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Arbeiten mit Photoshop und After EffectsWenn Sie mit Photoshop Standbilder erstellen, können Sie diese Standbilder in After Effects importieren und dort animieren. In After Effects haben Sie die Möglichkeit, ein komplettes Photoshop-Bild oder einzelne Ebenen zu animieren. Sogar einzelne Eigenschaften von Photoshop-Bildern, z. B. die Eigenschaften eines Ebenenstils, können animiert werden. Wenn Sie After Effects zum Erstellen von Filmen einsetzen, können Sie individuelle Frames dieser Filme mit Photoshop optimieren. Sie können unerwünschte grafische Elemente entfernen, auf einzelne Frames zeichnen oder die Auswahl- und Maskierungswerkzeuge von Photoshop verwenden, um den Frame für Animationen oder Kompositionen in Elemente aufzuteilen. Vergleich der aufgabenspezifischen VorteileDie Stärken von After Effects sind die Funktionen für Animationen und Automatisierung. After Effects zeichnet sich insbesondere bei Aufgaben aus, die von einem Frame zum nächsten automatisiert werden können. Sie können beispielsweise die Motion-Tracking-Funktionen von After Effects nutzen, um die Bewegung eines Mikrofongalgens zu verfolgen und diese Bewegung dann automatisch auf eine mit dem Kopierstempelwerkzeug erstellte Kontur anzuwenden. Auf diese Weise können Sie das Mikrofon aus jedem Frame der Szene entfernen, ohne es manuell in jedem Frame übermalen zu müssen. Photoshop dagegen besitzt ausgezeichnete Werkzeuge zum Malen, Zeichnen und Auswählen von Teilen eines Bildes. Das Nachzeichnen einer komplexen Form ist mit dem Schnellauswahlwerkzeug bzw. dem magnetischen Lasso in Photoshop viel einfacher als mit den Maskierungswerkzeugen in After Effects. Statt also in After Effects manuell auf jedem Frame eine Maske zu zeichnen, sollten Sie diese Arbeit in Photoshop durchführen. Entsprechend sollten Sie die Photoshop-Malwerkzeuge einsetzen, wenn Sie manuell Staub mit mehreren Pinselstrichen entfernen müssen. Welche Anwendung geeigneter ist, hängt also von der spezifischen Aufgabe ab. Pinselstriche in Photoshop wirken sich direkt auf die Pixel der Ebene aus. In After Effects sind Pinselstriche Elemente eines Effekts, die jederzeit ein- oder ausgeschaltet bzw. geändert werden können. Wenn ein Standbild mit Pinselstrichen dauerhaft verändert werden soll, verwenden Sie die Photoshop-Malwerkzeuge. Wenn Sie auch nach dem Anbringen des Pinselstrichs die volle Kontrolle über den Pinselstrich behalten oder diesen animieren wollen, verwenden Sie die Malwerkzeuge von After Effects. Einen Videolehrgang zu Rotoscoping mit After Effects und Photoshop finden Sie auf der Adobe-Website unter www.adobe.com/go/lrvid4107_xp_de. Richard Harrington bietet auf der Website Photoshop for Video eine Reihe von Video-Tutorials, in denen er die Vorbereitung eines Photoshop-Bildes für Animationen in After Effects mit dem Marionetten-Werkzeug demonstriert. Er zeigt, wie verschiedene Auswahl- und Malwerkzeuge von Photoshop dazu eingesetzt werden können, transparente Bereiche zu definieren und ein Composite-Bild mit Ebenen zu erstellen. Die Animations- und Videofunktionen in Photoshop Extended ermöglichen eine einfache Animation auf Basis von Keyframes. After Effects verwendet eine ähnliche Oberfläche, bietet aber weit umfassendere und flexiblere Animationsfunktionen. 3D-Objekte, 3D-Modelle und 3D-BilderIm Allgemeinen ist die 3D-Funktionalität von After Effects auf die Bearbeitung zweidimensionaler Ebenen in drei Dimensionen beschränkt. In Photoshop ist es dagegen möglich, komplette 3D-Modelle zu bearbeiten und zweidimensionale Composite-Bilder und Querschnitte dieser 3D-Modelle aus jedem Winkel auszugeben. After Effects kann 3D-Objektebenen aus PSD-Dateien importieren und rendern. Sie können eine Ebene, die auf einer PSD-3D-Objekt-Ebene basiert, so einstellen, dass die aktive Kamera in einer After Effects-Komposition berücksichtigt wird. Wenn sich die Kamera in einer solchen Ebene bewegt, wird das 3D-Objekt aus verschiedenen Winkeln betrachtet. Zum Anzeigen eines Videolehrgangs zur Verwendung von 3D-Objektebenen aus Photoshop in After Effects besuchen Sie die Adobe-Website: www.adobe.com/go/lrvid4113_xp_de. After Effects kann außerdem automatisch 3D-Ebenen erstellen, um die von der Photoshop-Fluchtpunktfunktion erstellten Ebenen nachzuahmen. Videolehrgänge zur Verwendung von Fluchtpunktdaten aus Photoshop in After Effects finden Sie auf der Adobe-Website: Austauschen von StandbildernAfter Effects kann Standbilder in vielen Formaten importieren und exportieren. Normalerweise würden Sie aber das Photoshop-eigene PSD-Format verwenden, um einzelne Frames oder Standbildfolgen zwischen After Effects und Photoshop auszutauschen. Beim Importieren oder Exportieren einer PSD-Datei kann After Effects die Ebenen, Masken, Ebenenstile und die meisten anderen Attribute erhalten. Wenn Sie eine PSD-Datei in After Effects importieren, können Sie wählen, ob die Datei als einzelnes reduziertes Bild oder mit den separaten und unveränderten Ebenen importiert werden soll. In den meisten Fällen ist es sinnvoll, ein Standbild in Photoshop vorzubereiten, bevor Sie das Bild in After Effects importieren. Zu solchen Vorbereitungsarbeiten gehören Farbkorrektur, Skalierung und Freistellung. Oft ist es sinnvoller, einen Arbeitsschritt einmal an einem Quellbild in Photoshop vorzunehmen, statt After Effects denselben Arbeitsschritt viele Male pro Sekunde durchführen zu lassen, weil jeder Frame für die Vorschau oder die Endausgabe gerendert werden muss. Wenn Sie das neue PSD-Dokument im Photoshop-Dialogfeld „Neue Datei“ mit einer Film- und Videovorgabe erstellen, können Sie mit einem Dokument beginnen, das für einen bestimmten Videoausgabetyp richtig eingerichtet ist. Wenn Sie bereits mit After Effects arbeiten, können Sie ein neues PSD-Dokument erstellen, das Ihrer Komposition und Ihren Projekteinstellungen entspricht, indem Sie „Datei“ > „Neu“ > „Adobe Photoshop-Datei“ wählen. Austauschen von FilmenSie können auch Videodateien (z. B. QuickTime-Filme) zwischen Photoshop und After Effects austauschen. Wenn Sie einen Film in Photoshop öffnen, wird eine Videoebene erstellt, die auf die Datei mit dem Quellfootage verweist. In Videoebenen können Sie nicht destruktiv auf den Frames des Films malen. Das Verfahren entspricht weitgehend der Verarbeitung von Ebenen in After Effects, deren Quellen Filme sind. Wenn Sie eine PSD-Datei mit einer Videoebene speichern, speichern Sie die an der Videoebene vorgenommenen Änderungen und nicht die Änderungen am Quellfootage. Sie können einen Film auch direkt mit Photoshop rendern. Beispielsweise lässt sich mit Photoshop ein QuickTime-Film erstellen, der dann in After Effects importiert werden kann. FarbeAfter Effects arbeitet intern mit dem RGB-Farbraum (Rot, Grün, Blau). After Effects kann CMYK-Bilder in RGB-Bilder konvertieren, deshalb sollten Sie Videoarbeiten in Photoshop mit dem RGB-Farbraum vornehmen. Sofern dies für die Endausgabe relevant ist, sollten Sie bereits in Photoshop sicherstellen, dass die Farben im Bild für die Videoübertragung geeignet sind, bevor Sie das Bild in After Effects importieren. Eine geeignete Methode hierfür ist die Zuweisung des richtigen Zielfarbraums – z. B. SDTV (Rec. 601) – zum Dokument in Photoshop. After Effects führt das Farbmanagement entsprechend der in Dokumenten (inklusive der importierten PSD-Dateien) eingebetteten Farbprofile durch. |