Adobe Premiere Pro CS3

Anpassen von Projekteinstellungen und Vorgaben

Alle Projekteinstellungen gelten für das gesamte Projekt und die meisten dieser Einstellungen können nicht mehr geändert werden, nachdem das Projekt erstellt wurde.

Projekteinstellungsvorgaben sind Gruppen für Projekteinstellungen. Adobe Premiere Pro wird mit mehreren Kategorien bereits installierter Projekteinstellungsvorgaben geliefert: DV‑24P, DV‑NTSC (nordamerikanischer Standard), DV‑PAL (europäischer Standard), Panasonic P2 DVCPRO50, Panasonic P2 DVCPROHD, HDV und Handy & Geräte. Diese Vorgaben enthalten die korrekten Projekteinstellungen für typische Arten von Projekten. Die Kategorien Panasonic P2 DVCPRO50 und Panasonic P2 DVCPROHD der Projekteinstellungsvorgaben sind für die Bearbeitung von DVCPRO-Material, das mithilfe einer Panasonic P2-Videokamera in MXF-Dateien aufgenommen wurde. Verwenden Sie für im Panasonic P2-Format aufgenommenes DV25-Material eine Voreinstellung für DV-NTSC oder DV-PAL, je nach Fernsehstandard des Filmmaterials.

Wenn Sie ein neues Projekt erstellen, können Sie entweder aus den Projekteinstellungsvorgaben auswählen oder eine Gruppe von Projekteinstellungen Ihren Anforderungen entsprechend anpassen und diese Gruppe dann als benutzerdefinierte Projekteinstellungsvorgaben speichern. Wenn Sie vollständige Kontrolle über nahezu alle Parameter des Projekts haben möchten, müssen Sie ein neues Projekt starten und dessen Projekteinstellungsvorgaben entsprechend anpassen.

Wenn Sie mit der Arbeit in einem Projekt bereits begonnen haben, können Sie die Projekteinstellungen anzeigen, jedoch nur einige davon ändern. Wählen Sie „Projekt“ > „Projekteinstellungen“, um die Einstellungen anzuzeigen, die Sie ändern können.

Projekteinstellungen sind in die folgenden Kategorien unterteilt:

Allgemein
Diese Einstellungen steuern die grundlegenden Eigenschaften des Projekts, einschließlich des Dateiformats, das Adobe Premiere Pro für seine Vorschaudateien und für die Wiedergabe (Bearbeitungsmodus), Zeitmessung (Anzeigeformat) und Videowiedergabe (Timebase) verwendet.

Aufnehmen
Die Aufnahmeeinstellungen bestimmen, wie in Adobe Premiere Pro Video- und Audiodaten direkt von einem Videorekorder oder einer Kamera übertragen werden. (Die anderen Projekteinstellungen haben keine Auswirkungen auf die Aufnahme.) Der Inhalt dieses Fensters hängt vom Bearbeitungsmodus ab. Wenn Sie DV-Filmmaterial aufnehmen, können Sie die Aufnahmeeinstellungen beibehalten. Wenn „DV/IEEE1394-Aufnahme“ als Aufnahmeformat gewählt wurde, stehen keine Optionen zur Verfügung, da sie automatisch auf den IEEE 1394-Standard gesetzt sind. Es werden u. U. zusätzliche Aufnahmeformate und Optionen angezeigt, wenn eine andere Software installiert ist, wie z. B. Software, die im Lieferumfang einer für die Verwendung mit Adobe Premiere Pro zertifizierten Aufnahmekarte enthalten ist.
Hinweis: Für P2 DVCPRO 50- und P2 DVCPRO HD-Projekte ist die Einstellung des Aufnahmeformats nicht relevant, da die Assets direkt als Digitaldateien von der Kamera auf die P2-Karte erfasst und aufgenommen werden.

Video-Rendering
Legt das Dateiformat, den Kompressor, die Farbtiefe und Bittiefe fest, die Adobe Premier Pro für seine Vorschaudateien und für die Wiedergabe verwendet.

Standardsequenz
Die Standardsequenz steuert die Anzahl der Videospuren und die Anzahl sowie die Art der Audiospuren für neu erstellte Sequenzen.
Hinweis: Wenn Sie Projekteinstellungen ändern müssen, die nicht zur Verfügung stehen, können Sie ein neues Projekt mit den gewünschten Einstellungen erstellen und Ihr Projekt in das neue Projekt importieren. Wenn Sie jedoch das aktuelle Projekt in ein Projekt importieren, das eine andere Framerate oder Audiosampling-Rate aufweist, sollten Sie die Video- und Audioschnittpunkte sorgfältig prüfen. Die Schnittpunktpositionen, die unter den alten Einstellungen festgelegt wurden, bleiben zwar erhalten, sie werden jedoch u. U. nicht präzise mit den neuen Einstellungen synchronisiert. Schnittpunkte oder Änderungen, die nach dem Importieren festgelegt bzw. vorgenommen wurden, werden mit den neuen Einstellungen synchronisiert.

Erstellen einer benutzerdefinierten Vorgabe

Zur Anpassung der meisten Projekteinstellungen müssen Sie ein neues Projekt beginnen, eine vorhandene Vorgabe auswählen und diese ändern.

  1. Klicken Sie auf „Neues Projekt“ oder wählen Sie „Datei“ > „Neu“ > „Projekt“.
  2. Wählen Sie unter „Vorgaben laden“ die Vorgabe aus, die Ihrem Videomaterial bzw. den Anforderungen der Aufnahmekarte am ehesten entspricht.
  3. Ändern Sie unter „Benutzerdefinierte Einstellungen“ die Einstellungen für „Allgemein“, „Aufnehmen“, „Video-Rendering“ und „Standardsequenz“, um sie Ihren Anforderungen anzupassen.
  4. Um Ihre benutzerdefinierten Einstellungen als Vorgabe für weitere Projekte zu speichern, klicken Sie auf „Vorgabe speichern“.

    Sie werden in einem Dialogfeld aufgefordert, einen Namen und eine Beschreibung der benutzerdefinierten Vorgabe einzugeben. Hier können Sie wählen, ob Sie die Einstellungen für die Gerätesteuerung als Teil der Vorgabe speichern möchten.

  5. Legen Sie fest, wo das Projekt gespeichert werden soll, benennen Sie es und klicken Sie auf „OK“.

Allgemeine Einstellungen

Wählen Sie allgemeine Einstellungen, die den Spezifikationen des Haupttyps für die Eingabe entsprechen, der für Ihr Projekt gedacht ist (wenn Ihre Zielausgabe beispielsweise DV NTSC ist, verwenden Sie den Bearbeitungsmodus DV NTSC). Willkürliche Änderungen an diesen Einstellungen können zu Qualitätseinbußen führen.

Bearbeitungsmodus
Bestimmt, welches Videoformat für Vorschaudateien und die Wiedergabe verwendet wird, welche Timebases verfügbar sind, welche Komprimierungsverfahren unter „Videoeinstellungen“ angezeigt werden und welche Anzeigeformate verfügbar sind. Wählen Sie einen Bearbeitungsmodus, der am besten mit den Spezifikationen Ihres Zielformat, Ihrer Vorschauanzeige oder Aufnahmekarte übereinstimmt. Im Desktop-Bearbeitungsmodus können Sie alle anderen Projekteinstellungen anpassen. Beachten Sie, dass durch den Bearbeitungsmodus nicht das Format Ihres späteren Films bestimmt wird. Die Ausgabeeinstellungen geben Sie an, wenn Sie den Export durchführen.

Timebase
Gibt die Zeiteinteilungen an, die in Adobe Premiere Pro zur Berechnung der einzelnen Schnittpunkte verwendet werden. Im Allgemeinen wählen Sie 24 für die Bearbeitung von Kinofilmen, 25 für PAL- (europäische Norm) und SECAM-Videos und 29,97 für NTSC-Videos (nordamerikanische Norm. Die Timebase ist nicht zu verwechseln mit der Framerate von aus Sequenzen abgespielten oder exportierten Videos, obgleich die beiden Werte oft übereinstimmen. Die für Timebase verfügbaren Optionen hängen vom ausgewählten Bearbeitungsmodus ab.

Wiedergabeeinstellungen
Zeigt Wiedergabeoptionen für die meisten Bearbeitungsmodi an. Wenn Sie diese Option auswählen, wird ein Dialogfeld mit den Optionen „Echtzeitwiedergabe“, „Exportieren“, „ 24P-Umwandlungsmethode“ und „Anzeigemodus für Desktop“ geöffnet. Sie können auch wählen, ob die Videoausgabe deaktiviert sein soll, wenn sich Adobe Premiere Pro im Hintergrund befindet, und ob die Seitenverhältniskorrektur für externe Geräte aktiviert sein soll.

Framegröße
Gibt die Maße (in Pixeln) für Frames an, wenn Sie Sequenzen abspielen. In den meisten Fällen sollte die Framegröße des Projekts mit der Framegröße der Originaldateien übereinstimmen. Ändern Sie die Framegröße nicht, um die Wiedergabe zu beschleunigen, sondern ändern Sie stattdessen die Wiedergabeauflösung, indem Sie eine andere Qualitätseinstellung im Menü des Projektfensters wählen. Sie können auch die Framegröße der endgültigen Ausgabe anpassen, indem Sie die Exporteinstellungen ändern.

Pixel-Seitenverhältnis
Legt das Seitenverhältnis für einzelne Pixel fest. Wählen Sie „Quadratpixel“ für analoge Videos, gescannte Bilder und computergenerierte Grafiken. Oder verwenden Sie das in Ihren Quelldaten verwendete Format. Wenn Sie ein anderes Pixel-Seitenverhältnis als für das Video verwenden, kann es beim Abspielen und Rendern des Videos zu Verzerrungen kommen.

Halbbilder
Legt die Halbbildreihenfolge fest oder bestimmt, welches Halbbild der Zeilensprung-Halbbilder der Frames zuerst angezeigt wird. Wenn Sie mit Videovollbildern arbeiten, wählen Sie die Option „Keine Halbbilder (Progressive Scan). Beachten Sie, dass viele Aufnahmekarten auch dann Halbbilder aufnehmen, wenn Sie die Aufnahme auf Vollbildmaterial eingestellt haben. Siehe Wissenswertes über Interlaced-Video und Non-Interlaced-Video)

Anzeigeformat (Video)
Adobe Premiere Pro kann verschiedene Timecode-Formate anzeigen. Der Timecode des Projekts kann zum Beispiel in einem Filmformat angezeigt werden, wenn Sie Filmmaterial bearbeiten, oder als einfache Framenummern, wenn die Assets aus einem Animationsprogramm importiert wurden. Wenn Sie die Option „Anzeigeformat“ ändern, wird die Framerate von Clips und Sequenzen dadurch nicht geändert, lediglich die Anzeige der dazugehörigen Timecodes. Die Optionen für die Zeitanzeige entsprechen den Standards für die Bearbeitung von Videos und Kinofilmen. Bei den Timecodes „Frames“ und „Fuß + Frames“ können Sie die Nummer des ersten Frames ändern, damit sie der Zählmethode eines anderen Schnittsystems, mit dem Sie eventuell arbeiten, entspricht.

Die im Feld „Anzeigeformat“ aufgeführten Optionen beruhen auf der Auswahl, die Sie unter „Bearbeitungsmodus“ getroffen haben. Je nach ausgewähltem Bearbeitungsmodus stehen die folgenden Optionen für das Anzeigeformat zur Verfügung:

30-fps-Drop-Frame-Timecode
Gibt die Zeit in Stunden, Minuten, Sekunden und Frames an, wobei die Einheiten durch Semikolons getrennt sind. Beim Drop-Frame-Timecode wird eine Rate von 30 Frames pro Sekunde (fps) zugrunde gelegt, wobei einige Zahlen absichtlich übergangen werden: Um die tatsächliche NTSC-Framerate von 29,97 fps zu berücksichtigen, übergeht der Timecode (auslassen) jede Minute zwei Framenummern (nicht die eigentlichen Frames des Videos), außer bei jeder zehnten Minute. Verwenden Sie diese Option für die Ausgabe auf NTSC-Videoband.
Drop-Frame-Timecode mit 30 fps, angezeigt durch Semikola

30-fps-Non-Drop-Frame-Timecode
Gibt die Zeit in Stunden, Minuten, Sekunden und Frames an, wobei die Einheiten durch Doppelpunkte getrennt sind. Es wird von einer Rate von 30 fps ausgegangen und es werden keine Framenummern ausgelassen. Verwenden Sie dieses Format für die Ausgabe auf Computerbildschirmen über das Web oder CD-ROM.
Durch Doppelpunkte getrennter 30-fps-Non-Drop-Frame-Timecode

24-fps-Timecode:
Gibt die Zeit in Stunden, Minuten, Sekunden und Frames an, wobei die Einheiten durch Doppelpunkte getrennt sind. Wird für 24p-Filmmaterial und zur Ausgabe in 24-fps-Formate für die Verbreitung auf Film und DVD verwendet.
24-fps-Timecode mit „23“ als höchstmögliche Framezahl vor der nächsten Sekunde

25-fps-Timecode:
Gibt die Zeit in Stunden, Minuten, Sekunden und Frames an, wobei die Einheiten durch Doppelpunkte getrennt sind. Verwenden Sie diese Option für die Ausgabe auf PAL-Videoband.
25-fps-Timecode mit „24“ als höchstmögliche Framezahl vor der nächsten Sekunde

Fuß + Frames 16mm
Gibt die Zeit in Fuß und Frames an, ausgehend von einer 16-mm-Film-Framerate: 40 Frames pro Fuß. Verwenden Sie diese Einstellung zur Ausgabe auf 16-mm-Film.
16-mm-Timecode mit Fuß und Frames, wobei „39“ als höchstmögliche Framezahl vor der nächsten Sekunde angezeigt wird

Fuß + Frames 35mm
Gibt die Zeit in Fuß und Frames an, ausgehend von einer 35-mm-Film-Framerate: 16 Frames pro Fuß. Verwenden Sie diese Einstellung zur Ausgabe auf 35-mm-Film.
35-mm-Timecode mit Fuß und Frames, wobei „15“ als höchstmögliche Framezahl vor der nächsten Sekunde angezeigt wird

Frames
Gibt die Zeit nur als Framezählung an. Es werden keine Messungen als Zeit oder räumliche Länge angegeben. Verwenden Sie diese Einstellung für die Ausgabe aufeinander folgender Standbilder, wie z. B. bei einer Animation oder einem DPX-Filmeditor.
Mit dem Frame-Timecode wird einfach jeder Frame der Reihe nach nummeriert.

Hinweis: Bei der Arbeit mit NTSC-Video-Assets sollten Sie in der Regel den 30-fps-Drop-Frame-Timecode verwenden. Dieses Format stimmt mit dem Timecode von NTSC-Videomaterial überein und zeigt die Dauer am genauesten an.

Bereich für geschützten Titel
Bestimmt, welcher Anteil der Framekante zur Markierung als Bereich für geschützte Titel verwendet wird, sodass die Titel nicht durch den Fernsehgerät-Overscan abgeschnitten werden. Ein Rechteck mit Fadenkreuz kennzeichnet diesen Bereich, wenn Sie im Quellmonitor oder im Programmmonitor auf die Schaltfläche „Sichere Ränder“ klicken. Titel benötigen in der Regel einen größeren geschützten Bereich als Aktionen.

Bereich für geschützte Aktion
Bestimmt, welcher Anteil der Framekante zur Markierung als Bereich für geschützte Titel verwendet wird, sodass die Aktion nicht durch den Fernsehgerät-Overscan abgeschnitten wird. Ein Rechteck kennzeichnet diesen Bereich, wenn Sie im Quellmonitor oder im Programmmonitor auf die Schaltfläche „Sichere Ränder“ klicken.

Samplerate
Höhere Raten bieten normalerweise eine bessere Audioqualität bei der Wiedergabe von Audioclips in Sequenzen, nehmen aber auch mehr Festplattenspeicher und Verarbeitungszeit in Anspruch. Erneutes Sampling oder das Einstellen einer anderen Rate als im Originalaudioclip verlängert ebenfalls die Verarbeitungsdauer und beeinträchtigt die Qualität. Sie sollten daher den Audioclip mit einer hohen Samplerate analog aufzeichnen und den Audioclip mit der Rate digital aufnehmen, mit der er aufgezeichnet wurde.

Anzeigeformat
Legt fest, ob die Audiozeit in Audio-Samples oder Millisekunden angezeigt wird. Das Anzeigeformat wird verwendet, wenn die Option zum Anzeigen von Audio-Zeiteinheiten im Quellmonitor oder im Programmmonitor ausgewählt ist. (Standardmäßig wird die Zeit in Frames angegeben, aber sie kann auch in Audioeinheiten angezeigt werden, damit Sie den Audioclip auf Sampleebene exakt bearbeiten können.)
Hinweis: DV-Videodaten und -Audiodaten verwenden standardisierte Einstellungen, die automatisch festgelegt werden, wenn Sie den Bearbeitungsmodus „DV-Wiedergabe“ auswählen. Wenn Sie in diesem Modus arbeiten, sollten Sie die Einstellungen „Timebase“, „Framegröße“, „Pixel-Seitenverhältnis“, „Halbbilder“ und „Samplerate“ nicht ändern.

Einstellungen für Video-Rendering

Die Einstellungen für Video-Rendering legen das Datei-Format, den Kompressor und die Farbtiefe fest, die Adobe Premiere Pro für Vorschaudateien und die Wiedergabe von Clips und Sequenzen verwendet.

Maximale Bittiefe
Mit dieser Option wird die Farb-Bittiefe für die Verwendung in als Videos abgespielten Sequenzen erhöht (bis zu 32 bpc). Diese Einstellung ist u. U. nicht verfügbar, wenn bei dem ausgewählten Kompressor nur eine Option für die Bittiefe vorgesehen ist. Sie können auch eine 8-Bit-Farbtabelle (256 Farben) angeben, wenn Sie ein Videoprogramm für die 8-bpc-Farbwiedergabe erstellen, z. B. wenn Sie den Desktop-Bearbeitungsmodus für das Internet oder eine Präsentationssoftware verwenden. Wenn Ihr Projekt Assets mit hoher Bittiefe enthält, die von Programmen wie Adobe Photoshop oder HD-Camcordern erzeugt wurden, wählen Sie „Maximale Bittiefe“, damit Adobe Premiere Pro bei der Bearbeitung von Effekten oder der Erzeugung von Vorschaudateien alle Farbinformationen in diesen Assets nutzt.

Vorschau
Diese Optionen legen das Dateiformat, den Kompressor und die Farbtiefe fest, die Adobe Premiere Pro für Vorschaudateien und für die Wiedergabe verwendet. Wählen Sie eine Kombination, die eine Vorschau in der bestmöglichen Qualität zulässt, während gleichzeitig die Rendering-Zeit und die Dateigröße auf die Kapazität Ihres Systems abgestimmt ist. Beachten Sie, dass diese Einstellungen für einige Bearbeitungsmodi nicht geändert werden können. Das unkomprimierte 10-Bit (4:2:2 YUV) und unkomprimierte 8-Bit (4:2:2 YUV) Dateiformat entspricht den Spezifikationen für SD-SDI- bzw. HD_SDI-Video. Wählen Sie eines davon aus, wenn Sie eines dieser Formate überwachen oder ausgeben möchten.
Hinweis: Wenn Sie in Ihrem Videoprogramm einen Clip verwenden, ohne Effekte anzuwenden oder die Frame- und Zeiteigenschaften zu ändern, wird in Adobe Premiere Pro der ursprüngliche Codec des Clips für die Wiedergabe verwendet. Wenn Sie Änderungen vornehmen, die eine Neuberechnung der einzelnen Frames erfordern, wird der hier ausgewählte Codec verwendet.

Standbilder optimieren
Diese Option dient zur effizienten Verwendung von Standbildern in Sequenzen. Wenn zum Beispiel ein Standbild in einem Projekt mit 30 fps eine Dauer von 2 Sekunden hat, wird in Adobe Premiere Pro anstelle von 60 Frames mit jeweils 1/30 Sekunde ein Frame von 2 Sekunden Länge erstellt. Deaktivieren Sie diese Option, wenn Sequenzen bei der Anzeige von Standbildern Probleme mit der Wiedergabe aufweisen.

Sie sollten die Projekteinstellungen auch dann speichern und benennen, wenn Sie sie nur für ein Projekt verwenden möchten. Hierdurch wird eine Sicherungskopie der Einstellungen erstellt, auf die Sie zurückgreifen können, wenn jemand versehentlich die aktuellen Projekteinstellungen ändert.

Ändern der Einstellungen zur automatischen Speicherung

Adobe Premiere Pro speichert Ihr Projekt standardmäßig alle 20 Minuten automatisch und behält jeweils die letzten fünf Versionen der Projektdatei auf der Festplatte bei. Sie können jederzeit zu einer zuvor gespeicherten Version zurückkehren. Das Archivieren mehrerer Instanzen eines Projekts nimmt relativ wenig Festplattenspeicher in Anspruch, da Projektdateien viel kleiner sind als Original-Videodateien. Normalerweise sollten die Projektdateien auf dem gleichen Festplattenlaufwerk wie die Anwendung gespeichert werden. Archivierte Dateien werden im Ordner „Adobe Premiere Pro – Automatische Speicherung“ abgelegt.

  1. Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen > „Automatische Speicherung“ (Windows) oder „Premiere Pro“ > „Voreinstellungen“ > „Automatische Speicherung“ (Mac OS) aus.
  2. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus und klicken Sie anschließend auf „OK“:
    • Wählen Sie „Projekte automatisch speichern“ und geben Sie die Anzahl der Minuten zwischen den Speichervorgängen ein.

    • Geben Sie unter „Maximale Anzahl an Projektversionen“ die Anzahl der Versionen an, die in einer Projektdatei gespeichert werden sollen. Wenn Sie zum Beispiel 10 eingeben, speichert Adobe Premiere Pro die letzten zehn Versionen.

Erstellen von Projekten mit unkomprimierter Videowiedergabe (nur Windows).

Für die hochwertigste Vorschau von Sequenzen in SD- oder HD-Projekten (nicht für DV- oder HDV-Projekte) können Sie eines der unkomprimierten Formate für die Vorschaudateien verwenden. Sie können eines dieser Formate verwenden, wenn Sie die Vorschau beispielsweise über eine SD-Karte oder ein Gerät auf einem HDTV-Monitor durchführen. Unkomprimiertes 8-Bit (4:2:2 YUV) ist besonders geeignet für Projekte, die für die SD-Ausgabe gedacht sind, während unkomprimiertes 10-Bit (4:2:2 YUV) optimal für Projekte ist, die für HD gedacht sind. Außerdem verwendet Adobe Premiere Pro bei unkomprimiertem 10-Bit (4:2:2 YUV) die Farbinformationen in 10-Bit-Assets und führt ein Upsampling der anderen Assets in einer Sequenz durch, um 10-Bit-Vorschaudateien zu erzeugen. Adobe Premiere Pro liefert die optimale Vorschauleistung, wenn diese Vorschaudateiformate auf einem System mit installierter unterstützter SD-SDI- oder HD-SDI-Karte verwendet werden.

Beide unkomprimierte Formate führen ein Subsampling von Videodateien bei 4:2:2 YUV durch aber anders als andere für Vorschaudateien verfügbare Formate führen Sie die Videodaten nicht über einen zweiten Kompressor aus. Sie werden unkomprimiert genannt, da sie diese zweite Komprimierungsebene nicht hinzufügen und deshalb eine viel höhere Farbtiefe in der Vorschau beibehalten als komprimierte Formate. Daher können unkomprimierte Vorschaudateien erheblich größer sein als komprimierte Dateien und sie benötigen viel mehr Arbeitsspeicher, wenn sie für Effekte und Übergänge bearbeitet werden.

  1. Wählen Sie die Option „Datei“ > „Neu“ > „Projekt“ aus.
  2. Klicken Sie im Dialogfeld „Neues Projekt“ auf die Registerkarte „Benutzerdefinierte Einstellungen“.
  3. Wählen Sie „Allgemein“.
  4. Wählen Sie im Dropdown-Menü „Bearbeitungsmodus“ die Option „Desktop“.
  5. Wählen Sie „Video-Wiedergabe“.
  6. Wählen Sie im Dropdown-Menü Dateiformat die Option „Unkomprimiertes 10-Bit (4:2:2 YUV)“ oder „Unkomprimiertes 8-Bit (4:2:2 YUV)“.
  7. Geben Sie einen Namen für das Projekt ein, und klicken Sie auf „OK“.