Komponenten

Komponenten sind die Bausteine Ihres Projekts. Als Beispiele für Komponenten seien Schaltflächen, Bildlaufleisten, Regler, Kontrollkästchen, Bedienfelder und Listen mit Bildlaufleisten genannt.

Flash Catalyst stellt eine Sammlung von Komponenten mit bereits integriertem Status und Verhalten zur Verfügung, bei einer einfachen Schaltfläche z. B. die Status „normal“, „darüber“, „gedrückt“ und „deaktiviert“. Sie können auch benutzerdefinierte Komponenten erstellen, deren Status und Verhalten Sie von Grund auf selbst definieren. Ferner ist auch das Erstellen von Komponenten, die andere Komponenten einschließen, möglich. Beispiel: Ein Bildlauffeld, das eine Bildlaufleiste und Schaltflächen enthält.

Ist die Komponente erstellt, können Sie Interaktionen hinzufügen, die das gewünschte Verhalten bei einer Interaktion des Benutzers mit der Komponente definieren. Weitere Informationen finden Sie unter Interaktionen.

Im Allgemeinen gibt es zwei Möglichkeiten, Komponenten zu erstellen:

  • Konvertieren von statischem Bildmaterial (importiert oder gezeichnet) in Komponenten Konvertieren von Bildmaterial mithilfe der Optionen des Heads Up Display (HUD) oder über die Option „Ändern“ > „Bildmaterial in Komponente konvertieren“. Sie können aus einer Liste integrierter Komponententypen wählen oder eine benutzerdefinierte bzw. allgemeine Komponente entwickeln.

  • Sie fügen die im Bedienfeld „Wireframe-Komponenten“ verfügbaren allgemeinen Wireframe-Komponenten hinzu.

Im HUD bzw. über „Ändern“ > „Bildmaterial in Komponente konvertieren“ stehen die folgenden Komponenten zur Verfügung:

  • Schaltfläche

  • CheckBox

  • Optionsfeld

  • Schaltfläche mit Umschaltfunktion

  • Texteingabe

  • Horizontaler Regler

  • Vertikaler Regler

  • Bedienfeld mit Bildlauf

  • Horizontale Bildlaufleiste

  • Vertikale Bildlaufleiste

  • Datenliste

  • Benutzerdefinierte/allgemeine Komponente

Hinweis: Der komplexe Komponententyp „Datenliste“ wird separat erläutert. Weitere Informationen über Datenlisten finden Sie unter Datenlisten und Bedienfelder mit Bildlauf.
HUD mit Menü „Bildmaterial in Komponente konvertieren“

Komponenten aus angepasstem Bildmaterial erstellen

Die meisten Komponenten bestehen aus mehreren Teilen. Beispiel: Eine Schaltfläche kann einen Hintergrund sowie eine Beschriftung enthalten. Eine Bildlaufleiste enthält eine Leiste, ein Bildlauffeld sowie gegebenenfalls Pfeile für den Bildlauf.

Wenn Sie Bildmaterial in eine Komponente konvertieren, fasst Flash Catalyst die ausgewählten Objekte zu einer neuen Komponente zusammen. Die Komponente wird der Projektbibliothek hinzugefügt und im Bedienfeld „Bibliothek“ in der Kategorie „Komponenten“ angezeigt. Flash Catalyst ersetzt Ihr Bildmaterial automatisch durch eine Instanz der Komponente. Die Komponente ist jetzt Teil Ihrer Anwendung und Sie können diese Instanz der Komponente für andere Status freigeben. Die Instanz der Komponente wird auch im Bedienfeld „Ebenen“ angezeigt.

Konvertieren von Bildmaterial in Komponenten:

  1. Wählen Sie im Bedienfeld „Ebenen“ oder in der Zeichenfläche die Objekte, die in eine Komponente konvertiert werden sollen.

  2. Klicken Sie im HUD auf „Bildmaterial in Komponente konvertieren“ und wählen Sie einen Komponententyp. Wenn Sie eine der vorgegebenen Komponenten auswählen, werden die verschiedenen Status automatisch definiert. Wenn Sie jedoch „Benutzerdefinierte/allgemeine Komponente“ wählen, können Sie die Status genauso definieren wie die Status von Seiten.

Hinweis: Einige Komponenten mit speziellen Anforderungen funktionieren erst, wenn Sie alle erforderlichen Teile definiert haben. Beispiel: Eine Datenliste muss über ein wiederholtes Objekt verfügen und eine Bildlaufleiste über eine Leiste sowie ein Bildlauffeld. Bei Komponenten mit speziellen Anforderungen wird im HUD eine Meldung mit Anweisungen zum Fertigstellen der Komponente angezeigt. Die Befehle zum Erstellen und Bearbeiten von Komponenten sind auch im Menü „Ändern“ verfügbar.
  • Um Komponenten auf der Basis von vorhandenen Komponenten zu erstellen, klicken Sie im Bedienfeld „Bibliothek“ mit der rechten Maustaste auf die Komponente und wählen Sie „Duplizieren“.

  • Um eine Komponente umzubenennen, klicken Sie im Bedienfeld „Bibliothek“ mit der rechten Maustaste auf die Komponente und wählen Sie „Umbenennen“ (oder doppelklicken Sie auf die Komponente). Geben Sie den neuen Namen ein und drücken Sie die Eingabetaste (Windows) oder die Return-Taste (Mac) Komponentennamen dürfen nur Buchstaben, Zahlen oder Unterstriche enthalten. Sie müssen innerhalb des Projekts eindeutig sein und dürfen nur mit einem Buchstaben oder Unterstrich beginnen.

Wenn Sie eine Komponente aus Bildmaterial erstellen, das in mehreren Status verwendet wird, gehen die diesem Objekt zugewiesenen Statuseigenschaften und Übergangseffekte verloren. Es hat sich bewährt, die Komponentenstruktur vor dem Erstellen von Übergängen zu definieren. Wenn Sie planen, Bildmaterial in Komponenten zu konvertieren, vermeiden Sie es, Bildmaterial für andere Status freizugeben, bevor Sie Ihre Komponenten erstellt haben.

Komponenteneigenschaften festlegen

Jede Komponente kann in mehreren Status eingeblendet werden und in jedem Status über jeweils besondere Eigenschaften verfügen. Beispiel: Eine Schaltfläche kann auf Seite 1 aktiviert, auf Seite 2 jedoch deaktiviert sein. Weitere Komponenteneigenschaften sind z. B. Deckkraft, Filter und Drehung.

Wenn eine Komponente im Bedienfeld „Eigenschaften“ deaktiviert ist, wird ihr deaktivierter Status angezeigt. Legen Sie fest, dass der deaktivierte Status als ausgewählt eingeblendet wird. Deaktivieren Sie dann im Zielstatus die Schaltfläche. Beispiel: Wenn eine Navigationsschaltfläche mit „1“ beschriftet ist und Sie per Klick auf die Schaltfläche zur Seite 1 gelangen, dann deaktivieren Sie die Schaltfläche auf Seite 1. Wenn Sie sich auf Seite 1 befinden, ist die Schaltfläche deaktiviert und wird als ausgewählt angezeigt.
Um Komponenteneigenschaften zu ändern, wählen Sie die Komponente in der Zeichenfläche aus und modifizieren Sie ihre Eigenschaften im Bedienfeld „Eigenschaften“. Die Änderung der Komponenteneigenschaften gilt nur für den aktuellen Status. Sie bearbeiten damit nicht die Komponente. Um dieselben Eigenschaften der Komponente auch auf alle anderen Status anzuwenden, wählen Sie die Komponente aus und wählen Sie „Status“ > „In allen anderen Status genauso“.
Hinweis: Sie können die Größeneigenschaften einer Komponenteninstanz (Höhe und Breite) nicht ändern.

Um die Größe einer Komponente zu ändern oder sonstige Änderungen auf alle ihre Instanzen anzuwenden, bearbeiten Sie die Komponente direkt. Die per Direktbearbeitung vorgenommenen Änderungen gelten für alle Instanzen der betreffenden Komponente in allen Status. Direktes Bearbeiten

Sie können die Eigenschaften aller Instanzen einer Komponente bearbeiten.

Folgende Komponenteneigenschaften stehen zur Verfügung:

Akzeptiert Mausereignisse
Macht ein Objekt für die Maus „sichtbar“. Wenn Sie „Akzeptiert Mausereignisse“ deaktivieren, werden die Mausereignisse an das nächste Objekt in der Ebenenreihenfolge weitergeleitet. Eine Änderung dieser Einstellung ändert das Aussehen der Komponente nicht.

Transparenz akzeptiert Maus
Bereiche innerhalb der transparenten Komponenten- oder Gruppengrenzen reagieren auf Mausklick und Rollover. Der maussensitive Bereich ist immer ein Rechteck (im Unterschied zur Umrissverfolgung der undurchsichtigen Pixel). In den meisten Fällen reagieren die unter dem transparenten Bereich befindlichen Objekte nicht mehr auf Rollover und Klick, da sie von der transparenten Gruppe/Komponente darüber „blockiert“ werden.
Angenommen Sie haben eine Textliste mit einem Hintergrundbild über dem gesamten Listenbereich. Damit die Liste sichtbar ist, müssen die einzelnen Listenelemente (wiederholte Elemente) einen transparenten Hintergrund haben. Aktivieren Sie „Transparenz akzeptiert Maus“, sodass der Benutzer an eine beliebige Stelle des Listenelements klicken kann (und nicht nur auf den undurchsichtigen Text), um es auszuwählen.

Tabulatorindex
Steuert die Elementreihenfolge beim Drücken der Tabulatortaste zum Verschieben des Tastaturfokus. Niedrigere Zahlen platzieren das Element an eine vordere Stelle der Sequenz. „-1“ gibt die Standardreihenfolge entsprechend dem Bedienfeld „Ebenen“ an.

Tabulator für Fokus
Damit ist es möglich, der Komponente den Fokus über die Tastatur (Tabulatortaste) zuzuweisen. Wenn „Tabulator für Fokus“ deaktiviert ist, kann der Komponentenfokus nicht durch Drücken der Tabulatortaste zugewiesen werden. Dazu muss auf die Komponente geklickt werden.

QuickInfo
Geben Sie den Text ein, der für den Benutzer bei Interaktion mit der Komponente als QuickInfo angezeigt werden soll.

Als Kennwort anzeigen
Zeigt den Inhalt des Textfelds als eine Reihe von Sternchen an.

Bearbeitbar
Der Text in einer Texteingabe kann ausgewählt, aber nicht bearbeitet werden (wenn deaktiviert).

Max. Zeichen
Passt die Größe einer Texteingabe automatisch so an, dass eine bestimmte Anzahl an Zeichen dort Platz findet. Diese Eigenschaft gilt nur für eine Wireframe-Texteingabe, deren Größe nicht manuell angepasst wurde.

Ausgewählter Index
Das in einer Liste standardmäßig ausgewählte Element. Das erste Element ist 0, das zweite 1 usw. Der Wert -1 bedeutet, dass nichts ausgewählt ist.

Eingabefokus
Die Farbe des Halo oder Glanzlichts auf einem Steuerelement, das den Tastaturfokus erhalten hat.

Handcursor
Bei Rollover des Objekts mit der Maus wird eine Hand angezeigt.

Zugänglicher Text
Der Text, der das Objekt für Bildschirmleseprogramme beschreibt.

Optionsfeldgruppe
Bei einer Optionsfeldgruppe kann nur ein Optionsfeld ausgewählt werden. Optionsfelder sind in derselben Gruppe, wenn diese Eigenschaft auf denselben Namen gesetzt ist. Optionsfelder sind auch in derselben Gruppe, wenn sie in derselben Komponente oder auf Anwendungsebene gruppiert sind.

Seitenformat
Wie weit sich das Bildlauffeld in einer Bildlaufleiste bewegt, wenn auf die Leiste geklickt wird.

Schrittgröße
Wie weit sich das Bildlauffeld bewegt, wenn auf die Pfeile geklickt wird. Bei einem Regler steuert die Schrittgröße, um wie viel sich der Schieberegler bei Drücken der Pfeiltasten bewegt.

Snap-Intervall
Erzwingt, dass das Bildlauffeld einer Bildlaufleiste in Inkrementen einrastet, statt gleichmäßig verschoben zu werden. „Seitenformat“ und „Schrittgröße“ sind immer Vielfache des Snap-Intervalls.

Weitere Informationen zum Festlegen von Objekteigenschaften finden Sie unter

Zeichnungs- und Texteigenschaften ändern.

Direktes Bearbeiten

Wenn Sie der Zeichenfläche eine Komponente hinzugefügt haben, können Sie sie mithilfe der Direktbearbeitungsfunktion bearbeiten und ihre Teile einzeln modifizieren. Die per Direktbearbeitung vorgenommenen Änderungen der Teile gelten für alle Instanzen der betreffenden Komponente in allen Status. Eigenschaften, die Sie in den einzelnen Status angewendet haben, z. B. unterschiedliche Werte für die Deckkraft, bleiben jeweils erhalten.

  1. Wählen Sie die Komponente, die bearbeitet werden soll, aus. Wählen Sie im HUD den Status, den Sie bearbeiten möchten oder klicken Sie auf „Teile bearbeiten“ oder auf „Darstellung bearbeiten“.

    Hinweis: Sie können auch auf Komponenten doppelklicken, um die Direktbearbeitung zu starten oder „Ändern“ > „Komponente bearbeiten“ wählen.

    Flash Catalyst wechselt in den Direktbearbeitungsmodus. Dies wird durch eine ausgegraute Zeichenfläche angezeigt. Die verschiedenen Status der Komponente werden im Bedienfeld „Seiten / Status“ eingeblendet. In der Breadcrumbleiste wird der Name der geöffneten Komponente angezeigt.

    Breadcrumbleiste

    Das Bedienfeld „Ebenen“ enthält zwei Abschnitte. In einem Abschnitt werden die Ebenen der gerade in Bearbeitung befindlichen Komponente angezeigt. Im anderen (darunter befindlichen) Abschnitt werden die Ebenen der Hauptanwendung angezeigt. Sie können Objekte von der Hauptanwendung in die gerade bearbeitete Komponente ziehen und umgekehrt.

    Bedienfeld „Ebenen“ mit einer Komponente im Modus „Direktes Bearbeiten“

  2. Das Aus- und Einblenden von Bildmaterial in den verschiedenen Status erfolgt über das Bedienfeld „Ebenen“.

    Wenn sich die Komponente im Modus „Direktes Bearbeiten“ befindet, gilt:

    • Sie können Status duplizieren, neue leere Status hinzufügen und Status im Bedienfeld „Seiten / Status“ löschen.

    • Sie können das Bildmaterial der Status mithilfe der Zeichenwerkzeuge und des Bedienfelds „Eigenschaften“ modifizieren. Zum Beispiel können Sie die Größe, den Strich, die Füllung und die Deckkraft einer Form und anderer Teile der Komponente ändern.

  3. Beenden Sie den Direktbearbeitungsmodus, indem Sie die Esc-Taste drücken, oder indem Sie in der Breadcrumbleiste über der Zeichenfläche auf den Namen der Anwendung klicken. Sie können auch auf den ausgegrauten Bereich der Zeichenfläche klicken oder „Ändern“ > „Bearbeitung beenden“ wählen.

Durch Verschieben der Teile einer im Direktbearbeitungsmodus befindlichen Komponente kann sich ihre Größe ändern. Wenn Sie im Menü „Ändern“ die Option „Komponentenbegrenzungen automatisch skalieren“ gewählt haben, wird die Größe der Komponentenbegrenzungen in allen Status automatisch geändert. Wenn „Komponentenbegrenzungen automatisch skalieren“ deaktiviert ist, können Sie im Menü „Ändern“ die Option „Auf Komponentenbegrenzung zuschneiden“ wählen. Mit „Auf Komponentenbegrenzung zuschneiden“ werden alle über die Komponente hinausragenden Teile abgeschnitten.

Wireframe-Komponenten hinzufügen

  1. Wählen Sie im Bedienfeld „Seiten / Status“ die Seite, der die Komponente hinzugefügt werden soll.

  2. Wählen Sie im Bedienfeld „Ebenen“ die Zielebene, der die Komponente hinzugefügt werden soll.

  3. Ziehen Sie aus dem Bedienfeld „Wireframe-Komponenten“ eine Komponente auf die Zeichenfläche.

  4. Platzieren Sie die Komponente mithilfe des Auswahlwerkzeugs aus dem Bedienfeld „Werkzeuge“ an der gewünschten Position auf der Zeichenfläche.

  5. Legen Sie im Bedienfeld „Eigenschaften“ die Komponenteneigenschaften, wie z. B. die Größe, fest.

Sie können die Wireframe-Komponenten unverändert verwenden oder per Doppelklick ihre Teile bearbeiten. Wenn Sie eine Wireframe-Komponente bearbeiten, erstellen Sie eine benutzerdefinierte Skin. Die benutzerdefinierte Version der Wireframe-Komponente wird der Kategorie „Komponenten“ des Bedienfelds „Bibliothek“ hinzugefügt. Wie bei den anderen Komponenten kann die Größe von benutzerdefinierten Wireframe-Komponenten nicht angepasst werden.

Sie können Wireframe-Komponenten in einer benutzerdefinierten Komponente platzieren, die zur Bearbeitung geöffnet ist.