Planen der Wiedergabe auf Computermonitoren und mobilen Geräten

Wenn Sie einen Film für die Wiedergabe auf einem PC erstellen – sei es zum Herunterladen aus dem Internet oder zum Abspielen von einer CD-ROM –, geben Sie Kompositions-, Render- und Ausgabemoduleinstellungen an, die eine geringe Dateigröße ergeben. Bedenken Sie, dass einFilm mit einer hohen Datenrate von einem älteren CD-ROM-Laufwerk, das die Daten nicht schnell genug von der CD lesen kann, eventuell nicht einwandfrei abgespielt wird. Außerdem kann es sehr lange dauern, bis eine große Filmdatei über eine Einwähl-Netzwerkverbindung heruntergeladen ist.

Wählen Sie beim Rendern des fertigen Films einen für das Medium geeigneten Dateityp und Encoder. Der entsprechende Decoder muss auf dem System, das von Ihrer Zielgruppe verwendet wird, verfügbar sein. Andernfalls kann der Film nicht wiedergegeben werden. Gebräuchliche Codecs (Encoder/Decoder) sind Codecs, die mit Programmen wie Flash Player, Windows Media Player und QuickTime Player installiert werden.

Einen Artikel von Aharon Rabinowitz zur Planung Ihres Projekts mit Berücksichtigung der gewünschten Endergebnisse finden Sie auf der Creative COW-Website.

Mobilgeräte

Einige der Überlegungen zur Erstellung von Filmen für die Wiedergabe auf Mobilgeräten, z. B. auf Handys und dem Apple iPod, ähneln den Überlegungen zur Erstellung von Filmen für die Wiedergabe auf PCs, allerdings sind die Einschränkungen noch extremer. Da der Speicherplatz (Festplattenspeicher) und die Prozessorleistung bei einem Handy kleiner sind als bei einem PC, müssen Dateigröße und Datenrate für Filme noch genauer gesteuert werden.

Bildschirmdimensionen, Video-Frameraten und Farbumfang variieren von einem Mobilgerät zum anderen beträchtlich. Adobe Device Central enthält Geräteprofile, in denen Informationen zu diesen Eigenschaften enthalten sind. Sie können eine Gruppe von After Effects-Kompositionen erstellen, die auf einen bestimmten Gerätesatz abgestimmt sind. Verwenden Sie dazu in Adobe Device Central den Befehl „Datei“ (Windows) bzw. „Ablage“ (Mac OS) > „Neues Dokument in“ > „After Effects“. (Siehe Erstellen von Kompositionen für die Wiedergabe auf Mobilgeräten.)

Beachten Sie die folgenden Hinweise, wenn Sie Videos für Mobilgeräte aufnehmen:

  • Nahaufnahmen sind besser. Gesichter sind auf einem winzigen Bildschirm nur gut zu erkennen, wenn sie aus der Nähe aufgenommen wurden.

  • Leuchten Sie Ihre Bildobjekte gut aus und sorgen Sie für eine ausreichende Trennung vom Hintergrund. Die Farben und Helligkeitswerte von Hintergrund und Bildobjekt sollten sich nicht zu sehr ähneln.

  • Vermeiden Sie übermäßiges Zoomen und Schwenken, da dies die zeitliche Komprimierung beeinträchtigt.

  • Da ein stabiles (nicht verwackeltes) Video leichter zu komprimieren ist, sollte das Video mit einem Stativ aufgenommen werden, um ein Wackeln der Kamera zu vermeiden.

  • Vermeiden Sie die automatische Fokussierung und die automatische Belichtung. Bei diesen Funktionen wird nämlich die Darstellung aller Pixel eines Bildes von einem Frame zum anderen geändert, sodass die Komprimierung per Interframekodierung weniger effizient wird.

Berücksichtigen Sie diese Tipps beim Arbeiten mit After Effects.

  • Verwenden Sie für Mobilgeräte eine niedrigere Framerate (15-22 fps).

  • VerwendenSie Werkzeuge zur Bewegungsstabilisierung und Störungsreduzierung oder Weichzeichnungseffekte, bevor Sie die Endausgabe rendern, um den Kompressor beim Verringern der Dateigröße zu unterstützen.

  • Stimmen Sie die Farbpalette auf die Mobilgeräte ab, für die der Film bestimmt ist. Mobilgeräte verfügen in der Regel über einen eingeschränkten Farbumfang. Durch Anzeigen einer Vorschau in Adobe Device Central können Sie feststellen, ob die verwendeten Farben für ein bestimmtes Gerät oder eine Reihe von Geräten optimal sind.

  • Verwenden Sie die Formatoptionsvorgaben, die über das Ausgabemodul im Renderlistenfenster verfügbar sind. Vorgaben sind verfügbar für 3GPP-Handys, iPod Video und PlayStation Portable.

  • Erwägen Sie den Einsatz von Schnitten und anderen schnellen Übergängen anstatt zu zoomen bzw. Einblendungen oder Überblendungen zu verwenden. Schnelle Schnitte erleichtern auch die Komprimierung.

Nachdem Sie Ihren Film gerendert haben, können Sie ihn mit Adobe Device Central genau so ansehen, wie er auf einer Vielzahl von Mobilgeräten wiedergegeben wird.