere Samplegröße hingegen bessere Ergebnisse liefern.
Manuelles Verschieben von Störungsbeispielen
Die Ergebnisse der automatischen Körnungs- oder Sampleauswahl sind zwar in der Regel für die Effekte „Körnung anpassen“ und „Körnung entfernen“ akzeptabel, aber Sie können die Position und Größe einzelner Beispiele sowie die Sampleanzahl manuell ändern. Eine Verschiebung wäre z. B. sinnvoll, wenn beim automatischen Sampling ein einheitlicher Bereich ausgewählt wurde, der unter- oder überbelichtet ist und keine Details zur Körnungsstruktur enthält.
Die Störungsbeispiele für die Effekte „Körnung anpassen“ und „Körnung entfernen“ werden immer der Quellebene entnommen. Da alle bereits auf die Ebene angewendeten Effekte oder Masken ignoriert werden, führt diese Methode zu einem präziseren Sampling. Sollen die Beispiele die vorhandenen Effekte berücksichtigen, müssen Sie die Quellebene mit den Effekten bearbeiten bzw. vorrendern und dann das Ergebnis als Quellebene für den Körnungseffekt verwenden.
Vermeiden Sie scharfe Kanten, Farbverläufe, Glanzlichter, Texturen wie Gras und sich kräuselnde Wasseroberflächen, feine Details wie Haare und Blätter sowie über- oder unterbelichtete, informationsarme Bereiche.
Ändern des Sampling-Quellframes
Standardmäßig werden die Störungsbeispiele für die Effekte „Körnung anpassen“ und „Körnung entfernen“ immer dem ersten Frame der Sequenz entnommen. Sie können jedoch auch einen anderen Frame für die Entnahme der Beispiele festlegen. Ändern des Frames bietet sich an, wenn es zwischen den Frames einer Ebene starke Schwankungen hinsichtlich Beleuchtung und Belichtung gibt.
Ändern der Samplefeldfarbe
Sie können für die Effekte „Körnung entfernen“ oder „Körnung anpassen“ die Ansichtsmodusoption „Störungsbeispiele“ setzen, um die von dem jeweiligen Effekt aufgenommenen Bereiche anzuzeigen. Die aufgenommenen Bereiche erhalten automatisch eine weiße Kontur. Sie können auch die Farben der Feldkonturen dieser Störungsbeispiele ändern.
Führen Sie in der Einstellungsgruppe „Sampling“ neben „Samplefeldfarbe“ einen der folgenden Schritte aus:Klicken Sie auf das Farbfeld und wählen Sie im Farbwähler eine Farbe aus.
Klicken Sie auf „Pipette“ und dann auf eine Farbe im Anwendungsfenster.
Arbeiten mit hinzugefügter oder angepasster Körnung
Mit dem Effekt „Körnung hinzufügen“ erzeugen Sie in einem Bild eine neue Körnung oder Störung. Die Körnung wird dabei entweder ganz neu erstellt oder die Eigenschaften der Körnung basieren auf den Vorgaben. Auch der Effekt „Körnung anpassen“ dient zur Erzeugung einer neuen Körnung. Dies geschieht aber durch eine Anpassung an die Körnung in einem anderen Bild. Das Effektfenster enthält verschiedene Einstellungen für beide Effekte, mit denen Sie Farbe, Tonwertbereich, Füllmethode und Animationseigenschaften der Körnung steuern können.
Ändern der Tonwerte hinzugefügter oder angepasster Körnung
Das präzise Körnungsmuster in einem Filmframe ist nicht in dem ganzen Frame einheitlich, sondern kann sich je nach den Tonwerten des Inhalts der einzelnen Pixel ändern. Beispielsweise hängt bei der chemischen Filmkörnung die Größe der Silberhalogenid-Kristalle von der Belichtungsdauer ab.
Mit den Effekten „Körnung hinzufügen“ und „Körnung anpassen“ können Sie diese feinen Körnungsunterschiede in Bildern reproduzieren. Dazu verwenden Sie die Einstellungen „Schatten“, „Mitteltöne“, „Glanzlichter“ und „Mittelpunkt“ in der Einstellungsgruppe „Anwendung“. Mit diesen Einstellungen können Sie definieren, wie viel Körnung den einzelnen Tonwertbereichen und Kanälen eines Bildes hinzugefügt wird. Sie können z. B. überbelichteten Bereichen des blauen Kanals mehr Körnung hinzufügen, damit der abgebildete Himmel körniger wirkt.
Mit der für die Effekte „Körnung hinzufügen“ und „Körnung anpassen“ verfügbaren Einstellungsgruppe „Anwendung“ können Sie Folgendes tun:
Wenn Sie bestimmen möchten, wie viel Körnung den einzelnen Tonwertbereichen im Bild hinzugefügt wird, ändern Sie die Werte für „Schatten“, „Mitteltöne“ und „Glanzlichter“.
Wenn Sie den Mittelpunkt des Tonwertbereichs des Bildes definieren möchten, an der sich die Körnungsanwendung orientieren soll, verschieben Sie den Regler für „Mittelpunkt“. Der Standardwert dieses Reglers beträgt 0,5 und kennzeichnet die Mitte des Pixelwertbereichs, also 127 bei 8-Bit-Bildern und 16384 bei 16-Bit-Bildern.
Mit den Einstellungen unter „Kanalbalance“ können Sie die Körnung in den Schatten, Mitteltönen und Glanzlichtern für jeden Kanal einzeln anpassen.
Animieren einer hinzugefügten oder angepassten Körnung
Die Körnung oder Störung, die von den Effekten „Körnung hinzufügen“ und „Körnung anpassen“ erzeugt wird, hat die gleiche Geschwindigkeit wie das Quellmaterial, damit das Ergebnis realistisch wirkt. Eine Verlangsamung der Störung kann nützlich sein, um bestimmte ästhetische Effekte zu erzielen oder zu vermeiden, dass die hinzugefügten Störungen zu auffällig wirken. Die beiden Effekte haben einen internen Zufallsgenerator, der die Position der Störungspixel von Frame zu Frame ändert. Ferner können Sie das Aussehen der Störung innerhalb eines Frames von Ebene zu Ebene ändern und dabei alle anderen Parameter konstant halten.
Mit der für die Effekte „Körnung hinzufügen“ und „Körnung anpassen“ verfügbaren Einstellungsgruppe „Animation“ können Sie Folgendes tun:
Wenn Sie die Framerate der hinzugefügten Körnung festlegen möchten, die ein Vielfaches der Zielframerate ist, ändern Sie im Effektfenster in der Einstellungsgruppe „Animation“ den Wert für „Animationsgeschwindigkeit“. Je höher der Wert für „Animationsgeschwindigkeit“, desto niedriger die Lebensdauer der Körnung. Beim Standardwert 1 bewegt sich die Körnung mit derselben Geschwindigkeit wie die Frames. Bei niedrigeren Werten ändert sich die Körnung langsamer, wodurch Sie das Erscheinungsbild von Filmkörnung erzeugen können. Bei 0 ist die Körnung im Zeitverlauf stationär.
Wenn Sie zwischen den erzeugten Störungsframes durch Interpolation glatte Übergänge erstellen möchten, aktivieren Sie „Fließend animieren“. Diese Einstellung hat nur eine Wirkung, wenn für „Animationsgeschwindigkeit“ ein Wert kleiner als 1 eingegeben wurde.
Wenn sich das Aussehen der Störungen innerhalb desselben Frames von Ebene zu Ebene ändern soll, ändern Sie den Wert für „Zufallsverteilung“. Jeder Wert für „Zufallsverteilung“ repräsentiert eine von 100 möglichen Darstellungsvarianten. Eine Änderung des Wertes bedeutet nicht, dass die Ergebnisse stärker oder weniger stark auf dem Zufall beruhen.
Mischen und Ändern der Farbe einer hinzugefügten oder angepassten Körnung
Sie können die Farbe, die Sättigung und die Füllmethode der mit den Effekten „Körnung hinzufügen“ und „Körnung anpassen“ erzeugten Körnung korrigieren.
Zu den Faktoren, die die Farbe der von diesen Effekten generierten Körnung beeinflussen können, gehören unter anderem:
Der Farbwert des darunter liegenden Pixels im Quellbild.
Der Sättigungswert der Störung.
Die Werte für „Farbton“ und „Farbstärke“, sofern diese Einstellungen von den Standardwerten abweichen.
Der in der Einstellungsgruppe „Anwendung“ für „Füllmethode“ festgelegte Wert.
Die mit der Einstellungsgruppe „Kanalintensitäten“ den einzelnen Kanälen zugewiesene Störungsmenge, sofern festgelegt.
Im Effektfenster in der Einstellungsgruppe „Farbe“ können Sie die folgenden Optionen anpassen:
- Monochromatisch
- Damit verleihen Sie der hinzugefügten Störung einen einfachen Farbton. Die Standardfarbtöne sind schwarz und weiß, aber Sie können auch mit „Farbton“ einen beliebigen Farbverlauf erstellen. (Die Einstellungen „Sättigung“ und „Kanalintensitäten“ sind nicht verfügbar, wenn „Monochromatisch“ ausgewählt ist.)
- Farbstärke
- Hiermit steuern Sie die Tiefe und Intensität der Farbverschiebung.
- Farbton
- Damit legen Sie die Farbe fest, in die die hinzugefügte Störung sich ändert.
- Sättigung
- Damit steuern Sie die Stärke und Leuchtkraft der Farbe.
Die Einstellung „Füllmethode“ unter „Anwendung“ bestimmt, wie der Farbwert der erzeugten Störung mit dem Farbwert der darunter liegenden Quellebene in den einzelnen Pixeln kombiniert wird:
- Film
- Damit entsteht der Eindruck, als ob die erzeugte Körnung in das Bild eingebettet ist. Dieser Modus wirkt sich auf dunklere Farben stärker aus als auf hellere und simuliert die Körnung in einem Filmnegativ.
- Multiplizieren
- Bei dieser Option werden die Farbwerte der Störung und der Quelle miteinander multipliziert. Das Ergebnis kann heller oder dunkler als das Original ausfallen, weil die Störung einen positiven oder negativen Wert haben kann.
- Addieren
- Bei dieser Option werden die Pixelfarbwerte der Quelle und der Störung kombiniert. Das Ergebnis ist nicht immer heller als das Original, weil die mit den Körnungseffekten erzeugte Körnung einen positiven oder negativen Wert haben kann.
- Negativ multiplizieren
- Bei dieser Option werden die umgekehrten Helligkeitswerte der Störung und der Quelle miteinander multipliziert. Der Effekt ist mit einem Abzug von einem mehrfach belichteten Negativ vergleichbar. Das Ergebnis ist stets heller als das Original.
- Ineinander kopieren
- Bei dieser Option werden „Film“ und „Multiplizieren“ kombiniert, d. h., Tiefen und Lichter erhalten weniger Körnung und den Mitten wird die Körnung in vollem Umfang zugewiesen.
Effekt „Körnung hinzufügen“
Der Effekt „Körnung hinzufügen“ erzeugt ganz neue Störungen, ohne sich an vorhandenen Störungen zu orientieren. Vielmehr können Sie anhand von Parametern und Vorgaben für verschiedene Filmtypen künstlich unterschiedliche Störungs- oder Körnungstypen erzeugen. Sie können praktisch alle Eigenschaften dieser Störungen verändern, ihre Farbe festlegen, sie auf verschiedene Weise auf das Bild anwenden und sie sogar animieren oder nur einem bestimmten Bildteil zuweisen.
Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Die Verteilung der hinzugefügten Störung über die Farbkanäle wirkt sich auf die Gesamtfarbe des resultierenden Bildes aus. Bei einem dunklen Hintergrund verstärkt die Störung eine bestimmte Bildfarbe, d. h., ein roter Farbton oder mehr Störungen im roten Kanal verleihen dem Bild einen rötlichen Schimmer. Bei einem dunklen Hintergrund schwächt die Störung eine bestimmte Bildfarbe ab, d. h., ein roter Farbton oder mehr Störungen im roten Kanal ergeben Cyan. Das Ergebnis hängt außerdem von der Einstellung „Füllmethode“ in der Einstellungsgruppe „Anwendung“ ab.
Mit den für den Effekt „Körnung hinzufügen“ verfügbaren Steuerungen können Sie Folgendes tun:
Wenn Sie die Körnung eines bestimmten Films oder Fotos reproduzieren möchten, wählen Sie den Filmtyp im Effektfenster im Menü „Vorgabe“ des Effekts „Körnung hinzufügen“.
Wenn Sie die Intensität und Größe der angewendeten Körnung ändern möchten und eine Weichzeichnung wünschen, passen Sie im Effektfenster die Einstellungsgruppe „Tweaken“ des Effekts „Körnung hinzufügen“ an.
Wenn Sie die Farbe der hinzugefügten Störung ändern möchten, ändern Sie die Einstellungen für „Farbe“.
Wenn Sie bestimmen möchten, wie der Farbwert der neuen Störung mit dem Farbwert der darunter liegenden Zielebene in den einzelnen Pixeln kombiniert wird, wählen Sie in der Einstellungsgruppe „Anwendung“ eine Füllmethode.
Wenn Sie festlegen möchten, wie viel Körnung den einzelnen Tonwertbereichen in dem Bild sowie dem Mittelpunkt hinzugefügt wird, ändern Sie in der Einstellungsgruppe „Anwendung“ die Werte für „Tiefen“, „Mitten“, „Lichter“ und „Mittelpunkt“.
Wenn Sie die hinzugefügte Körnung animieren möchten, ändern Sie Eigenschaften in der Einstellungsgruppe „Animation“.
Wenn Sie den Effekt auf das ganze Bild anwenden möchten, wählen Sie im Menü „Ansichtsmodus“ die Option „Endausgabe“.
Tweaken, Einstellungsgruppe für Körnungseffekte
Für die Effekte „Körnung anpassen“ und „Körnung hinzufügen“ gibt es eine gemeinsame Einstellungsgruppe namens „Tweaken“. Mit diesen Einstellungen können Sie die Intensität und Größe der Störung ändern und Weichzeichnung anwenden, und zwar für alle drei Kanäle gleichzeitig oder für jeden Kanal einzeln. Außerdem können Sie das Seitenverhältnis der angewendeten Körnung ändern.
In der Einstellungsgruppe „Tweaken“ stehen Ihnen die folgenden Einstellungen zur Verfügung:
- Intensität
- Mit dieser Einstellung steuern Sie, wie stark die Helligkeits- und Farbwerte zwischen Pixeln in der erzeugten Störung schwanken, und legen damit fest, wie auffällig die Störung ist. Bei einem höheren Wert ändert sich weder die Position noch die Größe eines einzelnen Korns, sondern wirkt es nur auffälliger; bei niedrigeren Werten wirkt es dezenter.
- Kanalintensitäten
- Damit steuern Sie den Kontrast zwischen den Pixeln in der erzeugten Störung in jedem Kanal separat. Sie können z. B. dem blauen Kanal mehr Körnung hinzufügen, um Film zu simulieren.
- Größe
- Damit passen Sie die Größe der erzeugten Körnung in Pixeln an.
- Kanalgröße
- Damit passen Sie die Größe der erzeugten Körnung in Pixeln für jeden Kanal einzeln an.
- Glättung
- Damit legen Sie den Umfang der Glättung in der Körnung fest.
- Seitenverhältnis
- Damit steuern Sie das Verhältnis der Breite der erzeugten Körnung zu einer konstanten Höhe von 1. Mit dieser Einstellung können Sie den Effekt anamorphotischer Objektive simulieren oder ästhetische Effekte erzielen. Bei einem Wert über 1 wird die Körnung horizontal gedehnt, bei Werten unter 1 wird sie horizontal gequetscht.
Effekt „Staub und Kratzer“
Der Effekt „Staub und Kratzer“ reduziert das Rauschen, indem er nicht zusammenpassende Pixel innerhalb eines bestimmten Radius ändert, damit sie ihren benachbarten Pixeln stärker ähneln. Probieren Sie verschiedene Kombinationen von „Radius“- und „Schwellenwert“-Einstellungen aus, um den besten Kompromiss zwischen Schärfe und Fehlerausgleich zu finden.
Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

- Radius
- Bestimmt, wie groß der Bereich ist, in dem der Filter nach Pixelunterschieden sucht. Durch hohe Werte wirkt das Bild verschwommen. Verwenden Sie daher den kleinstmöglichen Wert, bei dem die Fehler noch beseitigt werden.
- Schwellenwert
- Gibt an, wie sehr Pixel sich von ihren Nachbarn unterscheiden können, ohne dass sie durch den Effekt geändert werden. Verwenden Sie daher den größten Wert, bei dem die Fehler beseitigt werden.
Effekt „Fraktale Störungen“
Bei dem Effekt „Fraktale Störungen“ wird Perlin-Rauschen verwendet, um Graustufenrauschen zu erzeugen, das Sie für organisch aussehende Hintergründe, Verschiebungsebenen und Strukturen verwenden oder mit dem Sie z. B. Wolken, Feuer, Lava, Dampf, fließendes Wasser oder Dunst simulieren können.
Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.
Mit den Einstellungen für „Evolution“ können Sie feine Änderungen an der Form des Fraktals vornehmen. Durch Animieren dieser Einstellungen entstehen übergangslose Änderungen der fraktalen Störungen im Zeitablauf. Sie können so beispielsweise vorüberziehende Wolken oder fließendes Wasser darstellen.
Chris Zwar erläutert in einem Artikel auf der Creative COW-Website die Wirkungsweise des Effekts „Fraktale Störungen“ mit vielen Details und Bildern zur inneren Funktionsweise des Effekts.
Stu Maschwitz gibt in seinem ProLost-Blog ein Beispiel für den Einsatz des Effekts „Fraktale Störungen“ zum Erstellen der Sonnenkorona.
Harry Frank stellt auf der AE Freemart-Website eine Animationsvorgabe zur Verfügung, bei der mit „Fraktale Störungen“ ein Sternenfeld entsteht.
Maltaannon (Jerzy Drozda, Jr.) zeigt in einem Video-Lehrgang auf der Creative COW-Website, wie mit dem Effekt „Fraktale Störungen“ ein Sternenfeld erstellt werden kann, das dann als Himmelsabbildung den entfernten Hintergrund für eine 3D-Welt bildet.
Der Effekt „Turbulente Störung“ ist im Wesentlichen eine moderne, leistungsstärkere Umsetzung des Effekts „Fraktale Störungen“. Das Rendern geht beim Effekt „Turbulente Störung“ schneller; zudem ist der Einsatz für das Erstellen flüssiger Animationen einfacher. Der Effekt „Turbulente Störung“ modelliert turbulente Systeme exakter: Kleinere Störungselemente bewegen sich schneller als große. Der Einsatz des Effekts „Fraktale Störungen“ statt des Effekts „Turbulente Störung“ ist vor allem bei der Erstellung von Animationsschleifen empfehlenswert, da es beim Effekt „Turbulente Störung“ keine Zykluseinstellungen gibt.
Regler
- Fraktaltyp
- Die fraktale Störung wird durch Generierung eines Rasters von Zufallszahlen für die einzelnen Störungsebenen erstellt. Die Einstellung „Komplexität“ gibt die Anzahl der Störungsebenen an. Mit der Einstellung „Fraktaltyp“ werden die Eigenschaften dieses Rasters festgelegt.
- Art des Rauschens
- Die Art der Interpolation, die zwischen den Zufallswerten im Störungsraster verwendet werden soll.
- Umkehren
- Kehrt die Störung um. Schwarze Bereiche werden zu weißen und weiße Bereiche zu schwarzen.
- Kontrast
- Der Standardwert ist 100. Bei höheren Werten erhalten Sie größere, schärfer definierte Schwarz- und Weißbereiche in der Störung, wodurch sich im Allgemeinen die Detailschärfe reduziert. Je niedriger die Werte werden, desto größere Graubereiche entstehen, die zu einem Aufweichen oder sogar gänzlichen Eliminieren der Störung führen.
- Überlauf
- Ordnet die Werte neu zu, die außerhalb des Bereichs von 0 bis 1,0 liegen. Folgende Optionen stehen zur Auswahl:
- Beschneiden
- Sorgt dafür, dass jeder Wert über 1,0 als reines Weiß und jeder Wert unter 0 als reines Schwarz angezeigt wird. Mit dem Wert für „Kontrast“ wird festgelegt, wie groß der Anteil des Bildes ist, der außerhalb dieses Bereichs liegt. Bei höheren Werten erhalten Sie ein zumeist schwarzes und/oder weißes Bild mit geringerem Grauanteil. Daher führen höhere Kontrastwerte zu einer geringeren Detailschärfe. Wird die Ebene als Luminanz-Matte verwendet, verfügt sie über schärfere, deutlicher ausgeprägte Transparenzbereiche.
- Weich beschränken
- Weist die Werte auf einer unendlichen Kurve so zu, dass alle Werte im gültigen Bereich bleiben. Mit dieser Option wird der Kontrast reduziert, während die Störungen grau mit einigen wenigen rein schwarzen oder rein weißen Bereichen erscheinen. Wird die Ebene als Luminanz-Matte verwendet, verfügt sie über feine Transparenzbereiche.
- Zurücklaufen
- Ordnet die Werte in Dreieckform neu zu, wodurch Werte oberhalb von 1,0 oder unterhalb von 0 als gültig betrachtet werden. Mit dieser Option erhalten Sie feine Details, wenn der Kontrast über 100 liegt. Wird die Ebene als Luminanz-Matte verwendet, zeigt sie detaillierte strukturierte Transparenzbereiche.
- HDR-Ergebnisse zulassen
- Es wird keine Neuzuordnung durchgeführt. Werte außerhalb des Bereichs von 0 bis 1,0 werden beibehalten.
- Transformieren
- Einstellungen zum Drehen, Skalieren und Positionieren der Störungsebenen. Die Ebenen wirken, als ob sie sich in unterschiedlichen Tiefen befinden würden, wenn Sie „Perspektivische Verschiebung“ auswählen.
- Komplexität
- Die Anzahl an Störungsebenen, die gemäß den Detaileinstellungen kombiniert werden, um die fraktale Störung zu erzeugen. Wenn diese Zahl erhöht wird, wird die optische Tiefe und die Detailliertheit der Störung gesteigert.Hinweis: Eine Erhöhung der Komplexität führt zu längeren Renderzeiten. Versuchen Sie gegebenenfalls, eher die Größe als die Komplexität zu reduzieren – die Ergebnisse sind ähnlich und die Renderzeiten verkürzen sich. Mit einem Trick können Sie die optische Komplexität erhöhen, ohne die Renderzeit zu verlängern: Verwenden Sie eine negative oder eine sehr hohe Einstellung für Kontrast bzw. Helligkeit und wählen Sie für „Überlauf“ die Option „Zurücklaufen“.
- Detaileinstellungen
- Die fraktale Störung wird durch das Kombinieren von Störungsebenen generiert. Mit den Detaileinstellungen wird gesteuert, wie diese Kombination vonstatten geht und wie die Eigenschaften der Störungsebene gegeneinander versetzt sind. Durch das Verkleinern aufeinander folgender Ebenen werden feinere Details erzeugt.
- Detaileinfluss
- Gibt an, wie viel Einfluss jede aufeinander folgende Ebene auf die kombinierte Störung hat. Bei 100 % haben alle Wiederholungen gleich viel Einfluss. Bei 50 % hat jede Wiederholung halb so viel Einfluss wie die vorherige Wiederholung. Bei einem Wert von 0 % wirkt der Effekt, als sei die Komplexität gleich 1.
- Detailskalierung, Drehung und Versatz
- Der Prozentsatz der Skalierung, der Winkel und die Position einer Störungsebene im Verhältnis zur vorherigen Störungsebene.
- Detailgröße zentrieren
- Berechnet jede Störungsebene von demselben Punkt wie die vorherige Ebene. Durch diese Einstellung kann der Eindruck von übereinander angeordneten duplizierten Störungsebenen entstehen.
- Evolution
- Verwendet zunehmende Umdrehungen. Dies bedeutet, dass sich mit jeder neuen Umdrehung auch das Bild weiter ändert. Diese Methode ist anders als bei normalen Umdrehungen, die sich nach der Einstellung einer Skalenscheibe richten, für die das Ergebnis für alle Vielfachen von 360° gleich ist. Bei „Evolution“ unterscheidet sich das Aussehen bei 0° vom Aussehen nach einer Umdrehung, was sich wiederum vom Aussehen nach zwei Umdrehungen unterscheidet, usw. Wenn Sie die „Evolution“-Einstellungen wieder auf ihren ursprünglichen Zustand zurücksetzen möchten (z. B., um eine nahtlose Schleife zu erstellen), verwenden Sie die Option „Zyklusevolution“.
Sie können angeben, wie stark die Störung sich über einen Zeitraum entwickelt, indem Sie „Evolution“ animieren. Je mehr Umdrehungen innerhalb einer angegebenen Zeit stattfinden, umso schneller ändert sich die fraktale Störung. Zu große Änderungen des Wertes für „Evolution“ innerhalb eines kurzen Zeitraums können abrupte Übergänge zur Folge haben.
Wenn Sie eine nahtlose Schleife erstellen möchten, aktivieren Sie die Option „Zyklusevolution“ und richten Sie bei vollen Umdrehungen bei 0° „Evolution“-Keyframes ein. Nicht vollständig ausgeführte Umdrehungen können zu einer Unterbrechung der Schleife führen.
- Optionen für Evolution
- Optionen für Evolution.
- Zyklusevolution
- Erstellt einen Evolutionszyklus, der über den angegebenen Zeitraum als Schleife wiederholt wird. Diese Option sorgt dafür, dass der Zustand der Evolution zu seinem Startpunkt zurückkehrt, wodurch ein nahtloser allmählicher Zyklus, ein sich nicht wiederholender Zyklus oder ein Schleifensegment entsteht.
Um sicherzustellen, dass der Zyklus volle Umdrehungen durchführt, wählen Sie einen Zykluswert, der der Anzahl der für „Evolution“ festgelegten Umdrehungen entspricht oder glatt durch diese teilbar ist.
- Zyklus (in Umdrehungen)
- Gibt die Anzahl der Umdrehungen an, die die Störung durchläuft, bevor sie wiederholt wird. Die Zeitdauer zwischen den „Evolution“-Keyframes bestimmt die Geschwindigkeit dieser Evolutionszyklen. Diese Option wirkt sich nur auf die Evolution der Störung, und nicht auf die anderen Einstellungen, wie z. B. „Transformieren“, aus. Wenn Sie z. B. für zwei identische Zustände einer Störung unterschiedliche Größen- und Verschiebungseinstellungen festlegen, sehen diese nicht identisch aus.Hinweis: Die Option „Zyklus (in Umdrehungen)“ ist nur verfügbar, wenn die Option „Zyklusevolution“ aktiviert ist.
- Zufallsverteilung
- Ermöglicht das Festlegen eines zufälligen Ausgangswerts für die Generierung der Störung. Das Animieren der Eigenschaft „Zufallsverteilung“ führt zu einem plötzlichen Wechsel von einem Störungssatz zu einem anderen (innerhalb desselben Fraktaltyps). Dies ist normalerweise kein erwünschtes Ergebnis. Animieren Sie die Eigenschaft „Evolution“, um eine glatte Überblendung von Störungen zu erhalten.
Durch Wiederverwenden von bereits erstellten Evolutionszyklen mit einem jeweils anderen Wert für „Zufallsverteilung“ lassen sich schnell und einfach neue Animationen mit fraktalen Störungen erstellen. Durch Eingeben eines Wertes für „Zufallsverteilung“ wird das Störungsmuster verändert, ohne dass die Evolutionsanimation gestört wird.
Sie können Renderzeit sparen, indem Sie einen kurzen Evolutionszyklus vorrendern und dann für die gewünschte Dauer eine Schleife einrichten, statt die Evolution für die gesamte Komposition zu animieren. - Deckkraft
- Dies ist die Deckkraft der Störung.
- Füllmethode
- Der Vorgang der Überblendung zwischen der fraktalen Störung und dem Originalbild. Die zur Wahl stehenden Füllmethoden sind bis auf die folgenden Ausnahmen mit denen in der Spalte „Modi“ identisch:
- Ohne
- Rendert nur die fraktale Störung. Eine Mischung mit der Originalebene findet nicht statt.
- Farbton
- Die fraktale Störung wird nicht als Graustufen, sondern als Farbtonwerte gerendert. Die Sättigung und Helligkeit der Originalebene bleiben erhalten. Wenn es sich bei der Originalebene um eine Graustufenebene handelt, passiert nichts.
- Sättigung
- Die fraktale Störung wird nicht als Graustufen, sondern als Sättigung gerendert. Der Farbton und die Helligkeit der Originalebene bleiben erhalten. Wenn es sich bei der Originalebene um eine Graustufenebene handelt, passiert nichts.
Effekt „Körnung anpassen“
Mit dem Effekt „Körnung anpassen“ werden die Störungen zweier Bilder aneinander angepasst. Dieser Effekt ist besonders bei Kompositionen und Blue-Screen-/Green-Screen-Verfahren nützlich. Der Effekt „Körnung anpassen“ kann nur Störungen hinzufügen. Das Entfernen von Störungen ist also nicht möglich. Wenn das Ziel bereits mehr Störungen als die Quelle hat, ist eine exakte Anpassung folglich nicht möglich. In diesem Fall sollten Sie das Ziel zuerst mit dem Effekt „Körnung entfernen“ bereinigen und dann „Körnung anpassen“ anwenden, um eine perfekte Übereinstimmung zu erzielen.
Der Effekt „Körnung anpassen“ führt Änderungen anhand von Störungsbeispielen durch. Es werden ganze Frames mit neuen Störungen erzeugt, um die Störungsbeispiele aufeinander abzustimmen. Sie haben die Möglichkeit, die Störungen vor der Anwendung des Effekts auf das neue Bild zu verändern. Beispielsweise können Sie die Störungen eines Bildes duplizieren, vergrößern und ihnen eine auffälligere Farbe geben.
Der Effekt „Körnung anpassen“ hat einige Steuerungen mit dem Effekt „Körnung hinzufügen“ gemeinsam. (Siehe Effekt „Körnung hinzufügen“.)
Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Ausgleichen vorhandener Störungen bei der Störungsanpassung
Wenn Sie versuchen, mit dem Effekt „Körnung anpassen“ die Körnung zwischen Bildern anzupassen, und die Zielebene bereits eine sichtbare Körnung hat, kann die dabei entstehende Körnung ungleichmäßig oder zu stark ausfallen. Dies lässt sich mit der Einstellung „Vorhandene Störungen ausgleichen“ vermeiden. Sie extrahiert sowohl aus der Quelle als auch aus dem Ziel ein Störungsmodell, ändert die Störungen aus der Quelle, um den im Ziel bereits vorhandenen Störungen Rechnung zu tragen, und wendet sie dann auf das Ziel an.
Wenn Sie diese Einstellung automatisch einsetzen möchten, setzen Sie den dazugehörigen Regler auf 100 %. Wählen Sie dann „Kompensierungsbeispiele“ im Menü „Ansichtsmodus“, um die Störungsbeispiele in der Zielebene anzuzeigen. Sie können die Beispiele im Zielbild auch verschieben, indem Sie den Sampling-Modus auf „Manuell“ setzen, wodurch die Kompensierungssamplepunkte für die manuelle Verschiebung verfügbar werden.
- Wenden Sie den Effekt „Körnung anpassen“ auf die Zielebene an.
- Ändern Sie im Effektfenster bei Bedarf für den Effekt „Körnung anpassen“ den Wert „Vorhandene Störungen ausgleichen“. Die Störungen in der Quellebene und in der Zielebene werden aufgenommen und die Unterschiede berechnet. Dann werden dem Ziel nur gerade so viele Störungen zugewiesen, dass die Quellebene und die Zielebene übereinstimmen.
- Wenn Sie die Störungsbeispiele ändern möchten, wählen Sie im Menü „Ansichtsmodus“ die Option „Störungsbeispiele“, ändern Sie die Einstellung „Sampling“ > „Sampleauswahl“ zu „Manuell“ und erweitern Sie dann die Kompensierungssamplepunkte. Der aktuelle Wert für „Sampleanzahl“ bestimmt, wie viele Punkte verfügbar sind.
- Um einen Samplepunkt zu verschieben, führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
Ziehen Sie den Samplepunkt im Kompositionsfenster an eine neue Stelle.
Geben Sie im Effektfenster neben dem Samplepunkt unter „Kompensierungssamplepunkte“ neue XY-Koordinaten ein.
Klicken Sie im Effektfenster auf den Punktparameter
für den Kompensierungssamplepunkt und dann im Kompositionsfenster auf die Stelle, an die der Punkt verschoben werden soll.
- Wählen Sie unter „Ansichtsmodus“ die Option „Endausgabe“.
Effekt „Median“
Der Effekt „Median“ ersetzt die einzelnen Pixel durch einen Pixel, der den Medianwert benachbarter Pixel innerhalb eines bestimmten Radius hat. Wenn Sie geringe Werte für den Radius festlegen, kann dieser Effekt für die Verringerung einiger Arten von Bildrauschen verwendet werden. Bei höheren Werten für den Radius wirkt das Bild durch diesen Effekt wie ein Gemälde.
Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Effekt „Rauschen“
Der Effekt „Rauschen“ ändert Pixelwerte im gesamten Bild auf Zufallsbasis.
Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

- Stärke
- Gibt an, wie viel Störung hinzugefügt werden soll.
- Art des Rauschens
- Wenn „Farbrauschen benutzen“ aktiviert ist, werden den Rot-, Grün- und Blau-Kanälen individuell Zufallswerte zugeordnet. Andernfalls wird in allen Kanälen jedem einzelnen Pixel derselbe Zufallswert zugeordnet.
- Ergebnis beschneiden
- Beschneidet Farbkanalwerte. Wird diese Option deaktiviert, wird mehr optische Störung erzeugt. Diese Einstellung funktioniert nicht in einem 32-Bit-Projekt.
Effekt „Störungen - Alpha“
Mit dem Effekt „Störungen – Alpha“ werden einem Alphakanal Störungen hinzugefügt.
Dieser Effekt funktioniert mit dem 8-Bit-Farbmodus.
- Rauschen
- Der Typ der Störung. „Gleichmäßig per Zufall“ erstellt gleiche Mengen von Tiefen- und Lichterstörungen. „Im Quadrat per Zufall“ erstellt Störungen mit hohem Kontrast. „Gleichmäßig in Animation“ erstellt animierte Störungen und „Im Quadrat in Animation“ erstellt animierte Störungen mit hohem Kontrast.
- Betrag
- Das Ausmaß der Störung.
- Original-Alpha
- So wird die Störung auf den Alphakanal angewendet:
- Addieren
- Sie erhalten gleiche Mengen von Störungen in den transparenten und deckenden Bereichen des Clips.
- Beschränkt
- Sorgt dafür, dass nur die deckenden Bereiche mit Störungen versehen werden.
- Skalierung
- Erhöht die Störungsmenge proportional zum Deckkraftwert und erzeugt in Bereichen mit 100 % Transparenz keine Störungen.
- Kanten
- Sorgt dafür, dass Störungen nur in teilweise transparenten Bereichen, wie z. B. am Rand des Alphakanals, erzeugt werden.
- Überlauf
- Gibt an, wie der Effekt Werte neu zuordnet, die außerhalb des Graustufenbereichs von 0 bis 255 liegen.
- Beschneiden
- Werte über 255 werden dem Wert 255 zugeordnet. Werte unter 0 werden dem Wert 0 zugeordnet.
- Zurücklaufen
- Werte über 255 und unter 0 werden in den Bereich von 0 bis 255 zurückgespiegelt. Beispiel: Ein Wert von 258 (255+3) wird auf 252 (255-3) gespiegelt und ein Wert von ‑3 wird auf 3 gespiegelt.
- Rest bilden
- Werte über 255 und unter 0 werden in den Bereich von 0 bis 255 umgebrochen. Ein Wert von 258 wird in 2 umgebrochen, ein Wert von 256 wird in 0 umgebrochen und ein Wert von ‑3 wird in 253 umgebrochen.
- Zufallsverteilung
- Ein Eingabewert für den Zufallszahlengenerator für die Störung. Diese Einstellung ist nur verfügbar, wenn Sie für „Störung“ entweder „Gleichmäßig per Zufall“ oder „Im Quadrat per Zufall“ gewählt haben.
Störungen mit abrupten Übergängen können Sie durch Animieren der Einstellung „Zufallsverteilung“ erzeugen. Wenn Sie übergangslos animierte Störungen erstellen möchten, animieren Sie den Wert „Störungsphase“. - Störungsphase
- Gibt die Position der Störung an. Diese Einstellung ist nur verfügbar, wenn Sie entweder „Gleichmäßig in Animation“ oder „Im Quadrat in Animation“ gewählt haben.
- Störungsoptionen (Animation)
- So werden Störungen animiert.
- Störungszyklus
- Erzeugt einen Störungszyklus, der innerhalb der angegebenen Zeit genau einmal wiedergegeben wird.
- Zyklus
- Gibt die Anzahl der Umdrehungen der Störungsphase an, die die Störung durchläuft, bevor sie wiederholt wird (nur verfügbar, wenn „Störungszyklus“ aktiviert ist).
Ändern Sie das Timing der „Störungsphase“-Keyframes, um die Geschwindigkeit der „Störungsphase“-Zyklen anzupassen.
Wenn Sie bei der Animation des „Störungsphase“-Werts Zeit sparen möchten, erstellen Sie mithilfe der Option „Störungszyklus“ eine nahtlose Störungsschleife. Rendern Sie dann die Ebene und importieren Sie sie als neues Quellfootageelement.
Effekt „Störungen HLS“ und Effekt „Störungen HLS Auto“
Mit den Effekten „Störungen HLS“ und „Störungen HLS Auto“ werden den Farbton-, Helligkeits- und Sättigungskomponenten eines Bildes Störungen hinzugefügt. Mit dem Effekt „Störung HLS Auto“ erzeugte Störungen sind automatisch animierte Störungen, wobei Sie die Geschwindigkeit der Animation auswählen. Verwenden Sie zur Animierung des Effekts „Störung HLS“ Keyframes oder Expressions. Die Einstellungen für diese Effekte sind dieselben, mit Ausnahme der Einstellung „Störungsphase“ bzw. „Störungsanimationsgeschwindigkeit“, mit der die Störungsanimation gesteuert wird.
Diese Effekte eignen sich für den 8-Bit-Farbmodus.

- Rauschen
- Der Typ der Störung. „Gleichmäßig“ erstellt eine gleichmäßige Störung. „Quadrat“ erstellt Störungen mit hohem Kontrast. „Korn“ erstellt körniges Rauschen, ähnlich wie Filmkörnung.
- Farbton
- Der Betrag an Störung, der den Farbtonwerten hinzugefügt wird.
- Helligkeit
- Der Betrag an Störung, der den Helligkeitswerten hinzugefügt wird.
- Sättigung
- Der Betrag an Störung, der den Sättigungswerten hinzugefügt wird.
- Korngröße
- Diese Einstellung ist nur für die Störung „Korn“ verfügbar.
- Störungsphase (nur „Störungen HLS“)
- Ein Eingabewert für den Zufallszahlengenerator für die Störung. Wenn Sie für „Störungsphase“ Keyframes einrichten, durchläuft der Effekt die Phasen, um animierte Störungen zu erzeugen. Je größer die Unterschiede zwischen den Keyframewerten sind, desto schneller ist die Störungsanimationen.
- Störungsanimationsgeschwindigkeit (nur „Störungen HLS Auto“)
- Die Geschwindigkeit der Störungsanimation. Wenn Sie die Störungsanimation beschleunigen oder verzögern möchten, animieren Sie diese Eigenschaft.
Effekt „Körnung entfernen“
Der Effekt „Körnung entfernen“ dient zum Entfernen von Körnung oder visuellen Störungen. Dieser Effekt versucht anhand ausgefeilter Signalverarbeitungs- und statistischer Berechnungen das Bild so wiederherzustellen, wie es ohne Körnung oder Störungen aussehen würde. Es gibt zwar viele Methoden, mit denen sich Störungen in einem Bild reduzieren lassen, z. B. mit dem Effekt „Gaußscher Weichzeichner“ oder „Median“, dabei werden jedoch stets die Schärfe und Glanzlichter beeinträchtigt. Der Effekt „Körnung entfernen“ hingegen kann feine Details von Störungen unterscheiden und daher weitgehend erhalten.
Für den Effekt „Körnung entfernen“ gibt es verschiedene Optionen, mit denen sich Störungsreduzierung und Bildschärfe präzise aufeinander abstimmen lassen. Ferner kann der Effekt die Unterschiede zwischen Frames analysieren, um Störungsreduzierung und Bildschärfe weiter zu verbessern. Da dabei mehrere Zeiträume berücksichtigt werden, spricht man auch von zeitlicher Filterung.
Mit den für den Effekt „Körnung entfernen“ unter „Zeitliche Filterung“ verfügbaren Einstellungen können Sie den aktuellen Frame anhand eines statistischen Algorithmus an den vorherigen und den folgenden Frame angleichen. Diese Einstellungen sind besonders beim Entfernen von Komprimierungsartefakten aus DV- und Videofootage wirksam.
Die Ergebnisse dieses Filters lassen sich nur dann richtig beurteilen, wenn Sie sich die Sequenz in Echtzeit ansehen. Dazu müssen Sie eine RAM-Vorschau einblenden oder die Sequenz in eine Datei rendern und sich den Film ansehen.
Wenn die Vorschau des Effekts „Körnung entfernen“ schneller angezeigt werden soll, ändern Sie die Effekteinstellungen im Effektfenster am besten der Reihe nach. Ermitteln Sie zuerst effektive Einstellungen für die Körnungsreduzierung und ändern Sie dann erst die drei letzten Einstellungen.Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Hinzufügen zeitlicher Filterung zu einer Ebene
- Wenden Sie den Effekt „Körnung entfernen“ auf das Bild an.
- Platzieren Sie den Vorschaubereich für „Körnung entfernen“ über dem Bildbereich, der die subtilsten Änderungen zwischen Frames aufweist bzw. die meisten beweglichen Bilddetails enthält.
- Wählen Sie unter „Zeitliche Filterung“ die Option „Aktivieren“ aus.
- Ändern Sie den Wert für „Betrag“ auf 100 %.
- Erstellen Sie eine RAM-Vorschau der Komposition, oder rendern bzw. exportieren Sie sie.
- Wenn sich bewegende Objekte von unerwünschten Streifen oder unscharfen Stellen umgeben sind, verringern Sie den Wert für „Bewegungsempfindlichkeit“ und sehen Sie sich erneut eine Vorschau an bzw. rendern Sie die Sequenz.
- Mit den folgenden Techniken können Sie das Ergebnis verbessern:
Wenn Sie sehr auffällige Störungen in einem Film schnell reduzieren möchten, setzen Sie den Wert für „Störung reduzieren“ auf 0 und die Option „Betrag“ unter „Zeitliche Filterung“ auf 100 %. Rendern Sie dann den Film.
Wenn Sie die Vorschau beschleunigen möchten, wenden Sie die zeitliche Filterung auf die Ebene an, nachdem alle Einstellungen für einen einzelnen Frame angepasst wurden.
Wenn Sie die Effekte auf einer Ebene erhalten und ihr eine zeitliche Filterung zuweisen möchten, sollten Sie die ausgewählte Ebene vorkomponieren („Ebene“ > „Unterkomposition erstellen“) und dann den Effekt „Körnung entfernen“ auf diese Ebene anwenden.
Scharfzeichnen eines Bildes mit der Einstellung „Unscharf maskieren“
Mit den für den Effekt „Körnung entfernen“ verfügbaren Einstellungen unter „Unscharf maskieren“ können Sie den Kontrast von Kanten und feinen Details erhöhen, um einen Teil der Schärfe wiederherzustellen, die bei der Körnungsreduzierung eventuell verloren gegangen ist.
Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:Erhöhen Sie unter „Unscharf maskieren“ den Wert für „Betrag“, um eine akzeptable Scharfzeichnung zu erzielen, ohne dabei unerwünschte Artefakte zu erzeugen oder zu viel Körnung wiederherzustellen.
Erhöhen Sie den Wert für „Schwellenwert“, um unerwünschte Artefakte zu entfernen, die bei der Scharfzeichnung entstehen.
Ändern Sie den Wert für „Radius“, um den Bereich zu verändern, in dem „Unscharf maskieren“ nach Details sucht.
Ändern Sie den Wert für „Störung reduzieren“, bis Sie den Punkt erreichen, an dem das Bild unscharf wird. Erhöhen Sie den Wert dann ein wenig und wenden Sie die Einstellungen für „Unscharf maskieren“ an, um das Bild scharfzuzeichnen.
Effekt „Turbulente Störung“
Beim Effekt „Turbulente Störung“ wird Perlin-Rauschen verwendet, um Graustufenrauschen zu erzeugen, das Sie für organisch aussehende Hintergründe, Verschiebungsebenen und Strukturen verwenden oder mit dem Sie z. B. Wolken, Feuer, Lava, Dampf, fließendes Wasser oder Dunst simulieren können.
Der Effekt „Turbulente Störung“ ist im Wesentlichen eine moderne, leistungsstärkere Umsetzung des Effekts „Fraktale Störungen“. Das Rendern geht beim Effekt „Turbulente Störung“ schneller; zudem ist der Einsatz für das Erstellen flüssiger Animationen einfacher. Der Effekt „Turbulente Störung“ modelliert turbulente Systeme exakter: Kleinere Störungselemente bewegen sich schneller als große. Der Einsatz des Effekts „Fraktale Störungen“ statt des Effekts „Turbulente Störung“ ist vor allem bei der Erstellung von Animationsschleifen empfehlenswert, da es beim Effekt „Turbulente Störung“ keine Zykluseinstellungen gibt.
Mit den Einstellungen für „Evolution“ können Sie feine Änderungen an der Form der Störung vornehmen. Durch Animieren dieser Einstellungen entstehen übergangslose Änderungen der fraktalen Störungen im Zeitablauf. Sie können so beispielsweise vorüberziehende Wolken oder fließendes Wasser darstellen.
Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.
Regler
- Fraktaltyp
- Die fraktale Störung wird durch Generierung eines Rasters von Zufallszahlen für die einzelnen Störungsebenen erstellt. Die Einstellung „Komplexität“ gibt die Anzahl der Störungsebenen an. Mit der Einstellung „Fraktaltyp“ werden die Eigenschaften dieses Rasters festgelegt.
- Art des Rauschens
- Die Art der Interpolation, die zwischen den Zufallswerten im Störungsraster verwendet werden soll.
- Umkehren
- Kehrt die Störung um. Schwarze Bereiche werden zu weißen und weiße Bereiche zu schwarzen.
- Kontrast
- Der Standardwert ist 100. Bei höheren Werten erhalten Sie größere, schärfer definierte Schwarz- und Weißbereiche in der Störung, wodurch sich im Allgemeinen die Detailschärfe reduziert. Je niedriger die Werte werden, desto größere Graubereiche entstehen, die zu einem Aufweichen oder sogar gänzlichen Eliminieren der Störung führen.
- Überlauf
- Ordnet die Werte neu zu, die außerhalb des Bereichs von 0 bis 1,0 liegen. Folgende Optionen stehen zur Auswahl:
- Beschneiden
- Sorgt dafür, dass jeder Wert über 1,0 als reines Weiß und jeder Wert unter 0 als reines Schwarz angezeigt wird. Mit dem Wert für „Kontrast“ wird festgelegt, wie groß der Anteil des Bildes ist, der außerhalb dieses Bereichs liegt. Bei höheren Werten erhalten Sie ein zumeist schwarzes und/oder weißes Bild mit geringerem Grauanteil. Daher führen höhere Kontrastwerte zu einer geringeren Detailschärfe. Wird die Ebene als Luminanz-Matte verwendet, verfügt sie über schärfere, deutlicher ausgeprägte Transparenzbereiche.
- Weich beschränken
- Weist die Werte auf einer unendlichen Kurve so zu, dass alle Werte im gültigen Bereich bleiben. Mit dieser Option wird der Kontrast reduziert, während die Störungen grau mit einigen wenigen rein schwarzen oder rein weißen Bereichen erscheinen. Wird die Ebene als Luminanz-Matte verwendet, verfügt sie über feine Transparenzbereiche.
- Zurücklaufen
- Ordnet die Werte in Dreieckform neu zu, wodurch Werte oberhalb von 1,0 oder unterhalb von 0 als gültig betrachtet werden. Mit dieser Option erhalten Sie feine Details, wenn der Kontrast über 100 liegt. Wird die Ebene als Luminanz-Matte verwendet, zeigt sie detaillierte strukturierte Transparenzbereiche.
- HDR-Ergebnisse zulassen
- Es wird keine Neuzuordnung durchgeführt. Werte außerhalb des Bereichs von 0 bis 1,0 werden beibehalten.
- Transformieren
- Einstellungen zum Drehen, Skalieren und Positionieren der Störungsebenen. Die Ebenen wirken, als ob sie sich in unterschiedlichen Tiefen befinden würden, wenn Sie „Perspektivische Verschiebung“ auswählen.
- Komplexität
- Die Anzahl an Störungsebenen, die gemäß den Detaileinstellungen kombiniert werden, um die Störung zu erzeugen. Wenn diese Zahl erhöht wird, wird die optische Tiefe und die Detailliertheit der Störung gesteigert.Hinweis: Eine Erhöhung der Komplexität führt zu längeren Renderzeiten. Versuchen Sie gegebenenfalls, eher die Größe als die Komplexität zu reduzieren – die Ergebnisse sind ähnlich und die Renderzeiten verkürzen sich. Mit einem Trick können Sie die optische Komplexität erhöhen, ohne die Renderzeit zu verlängern: Verwenden Sie eine negative oder eine sehr hohe Einstellung für Kontrast bzw. Helligkeit und wählen Sie für „Überlauf“ die Option „Zurücklaufen“.
- Detaileinstellungen
- Die Störung wird durch das Kombinieren von Störungsebenen generiert. Mit den Detaileinstellungen wird gesteuert, wie diese Kombination vonstatten geht und wie die Eigenschaften der Störungsebene gegeneinander versetzt sind. Durch das Verkleinern aufeinander folgender Ebenen werden feinere Details erzeugt.
- Detaileinfluss
- Gibt an, wie viel Einfluss jede aufeinander folgende Ebene auf die kombinierte Störung hat. Bei 100 % haben alle Wiederholungen gleich viel Einfluss. Bei 50 % hat jede Wiederholung halb so viel Einfluss wie die vorherige Wiederholung. Bei einem Wert von 0 % wirkt der Effekt, als sei die Komplexität gleich 1.
- Detailskalierung
- Der Prozentsatz der Skalierung einer Störungsebene im Verhältnis zur vorherigen Störungsebene.
- Evolution
- Verwendet zunehmende Umdrehungen. Dies bedeutet, dass sich mit jeder neuen Umdrehung auch das Bild weiter ändert. Diese Methode ist anders als bei normalen Umdrehungen, die sich nach der Einstellung einer Skalenscheibe richten, für die das Ergebnis für alle Vielfachen von 360° gleich ist. Bei „Evolution“ unterscheidet sich das Aussehen bei 0° vom Aussehen nach einer Umdrehung, was sich wiederum vom Aussehen nach zwei Umdrehungen unterscheidet, usw.
Sie können angeben, wie stark die Störung sich über einen Zeitraum entwickelt, indem Sie „Evolution“ animieren. Je mehr Umdrehungen innerhalb einer angegebenen Zeit stattfinden, umso schneller ändert sich die fraktale Störung. Zu große Änderungen des Wertes für „Evolution“ innerhalb eines kurzen Zeitraums können abrupte Übergänge zur Folge haben.
- Optionen für Evolution
- Turbulenzfaktor
- Der Wert, um den sich die Geschwindigkeit kleinerer Störungselemente von der Geschwindigkeit größerer Störungselemente unterscheidet. Bei einem Wert von 0 entspricht die Bewegung den vom Effekt „Fraktale Störungen“ generierten Störungsbewegungen – kleinere Elemente bewegen sich dann genauso schnell wie größere. Bei einem höheren Wert entsteht der Eindruck, dass die Störungsebenen ähnlich aufgewühlt werden wie natürliche Turbulenzen in einer Flüssigkeit.
- Zufallsverteilung
- Ermöglicht das Festlegen eines zufälligen Ausgangswerts für die Generierung der Störung. Das Animieren der Eigenschaft „Zufallsverteilung“ führt zu einem plötzlichen Wechsel von einem Störungssatz zu einem anderen (innerhalb desselben Fraktaltyps). Dies ist normalerweise kein erwünschtes Ergebnis. Animieren Sie die Eigenschaft „Evolution“, um eine glatte Überblendung von Störungen zu erhalten.
Durch Wiederverwenden von bereits erstellten Evolutionszyklen mit einem jeweils anderen Wert für „Zufallsverteilung“ lassen sich schnell und einfach neue Animationen mit Störungen erstellen. Durch Eingeben eines Wertes für „Zufallsverteilung“ wird das Störungsmuster verändert, ohne dass die Evolutionsanimation gestört wird. - Deckkraft
- Dies ist die Deckkraft der Störung.
- Füllmethode
- Art der Überblendung zwischen der Störung und dem Originalbild. Die zur Wahl stehenden Füllmethoden sind bis auf die folgenden Ausnahmen mit denen in der Spalte „Modi“ identisch:
- Ohne
- Rendert nur die fraktale Störung. Eine Mischung mit der Originalebene findet nicht statt.
- Farbton
- Die fraktale Störung wird nicht als Graustufen, sondern als Farbtonwerte gerendert. Die Sättigung und Helligkeit der Originalebene bleiben erhalten. Wenn es sich bei der Originalebene um eine Graustufenebene handelt, passiert nichts.
- Sättigung
- Die fraktale Störung wird nicht als Graustufen, sondern als Sättigung gerendert. Der Farbton und die Helligkeit der Originalebene bleiben erhalten. Wenn es sich bei der Originalebene um eine Graustufenebene handelt, passiert nichts.
Eine Beschreibung der einzelnen Füllmethoden finden Sie im Abschnitt Füllmethodenreferenz.
und dann auf eine Farbe an einer beliebigen Stelle auf dem Bildschirm.
. Danach können Sie den letzten Schnappschuss anstelle der aktiven Komposition anzeigen sowie zwischen dem aktuellen und den vorherigen Zuständen des Vorschaubereichs hin- und herwechseln, indem Sie auf „Schnappschuss anzeigen“
klicken. Dies ist äußerst nützlich, wenn Sie sich subtile Änderungen ansehen möchten. (Siehe
, um den Effekt vorübergehend zu deaktivieren. Klicken Sie im Kompositionsfenster auf „Schnappschuss“
an die gewünschte Stelle. 