Bewegungspfade
Beim Animieren räumlicher Eigenschaften, z. B. „Position“, „Ankerpunkt“ und Eigenschaften für Effektankerpunkte, wird die Bewegung als Bewegungspfad angezeigt. Bewegungspfade werden als Folge von Punkten dargestellt, wobei jeder Punkt eine Position der Ebene im jeweiligen Frame kennzeichnet. Ein Kästchen im Pfad zeigt an, dass sich an dieser Position ein Keyframe befindet.
Zusätzlich zum Zeitleistenfenster stellen Bewegungspfade ganz einfach eine Alternative zur optischen und räumlichen Darstellung von und dem Arbeiten mit räumlichen Eigenschaften und den zugehörigen Keyframes dar. Sie können einen Bewegungspfad ändern, indem Sie einen vorhandenen Keyframe ändern oder einen neuen Keyframe hinzufügen. Sie können die Form eines Bewegungspfads ändern, indem Sie die Methoden für die räumliche Interpolation seiner Keyframes ändern. (Siehe Räumliche und zeitliche Keyframe-Interpolation.)
Die Dichte der Punkte zwischen den Rahmen in einem Bewegungspfad gibt die relative Geschwindigkeit der Ebene oder des Effektankerpunkts an. Wenn die Punkte dicht nebeneinander liegen, bedeutet dies eine geringe Geschwindigkeit. Wenn die Punkte weiter auseinander liegen, ist die Geschwindigkeit höher.
Das Bearbeiten von Keyframes für eine räumliche Eigenschaft mit dem Zeichenstift oder dem Auswahl-Werkzeug im Kompositions- oder Ebenenfenster ähnelt dem Bearbeiten eines Bézier-Pfades für eine Maske oder für eine Form auf einer Formebene. (Siehe Pfade.)
Ein Bewegungspfad ist weniger komplex und in der Regel einfacher zu bearbeiten, wenn Sie zur Pfadbeschreibung nur wenige Keyframes verwenden. Mit dem Befehl „Glätten“ können Sie überflüssige Keyframes aus dem Pfad entfernen.
Jonas Hummelstrand und Dan Ebberts bieten auf der General Specialist-Website eine Animationsvorgabe und Anleitungen zum Skalieren und Drehen eines Bewegungspfads an.
Anzeigen der Bewegungspfadsteuerungen
Die Bewegungspfade für „Position“ werden im Kompositionsfenster und die Bewegungspfade für „Ankerpunkt“ und für Effektankerpunkte werden im Ebenenfenster angezeigt.
- Für die Anzeige der Bewegungspfadsteuerungen im Kompositionsfenster wählen Sie „Ansicht“ > „Anzeigeoptionen“ und anschließend die Optionen „Effekteinstellungen“, „Keyframes“, „Bewegungspfade“ und „Bewegungsgriffe“ aus. Um „Position“-Bewegungspfade im Kompositionsfenster anzuzeigen, muss die Eigenschaft „Position“ ausgewählt sein.
- Um die Bewegungspfadsteuerungen im Ebenenfenster anzuzeigen, wählen Sie die jeweilige Eigenschaft oder den Effekt im Menü „Ansicht“ im unteren Bereich des Ebenenfensters aus.
- Um die Anzahl der Keyframes festzulegen, die für einen Bewegungspfad angezeigt werden sollen, wählen Sie „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Anzeige“ (Windows) bzw. „After Effects“ > „Einstellungen“ > „Anzeige“ (Mac OS) und eine Option im Abschnitt „Bewegungspfad“ aus.
- Um die Größe der Richtungsgriffpunkte der Bézier-Interpolation für Bewegungspfade anzugeben, wählen Sie „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Allgemein“ (Windows) bzw. „After Effects“ > „Einstellungen“ > „Allgemein“ (MacOS) aus, und bearbeiten Sie den Wert „Größe des Pfadpunkts“.
Skizzieren eines Bewegungspfades mit „Bewegung skizzieren“
Mithilfe von Bewegungsskizzen können Sie einen Pfad für die Bewegung der ausgewählten Ebene zeichnen, der die Position der Ebene und die Geschwindigkeit, mit der Sie zeichnen, aufzeichnet. Während Sie zeichnen, wird an jedem Frame ein „Position“-Keyframe erstellt.
Bewegungsskizzen wirken sich nicht auf Keyframes aus, die Sie für andere Eigenschaften gesetzt haben. Wenn Sie zum Beispiel „Drehung“-Keyframes für das Bild eines Balls einrichten, können Sie Bewegungsskizzen verwenden, um „Position“-Keyframes zu erstellen, sodass der Ball am von Ihnen erstellten Pfad entlang zu rollen scheint.
John Dickinson stellt eine Demonstration der Bewegungsskizzierung in einem Video-Lehrgang auf seiner Motionworks-Website bereit.
Erstellen eines Bewegungspfades aus Masken, Formen oder Konturpfaden
Sie können einen Bewegungspfad aus verschiedenen Pfadtypen erstellen:
der Eigenschaft „Maskenpfad“
der Formeigenschaft „Pfad“ auf einer Formebene
der Eigenschaft „Pfad“ für eine Kontur
einem Pfad, der aus Illustrator oder Photoshop kopiert wurde
Jeder dieser Pfade kann in die Ebeneneigenschaft „Position“ bzw. „Ankerpunkt“ oder in die Eigenschaft „Position“ eines Effektankerpunktes eingefügt werden. Die eingefügten Keyframes, mit Ausnahme des ersten und des letzten, sind zeitlich nicht fixiert, um eine konstante Geschwindigkeit entlang des Pfades zu erzielen.
Standardmäßig beträgt die Dauer des eingefügten Bewegungspfades 2 Sekunden. Sie können die Dauer durch Ziehen des ersten oder letzten Keyframes im Zeitleistenfenster anpassen.
- Kopieren eines Pfades in die Zwischenablage:
Wählen Sie eine Pfadeigenschaft im Zeitleistenfenster und anschließend „Bearbeiten“ > „Kopieren“ aus.
Wählen Sie einen Pfad in Illustrator oder Photoshop und anschließend „Bearbeiten“ > „Kopieren“ aus.
- Wählen Sie im Zeitleistenfenster die Eigenschaft aus, in die der Pfad eingefügt werden soll.
- Setzen Sie die Zeitmarke für den aktuellen Zeitpunkt auf die Zeit für den ersten Keyframe des Bewegungspfades.
- Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Einfügen“ (Windows) bzw. „Bearbeiten“ > „Einsetzen“ (Mac OS).
Andrew Devis zeigt in diesem Video auf der Creative COW-Website , wie Pfade aus Illustrator als Bewegungspfade in After Effects verwendet werden.
Bewegungsunschärfe
Wenn Sie einen einzelnen Frame eines Kino- oder Videofilms betrachten, in dem ein bewegtes Objekt enthalten ist, wirkt das Bild oft verschwommen, da der Frame einen Zeitausschnitt abbildet (bei Filmen ist ein Frame beispielsweise 1/24 Sekunde lang). In dieser Zeit befindet sich das Objekt an mehreren Positionen auf seinem Weg innerhalb des Frames, es wird also nicht als scharf abgegrenztes Standobjekt angezeigt. Je schneller sich das Objekt bewegt, desto unschärfer erscheint es. Der Verschlusswinkel und die Verschlussphase der Kamera wirken sich ebenfalls auf die Unschärfe aus. Sie bestimmen, wie lange der Verschluss geöffnet bleibt und wann der Verschluss relativ zum Anfang des Frames geöffnet wird.
Im Unterschied dazu können Sie bei einem einzelnen Frame einer mit dem Computer erstellten Animation u. U. nicht sagen, welche Objekte sich bewegen, weil alle sich bewegenden Objekte genauso scharf und deutlich erscheinen wie die sich nicht bewegenden Objekte. Ohne Bewegungsunschärfe entsteht bei der Ebenenanimation statt eines kontinuierlichen Ablaufs ein stroboskopähnlicher Effekt, bei dem die Bewegung „abgehackt“ aussieht. Wenn Sie den Ebenen, die Sie in After Effects animieren, Bewegungsunschärfe hinzufügen, erscheint die Bewegung glatter und natürlicher.
Sie aktivieren die Bewegungsunschärfe für jede einzelne Ebene und Sie bestimmen, ob die Bewegungsunschärfe für Vorschauen oder für die endgültige Ausgabe gerendert wird. Mit dem Kompositionenschalter „Bewegungsunschärfe aktivieren“
im oberen Bereich des Zeitleistenfensters können Sie das Rendern der Bewegungsunschärfe für Vorschauen aktivieren oder deaktivieren. Ändern der Rendereinstellungen im Renderlistenfenster, um das Rendern der Bewegungsunschärfe für die endgültige Ausgabe zu aktivieren oder zu deaktivieren. Wenn die Einstellung „Schalter beeinflussen verschachtelte Kompositionen“ im Bereich „Allgemeine Voreinstellungen“ aktiviert ist, unterliegen verschachtelte Kompositionen der Einstellung der Kompositionen, in denen sie enthalten sind. (Siehe Erstellen von Unterkompositionen und Verschachteln.)
Da die Bewegungsunschärfe das Rendern verlangsamt, sollten Sie den Kompositionsschalter während der Arbeit deaktivieren und nur dann aktivieren, wenn Sie das endgültige Ergebnis anzeigen möchten.
Um die Bewegungsschärfe für eine Ebene zu aktivieren, führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
- Klicken Sie im Zeitleistenfenster auf den Ebenenschalter „Bewegungsunschärfe“
für die jeweilige Ebene. - Wählen Sie die Ebene und „Ebene“ > „Schalter“ > „Bewegungsunschärfe“ aus.
Die Anzahl von Samples in After Effects für die Berechnung der Bewegungsunschärfe wird jeder Ebene angepasst und richtet sich nach der Bewegung der jeweiligen Ebene. Diese Anpassbarkeit sorgt für eine hochwertige Bewegungsunschärfe. Bei einer sich langsam bewegenden Ebene ist dabei kein so häufiges Sampling erforderlich wie bei einer sich schnell bewegenden Ebene. Hohe Sampleraten vermindern die Render-Leistung.
Wenn „Bewegungsunschärfe“ für eine Komposition aktiviert und das Zeitleistenfenster eingezoomt ist, sodass Sie einzelne Frames erkennen können, gibt ein hellgrauer Bereich um die Zeitmarke die Verschlussphase und den Verschlusswinkel an. In der Spaltenbreite finden Sie den Verschlusswinkel und im Spaltenversatz die Verschlussphase an. Diese optische Darstellung zeigt, wie einzelne Frames für die Berechnung der Bewegungsunschärfe in dieser Komposition aufgenommen werden.
Beim Animieren einer Ebene können Sie mit Bewegungsunschärfe arbeiten, z. B. wenn Sie eine Textebene über den Bildschirm laufen lassen. Einer Bewegung, die bereits in einer Ebene vorhanden ist, können Sie mit dem Ebenenschalter „Bewegungsunschärfe“ und dem Kompositionsschalter „Bewegungsunschärfe aktivieren“ keine Bewegungsunschärfe hinzufügen.
Wenn Sie die Bewegungsabläufe in Videos glätten möchten, denen Sie eine Framerate zugewiesen haben, die weit unter oder über der des Originals liegt, verwenden Sie die Option „Frame-Überblendung“ und nicht „Bewegungsunschärfe“.
Bewegungsunschärfeeinstellungen auf der Registerkarte „Erweitert“ der Kompositionseinstellungen
- Samples pro Frame
- Die Mindestanzahl von Samples. Dies ist die Mindestanzahl an Samples für Frames, für die eine adaptive Samplerate, die auf der Ebenenbewegung basiert, in After Effects nicht definiert werden kann. Diese Samplerate wird für 3D-Ebenen und Formebenen verwendet.
- Grenzwert für adaptive Samples
- Die Höchstanzahl von Samples.
- Verschlusswinkel
- Der Verschlusswinkel wird in Grad angegeben und simuliert die durch einen sich drehenden Verschluss erzeugte Belichtung. Der Verschlusswinkel verwendet die Footage-Framerate, um die simulierte Belichtung zu bestimmen, die sich auf die Bewegungsunschärfe auswirkt. Wenn Sie z. B. für 24-fps-Footage „90°“ (25 % von 360°) eingeben, ergibt sich eine effektive Belichtung von 1/96 einer Sekunde (25 % von 1/24 Sekunde). Wenn Sie 1° festlegen, wird fast keine Bewegungsunschärfe angewendet, während bei 720° eine sehr hohe Bewegungsunschärfe angewendet wird.
- Verschlussphase
- Die Verschlussphase wird ebenfalls in Grad gemessen. Sie bestimmt, wann der Verschluss relativ zum Frame-Anfang geöffnet wird. Das Anpassen dieses Wertes kann helfen, wenn ein Objekt mit angewendeter Bewegungsunschärfe scheinbar hinter der Position eines Objekts zurückbleibt, auf das keine Bewegungsschärfe angewendet wurde.
Für eine Ebene, die unter Verwendung von Motion-Tracking-Daten über eine andere Ebene gelegt wird, ist ein Verschlussphasenwert von -1/2 des Verschlusswinkelwerts optimal. (Beispiel: Verschlussphase = -90, Verschlusswinkel = 180.) Durch diese Einstellungskombination entsteht eine auf dem ursprünglichen Objekt zentrierte Unschärfe.
Anwenden von Bewegungsunschärfe auf eine Maske
Mit Bewegungsunschärfe erzeugen Sie eine Unschärfe basierend auf der Bewegung einer Maske in der Komposition. Sie können Bewegungsunschärfe auf einzelne Masken anwenden. Sie müssen für jede Ebene oder Maske innerhalb einer Ebene auf den Schalter „Bewegungsunschärfe aktivieren“ der Komposition klicken, um Bewegungsunschärfe auf die Ebene oder Maske anzuwenden.
Weitere Ressourcen zur Bewegungsunschärfe
Mark Christiansen erläutert auf der ProVideo Coalition-Website einige Konzepte im Zusammenhang mit Bewegungsunschärfe, Verschlussgeschwindigkeit und Verschlusswinkel.
Trish und Chris Meyer bieten auf der ProVideo Coalition-Website eine Anleitung zum Aufnehmen von Footage und zum Glätten von Bewegung mittels Bewegungsunschärfe.
Andrew Kramer demonstriert in einem Video-Lehrgang auf seiner Video die Vorteile der Verwendung von 32-bpc-Farbe mit Bewegungsunschärfe. (Siehe Farbtiefe und HDR-Farben.)
Wenn Sie ähnliche Ergebnisse wie mit ReelSmart Motion Blur erzielen möchten, wenden Sie den Effekt „Zeitverkrümmung“ an, stellen Sie die Geschwindigkeit auf 100 ein, aktivieren Sie die Bewegungsunschärfe innerhalb des Effekts und verwenden Sie die manuellen Verschlusssteuerungsfunktionen, um die Bewegungsunschärfe anzupassen.Glätten von Bewegungen und Geschwindigkeit durch Entfernen zusätzlicher Keyframes
Sie können Bewegungspfade, Wertkurven und Geschwindigkeitskurven glätten und so unruhige Stellen oder überflüssige Keyframes beseitigen. Verwenden Sie dazu das Glätten-Werkzeug, mit dem Keyframes hinzugefügt bzw. nicht benötigte Keyframes entfernt werden können.
Sie können für diesen Zweck aber ebenso gut auch die Expression-Methode Glätten verwenden, ohne Keyframes zu entfernen. (Siehe Objekttyp „Property“ (Eigenschaft): Attribute und Methoden (Expression-Referenz).)Wenn Sie das Glätten-Werkzeug auf Eigenschaften anwenden, die sich räumlich ändern (z. B. die Eigenschaft „Position“), können Sie lediglich die räumliche Kurve glätten (also die Kurve, die durch die Bewegung definiert wird). Wenn Sie das Glätten-Werkzeug hingegen auf Eigenschaften anwenden, die sich nur zeitlich ändern (z. B. die Eigenschaft „Deckkraft“), können Sie nur die Wert- und die Geschwindigkeitskurve glätten (also die Kurve, die durch den Wert bzw. die Geschwindigkeit definiert wird).
Außer dem Hinzufügen oder Entfernen überflüssiger Keyframes wendet das Glätten-Werkzeug beim Glätten der zeitlichen Kurve auch auf jeden Keyframe die Bézier-Interpolation an. (Siehe Keyframe-Interpolationsmethoden.)
- Wählen Sie im Zeitleistenfenster entweder alle Keyframes für eine Eigenschaft aus, um eine ganze Kurve zu glätten, oder wählen Sie mindestens drei Keyframes aus, wenn nur ein bestimmter Teil einer Kurve geglättet werden soll.
- Wählen Sie „Fenster“ > „Glätten“. Im Menü „Anwenden auf“ wählt das Glätten-Werkzeug je nach dem Typ der Eigenschaft, für die Sie in Schritt 1 Keyframes ausgewählt haben, automatisch die Option „Bewegungspfad“ oder „Zeitliche Kurve“ aus.
- Legen Sie einen Wert unter „Toleranz“ fest. Die Toleranzeinheiten stimmen mit den Einheiten der Eigenschaft überein, für die Sie die Glättung vornehmen. Neue Keyframe-Werte weichen nicht mehr als der festgelegte Wert von der Originalkurve ab. Höhere Werte führen zu glatteren Kurven; bei zu hohen Werten kann es jedoch passieren, dass die Originalform der Kurve nicht beibehalten wird.
- Klicken Sie auf „Anwenden“ und sehen Sie sich die Ergebnisse in der Vorschau an.
- Wählen Sie ggf. „Bearbeiten“ > „Rückgängig: Glätten“ (Windows) bzw. „Widerrufen: Glätten“ (Mac OS), um die Keyframes zurückzusetzen, ändern Sie den Wert für „Toleranz“ und klicken Sie dann erneut auf „Anwenden“.
Versehen einer Eigenschaft mit Zufälligkeit durch „Verwackeln“
Mit „Verwackeln“ haben Sie die Möglichkeit, jeder Eigenschaft Zufälligkeit in Form von Schwankungen im Zeitverlauf hinzuzufügen.
Sie können aber ebenso gut auch die Expression-Methode Verwackeln zu diesem Zweck verwenden. In den meisten Fällen ist es einfacher, die Expression zu verwenden, als die Funktion „Verwackeln“. (Siehe Objekttyp „Property“ (Eigenschaft): Attribute und Methoden (Expression-Referenz).) Je nach der Eigenschaft und den von Ihnen festgelegten Optionen sorgt „Verwackeln“ für eine bestimmte Anzahl von Abweichungen bei einer Eigenschaft. Dies geschieht durch Hinzufügen von Keyframes und Anwenden von Zufallsparametern auf Interpolationen zu oder von vorhandenen Keyframes. Wenn Sie „Verwackeln“ einsetzen möchten, benötigen Sie mindestens zwei Keyframes.
Mit „Verwackeln“ können Sie natürliche Bewegungen innerhalb festgelegter Grenzen realistischer simulieren. Beispielsweise könnten Sie einen animierten Schmetterling mit Zufälligkeit versehen, um die Illusion zu erwecken, dass der Schmetterling flattert. Setzen Sie Zufälligkeit z. B. bei Helligkeit oder bei Deckkraft ein, um das Flackern eines alten Projektors zu simulieren.
Konvertieren von Audio in Keyframes
Der Keyframe-Assistent „Audio in Keyframes konvertieren“ analysiert die Audioamplitude im Arbeitsbereich und erstellt Keyframes für diese Audioamplitude.
Wählen Sie bei aktiver Komposition im Kompositions- oder Zeitleistenfenster die Option „Animation“ > „Keyframe-Assistent“ > „Audio in Keyframes konvertieren“.Dabei legt der Keyframe-Assistent eine Audioamplituden-Ebene an, die alle Audioquellen in der Komposition repräsentiert. Drei Effekte unter „Einstellungen für Expressions“ mit Reglersteuerung enthalten dabei die folgenden Keyframes: „Linker Kanal“, „Rechter Kanal“ und „Beide Kanäle“.
Um die vom Keyframe-Assistenten erstellten Keyframes nutzen zu können, verknüpfen Sie die Änderungen der Audioamplitude mit anderen Ebeneneigenschaften. Verwenden Sie beispielsweise eine Expression, um die Audio-Keyframes mit der Eigenschaft „Skalierung“ einer Ebene zu verknüpfen und dafür zu sorgen, dass sich die Ebene bei größer werdender Amplitude vergrößert und bei kleiner werdender Amplitude verkleinert.
Online-Ressourcen zum Konvertieren von Audiodaten in Keyframes
Aharon Rabinowitz verdeutlicht in einem Video-Lehrgang auf der Creative COW-Website, wie die Keyframes für Audioamplituden mit anderen Eigenschaften verknüpft werden können, in diesem Fall mit dem Effekt „Komplexe Wellen“, um die Animation mit einem Tonverlauf zu synchronisieren.
John Dickinson bietet auf seiner Motionworks-Website einen Video-Lehrgang an, in dem erläutert wird, wie Sie mit dem Keyframe-Assistenten „Audio in Keyframes konvertieren“ die Deckkraft einer Ebene und eine der Eigenschaften des Effekts „Raster“ im Takt der Musik in einer Tonspur animieren.
Satya Meka bietet auf seiner Website einen Lehrgang und eine Animationsvorgabe an, mit deren Hilfe Sie Animationen basierend auf verschiedenen Audiofrequenzbereichen generieren können.
Nathan Gambles stellt auf der Video Copilot-Website eine Expression zur Verfügung, mit der die Lautstärke von Audio auf einer Ebene abgesenkt (reduziert) wird, wenn sie auf einer anderen Ebene erhöht wird. Diese Methode ist hilfreich, wenn etwa die Lautstärke eines Soundtracks reduziert werden soll, während etwas gesagt wird. Die Expression für den Effekt „Stereo-Mischpult“ ist abhängig vom Keyframe-Assistent für „Audio in Keyframes exportieren“, der auf die anderen Audioebenen angewendet wurde.
Lloyd Alvarez hat auf seiner After Effects Scripts-Website ein Skript veröffentlicht, das Marken hinzufügt, Ebenen aufteilt oder eine neue Textebene mit ansteigender Nummerierung je nach Audiointensität hinzufügt.
Maltaannon (Jerzy Drozda, Jr.) stellt auf seiner Website eine Videoschulung zur Verfügung, die Ihnen zeigt, wie Sie Expressions verwenden, um mit den Ergebnissen des Befehls „Audio in Keyframes konvertieren“ eine Lautstärkeanzeige zu erstellen.
Andrew Devis stellt auf der Creative COW-Website zwei Schulungsvideos zur Verfügung, die detailliert zeigen, wie die lineare Expression-Methode mit dem Befehl „Audio in Keyframes konvertieren“ verwendet wird.


oder das Scheitelpunkt-hinzufügen-Werkzeug
aus.