Eine P2-Karte ist ein Halbleiter-Speichergerät, das in den PCMCIA-Steckplatz einer Panasonic P2-Videokamera gesteckt wird, beispielsweise die AG-HVX200. Das digitale Video- und Audioformat von der Videokamera wird in einem strukturierten, Codec-unabhängigen Format namens MXF (Media eXchange Format) auf die Karte aufgenommen. Insbesondere Adobe Premiere Pro unterstützt die Panasonic Op-Atom-Variante von MXF mit Video in den Formaten DV, DVCPRO, DVCPRO 50 und DVCPRO HD. Ein Clip ist im P2-Format, wenn sein Bild und Ton in Panasonic Op-Atom MXF-Dateien enthalten ist und diese Dateien sich in einer spezifischen Dateistruktur befinden.
Das Stammverzeichnis der P2-Dateistruktur befindet sich im Ordner INHALT. Jedes elementare Element (Bild- oder Tonelement) ist in einer getrennten MXF-Wrapper-Datei enthalten; die MXF-Videodateien befinden sich im Unterordner VIDEO, und die MXF-Audiodateien befinden sich im Unterordner AUDIO. Die Beziehungen zwischen den elementaren Dateien und den damit verbundenen Metadaten werden von den XML-Dateien im Unterordner CLIP verfolgt.
Das Bild und der Ton auf einer P2-Karte sind bereits im digitalen Format, so als ob die P2-Karte eine Festplatte wäre, deshalb gibt es beim Importieren von Medien von einer P2-Karte keinen Aufnahmeschritt. Das Lesen der Daten von der Karte und das Umwandeln in ein Format, das in einem Projekt verwendet werden kann, wird manchmal als Ingest bezeichnet.
Damit Ihr Computer P2-Karten lesen kann, müssen Sie den entsprechenden Treiber installieren, den Sie von der Panasonic-Website herunterladen können. Panasonic bietet außerdem die P2 Viewer-Anwendung, mit der Sie auf einer P2-Karte gespeicherte Medien durchsuchen und abspielen können. Auf der Panasonic-Website finden Sie nähere Informationen: http://www.adobe.com/go/learn_pp_panasonicp2_de.