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Wissenswertes zu High-Definition-Video (HD)

High-Definition-Video (HD) bezieht sich auf alle Videoformate mit einer Auflösung, die höher als die von Standard-Definition-Video-Formaten (SD) ist. Normalerweise bezieht sich Standard-Definition auf digitale Formate mit Auflösungen, die ungefähr den Auflösungen analoger Fernsehstandards entsprechen, z. B. NTSC und PAL (ca. 480 bzw. 576 vertikale Linien). Die gängigsten HD-Formate weisen Auflösungen von 1280 x 720 oder 1920 x 1080 mit einem Breitbild-Seitenverhältnis von 16:9 auf.

HD-Videoformate beinhalten Interlaced- und Non-Interlaced-Varianten. In der Regel bestehen die Formate mit der höchsten Auflösung bei höheren Frameraten aus Zeilensprung-Halbbildern („interlaced“), da für Non-Interlaced-Video bei dieser Auflösung eine erheblich höhere Datenrate erforderlich wäre.

HD-Videoformate werden durch ihre vertikale Auflösung, den Scanmodus und die Frame- oder Feldrate (je nach Scanmodus) ausgewiesen. So bezeichnet 1080i60 beispielsweise das Interlaced-Scanning von 60 Halbbildframes mit 1920 x 1080 pro Sekunde und 720p30 das progressive Scanning von 30 Nicht-Halbbildframes mit 1280 x 720. In beiden Fällen beträgt die Framerate rund 30 Frames pro Sekunde. Weitere Informationen zum Thema High-Definition-Video finden Sie unter www.adobe.com/go/learn_dv_primer_highdef_de.

Die Programme in Adobe Creative Suite 3 Production Premium (Adobe Premiere Pro, Adobe After Effects, Adobe Soundbooth und Adobe Encore) umfassen Vorgaben zum Arbeiten mit unterschiedlichen HD-Formaten. Nachfolgend sind einige der am häufigsten verwendeten HD-Videoformate aufgeführt:

DVCPRO HD
- Die High-Definition-Variante des DVCPRO-Formats von Panasonic, das auch DVCPRO25 und DVCPRO50 umfasst. DVCPRO25 und DVCPRO50 unterstützen Datenraten von 25 MBit/s (Megabit pro Sekunde) bzw. 50 MBit/s, DVCPRO HD im Gegensatz dazu Datenraten von 100 MBit/s, woraus sich die Bezeichnung DVCPRO100 ableitet.

HDCAM
Die High-Definition-Version des Digital Betacam-Formats von Sony. Eine Variante mit der Bezeichnung HDCAM SR verwendet ein Band mit einer höheren Partikeldichte, um Videos mit einem höheren Farb-Sampling und höheren Bitraten aufzunehmen. HDCAM SR wird jedoch nur von Videorekordern und nicht von Camcordern unterstützt.

HDV
HDV wurde zusammen von mehreren Unternehmen entwickelt und verwendet eine Form der MPEG-2-Komprimierung, damit das High-Definition-Video-Format auf standardmäßigen miniDV-Kassetten kodiert werden kann.

H.264
H.264 wird auch als MPEG-4 Part 10 und AVC (Advanced Video Coding) bezeichnet und kann Videos über verschiedene Bitraten hinweg mit mehr Effizienz als frühere Standards bereitstellen. H.264 liefert zum Beispiel die gleiche Qualität wie MPEG-2 bei halber Datenrate. H.264 ist in die Apple QuickTime 7-Multimediaarchitektur integriert und wird sowohl von HD‑DVD als auch von Blu‑ray Disc, zwei neueren DVD-Formaten, unterstützt.

Unkomprimiertes HD
High-Definition-Video in einem unkomprimierten Format. Da bei unkomprimiertem Video die Datenrate nicht durch Komprimierung verringert wurde, benötigt es relativ schnelle Prozessoren, Festplatten sowie spezielle Aufnahmegeräte.

WM9 HDTV
Das High-Definition-Format von Microsoft ist eines der zahlreichen im Windows Media 9-Framework (WM9) enthaltenen Formate. Durch ein recht aggressives Komprimierungsschema ermöglicht WM9 HDTV die High-Definition-Videokodierung und -wiedergabe bei relativ geringen Datenraten.