Adobe Audition 3.0

SMPTE/MTC (Voreinstellungen)

Der SMPTE-Zeitcode (SMPTE ist die Abkürzung für „Society of Motion Picture and Television Engineers“) ermöglicht die Synchronisierung der Transportsteuerungen von Adobe Audition mit einer MIDI-Sequencer-Anwendung oder einem externen Gerät, etwa einem Videorecorder. (Siehe Synchronisieren mit SMTPE.)

Adobe Audition verwendet zum Senden und Empfangen des SMPTE-Zeitcodes den MIDI-Zeitcode (MTC), der von Windows über die MIDI-Ein- und -Ausgänge des Systems übertragen wird. MTC ist ein digitales Signal. Für das Konvertieren des analogen SMPTE-Zeitcodes eines Videorecorders oder Bandgeräts in einen digitalen MTC-Zeitcode muss eine entsprechende MIDI-Schnittstelle vorhanden sein.

Im Bereich „SMTPE/MTC“ des Dialogfelds „Voreinstellungen“ werden Optionen für Zeitcode-Ports und Synchronisierung bereitgestellt.

SMPTE/MTC-Ausgabe und -Eingabe
Mit den folgenden Optionen werden die Eingangs- und Ausgangsports für Zeitcode konfiguriert:
MIDI-Ausgangsgerät (MTC an diesen Port senden)
Definiert das Gerät, an das Adobe Audition den MIDI-Zeitcode sendet.

MIDI-Eingangsgerät (MTC von diesem Port empfangen)
Definiert das Gerät, von dem Adobe Audition den MIDI-Zeitcode empfängt.

Interne Zeitstempel verwenden
Versieht eingehende MIDI-Nachrichten je nach Ankunftszeit in Adobe Audition mit einem Zeitstempel. Die Windows-Zeitstempel werden ignoriert. (Einige Windows-Systeme bieten ungleiche Zeitstempel, die eine unpräzise Synchronisierung zur Folge haben.)

SMPTE/MTC-Synchronisierung
Die folgenden Optionen gelten nur für eingehenden Zeitcode.
Vorlaufzeit (zur Vorbereitung des Wave-Treibers)
Der Zeitraum (in Millisekunden), in dem Adobe Audition die Synchronisierung mit dem eingehenden Zeitcode einrichtet. Die Angabe einer kürzeren Zeitspanne (200 Millisekunden oder weniger) führt zwar zu einer schnelleren Transportreaktion, verhindert aber unter Umständen die Synchronisierung. Für die meisten Systeme reichen 500 bis 1000 Millisekunden aus.

Stoppzeit (freewheel – Audio stoppt, wenn nach dieser Zeit keine Eingabe erfolgt)
Die Zeitspanne (in Millisekunden), die verstreicht, bis bei einem Aussetzen des Zeitcodesignals die Wiedergabe abgebrochen wird.

Verzögerungszeit (konstante Zeitdifferenz zwischen gemeldeter und tatsächlicher Position des Soundkarten-Treibers)
Die Anzahl der Samples zwischen eingehendem Zeitcodesignal und ausgehenden Audiodaten. Diese Einstellung kompensiert Zeitabweichungen, die von Soundkartenspeichern verursacht werden können. Der Standardwert beträgt 10 Samples.

Pufferzeit (vor der Neupositionierung des Wiedergabecursors zulässiger Zeitfehler)
Die Anzahl der Frames, die in Bezug auf den Zeitcode asynchron sein können, bevor die Startzeitanzeige neu positioniert oder eine vollständige Resynchronisierung durchgeführt wird. Empfohlen wird eine Einstellung von bis zu 2,5 Frames, da ein falscher Zeitcode normalerweise im nächsten gesendeten Frame korrigiert wird. Standardwert ist ein Viertel-Frame (0,25.

Zeitabweichungskorrekturzeit (zu verwendende Überblendelänge bei der Einstellung der Wiedergabeposition)
Die Anzahl der Samples, die überblendet werden sollen, wenn die Audiodaten mittels Zeitkorrekturen an den Zeitcode angepasst werden. Der Standardwert beträgt 250 Samples.

Wiedergabe-Cursor beim Shuttling neu positionieren
Diese Einstellung sorgt für eine Neuanpassung der Wiedergabeposition, wenn der Pufferzeitwert überschritten wurde.

Vollst. Resynch. beim Shuttling
Diese Einstellung veranlasst eine vollständige Resynchronisierung, wenn der Pufferzeitwert überschritten wird.