Adobe Audition 3.0

Daten (Voreinstellungen)

Klicken Sie im Dialogfeld „Voreinstellungen“ auf die Registerkarte „Daten“, um die Handhabung von Audiodaten durch Adobe Audition zu steuern:

Beim Öffnen automatisch alle Dateien in 32 Bit umwandeln
Alle 8-Bit- und 16-Bit-Daten werden beim Öffnen einer Datei in 32 Bit konvertiert. Alle nachfolgenden Operationen finden im 32-Bit-Bereich statt.

32-Bit PCM .wav-Dateien als 16.8 Float interpretieren
Ermöglicht die Kompatibilität dieser Version von Adobe Audition bei der Handhabung von 32-Bit-PCM-WAV-Dateien mit früheren Versionen.

Dither-Umwandlungsergebnisse
Aktivieren Sie diese Option, wenn beim Verarbeiten von Effekten (wie „FFT-Filter“ oder „Verstärken“) ein Dithering durchgeführt werden soll. Der größte Teil der Verarbeitung in Adobe Audition beruht auf einer Arithmetik mit mehr als 16 Bit. Die Ergebnisse werden dann in das 16-Bit-Format zurückkonvertiert. Während dieser Umwandlung sorgt das Dithering für einen höheren Dynamikbereich und eine Reduzierung von Störgeräuschen und unerwünschten Nebeneffekten.

Wenn diese Option aktiviert ist, erreichen 16-Bit-Daten annähernd eine Leistung von 24-Bit-Daten, da der Dynamikbereich durch das Dithering um ca. 10 dB erhöht wird. Bei Deaktivierung dieser Option werden die Audiodaten bei der erneuten Umwandlung auf 16 Bit gekürzt, wobei subtilere Informationen verloren gehen.

Der Nachteil des Dithering besteht darin, dass bei jeder Operation ein geringes Rauschen bei den leisesten Lautstärkepegeln hinzugefügt wird. Bei der Wahl zwischen Dithering (Hinzufügen von Rauschen) und der Datenverkürzung (wodurch Artefakte entstehen und der Dynamikbereich eingeschränkt wird) fällt die Entscheidung in der Regel zugunsten des Dithering, so dass Sie diese Option auswählen sollten.

Symmetrisches Dithering verwenden
Diese Option aktiviert das symmetrische Dithering. In den meisten Situationen empfiehlt es sich, diese Option zu wählen. Wenn Sie diese Option deaktivieren, wird beim Dithering ein DC-Offset von einem halben Sample hinzugefügt. Beim symmetrischen Dithering wird über und unter der Nullposition die gleiche Anzahl von Samples hinzugefügt. Dagegen wird beim nicht symmetrischen Dithering nur zwischen 0 und 1 umgeschaltet. Manchmal kann dies beim abschließenden Dithering sinnvoll sein, da der Bitbereich verkleinert wird. Hinsichtlich der Wiedergabequalität gibt es zwischen den beiden Verfahren keinerlei Unterschiede.

Lösch- und Schneidegrenzen glätten über
Diese Einstellung veranlasst die Glättung von Lösch- und Schneideoperationen an den Trennpunkten. Klickgeräusche an diesen Positionen werden dadurch verhindert. Die Grenzen werden nur über die im Bearbeitungsfeld angegebene Anzahl von Millisekunden angewendet.

Alle Bearbeitungsgrenzen durch Überblenden glätten
Ist diese Option aktiviert, wird an den Grenzen (Anfang und Ende) der Auswahl automatisch überblendet. Harte Übergänge an diesen Positionen werden dadurch geglättet und Klickgeräusche beim Filtern kurzer Datenabschnitte verhindert. Im Feld „Überblendedauer“ können Sie die Dauer der Überblendung (in Millisekunden) angeben.

Autom. Umwandlungseinstellungen für Einfügen
Adobe Audition verwendet diese Einstellung, um beim Einfügen unterschiedlicher Sample-Formate den Inhalt der Zwischenablage in das aktuelle Sample-Format zu konvertieren.
Downsample-Qualitätspegel
Geben Sie einen Wert zwischen 30 und 1000 ein. Bei einem hohen Wert bleiben mehr hohe Frequenzen erhalten, gleichzeitig wird die fälschliche Interpretation von hohen Frequenzen als niedrige Frequenzen verhindert. Eine niedrigere Einstellung reduziert die Verarbeitungszeit, führt jedoch auch zu einer Dämpfung hoher Frequenzen und damit zu dumpf klingenden Audiodaten. Ist der Qualitätspegel zu hoch, verläuft die Schwellenwertabgrenzung des Filters viel steiler. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei der Wiedergabe hoher Frequenzen Nebengeräusche auftreten, ist in diesem Fall höher. Normalerweise sind Werte zwischen 80 und 400 für die meisten Konvertierungen zufrieden stellend. Die Standardeinstellung ist 80.

Pre-Filter
Verhindert die Signalverkennung beim Downsampling. Der Pre-Filter entfernt alle Frequenzen über der Nyquist-Grenze und verhindert dadurch, dass sie Alias-Frequenzen im unteren Bereich des Spektrums erzeugen. In vielen Situationen liefert diese Einstellung die besten Ergebnisse.

Upsample-Qualitätspegel
Geben Sie einen Wert zwischen 30 und 1000 ein. Bei einem hohen Wert bleiben mehr hohe Frequenzen erhalten, gleichzeitig wird die fälschliche Interpretation von hohen Frequenzen als niedrige Frequenzen verhindert. Eine niedrigere Einstellung reduziert die Verarbeitungszeit, führt jedoch auch zu einer Dämpfung hoher Frequenzen und damit zu dumpf klingenden Audiodaten. Ist der Qualitätspegel zu hoch, verläuft die Schwellenwertabgrenzung des Filters viel steiler. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei der Wiedergabe hoher Frequenzen Nebengeräusche auftreten, ist in diesem Fall höher. Für die meisten Konvertierungen eignen sich Werte zwischen 100 und 400. Die Standardeinstellung ist 120.
Beim Downsampling von einer hohen zu einer niedrigen Abtastrate sollte ein höherer Upsample-Qualitätspegel verwendet werden. Beim Upsampling produziert bereits ein niedriger Wert eine Qualität, die mit der bei hohen Werten nahezu identisch ist. Grund hierfür ist die größere Phasenverschiebung bei höheren Frequenzen. Da die Phasenverschiebung jedoch vollständig linear verläuft, ist praktisch kein Unterschied zu hören. In der Regel entstehen beim Downsampling auch bei sehr niedrigen Werten keine unerwünschten Störgeräusche. Auf Grund der stärkeren Filterung hoher Frequenzen klingt die Wiedergabe aber möglicherweise etwas dumpfer.

Post-Filter
Verhindert die Signalverkennung beim Upsampling. Der Post-Filter entfernt alle Frequenzen über der Nyquist-Grenze und verhindert dadurch, dass sie falsche Frequenzen im unteren Bereich des Spektrums erzeugen. In vielen Situationen liefert diese Einstellung die besten Ergebnisse.

Dither-Wert zum Speichern von 32-Bit-Daten in 16-Bit-Dateien
Mit dieser Einstellung legen Sie fest, ob beim Einfügen von 32-Bit-Audiodaten in 16-Bit-Audiodateien ein Dithering durchgeführt werden soll. Mit dem Wert 1 (Voreinstellung) wird das Dithering aktiviert, mit dem Wert 0 wird es deaktiviert. Wenn ein Semi-Dithering durchgeführt werden soll, wählen Sie den Wert 0,5.

Beim Dithering erreichen 16-Bit-Daten annähernd eine Leistung von 24-Bit-Daten, da der Dynamikbereich um ca. 10 dB erhöht wird. Dadurch können auch sehr leise Signale (bis ca. -105 dB) verarbeitet werden.

Wenn diese Option aktiviert ist, erreichen 16-Bit-Daten annähernd eine Leistung von 24-Bit-Daten, da der Dynamikbereich durch das Dithering um ca. 10 dB erhöht wird.

Nach Abbrechen des Effekts teilweise verarbeitete Daten zulassen
Mit dieser Option legen Sie fest, wie Adobe Audition reagiert, wenn die Zuweisung eines Effekts an eine Wellenform abgebrochen wird. Ist sie aktiviert, bleibt der Effekt für alle Daten erhalten, die beim Klicken auf „Abbrechen“ bereits verarbeitet waren. Andernfalls werden die Ergebnisse wieder entfernt.