Auswählen eines Arbeitsfarbraums und Aktivieren des Farbmanagements

Das Farbmanagement für ein Projekt wird durch Auswahl eines Arbeitsfarbraums (Arbeitsbereich) für das Projekt im Dialogfeld „Projekteinstellungen“ aktiviert. Die Steuerung des Farbmanagements für die einzelnen Footageelemente erfolgt über das Dialogfeld „Footage interpretieren“ oder die Datei für Interpretationsregeln. Das Farbmanagement für die einzelnen Ausgabeelemente wird über das Dialogfeld „Einstellungen für Ausgabemodule“ gesteuert.

Wenn im Dialogfeld „Projekteinstellungen“ die Option „Arbeitsfarbraum“ auf „Ohne“ eingestellt ist, ist das Farbmanagement für das Projekt deaktiviert.

Das Auswählen eines Arbeitsfarbraums ist ein wesentlicher Schritt im Farbmanagement für ein Projekt. Die Farben der Footageelemente werden in den Arbeitsfarbraum konvertiert, der als gemeinsamer Farbraum für Kompositionen dient.

Zur Erzielung optimaler Ergebnisse im 8-Bit-Farbmodus ist der Arbeitsfarbraum an den Ausgabefarbraum anzupassen. Beim Rendering auf mehr als einen Ausgabefarbraum sollte die Projektfarbtiefe auf 16 Bit oder 32 Bit pro Kanal eingestellt werden, zumindest beim Rendern für die endgültige Ausgabe. Der Arbeitsfarbraum ist an den Ausgabefarbraum mit dem größten Farbumfang anzupassen. Wenn Sie z. B. die Ausgabe nach Adobe RGB und sRGB beabsichtigen, ist Adobe RGB als Arbeitsfarbraum zu verwenden, weil Adobe RGB einen größeren Farbumfang hat und daher mehr gesättigte Farben dargestellt werden können. Zur Erhaltung von Extremwerten ist wegen des großen Dynamikbereichs 32-Bit-Farbtiefe zu verwenden.

Vorschläge für die Arbeitsfarbraumauswahl:

  • SDTV NTSC oder SDTV PAL ist eine gute Wahl, wenn Sie einen Film für SDTV (Standard Definition Television) einschließlich Standard Definition-DVD erstellen.

  • HDTV (Rec. 709) ist eine gute Wahl, wenn Sie einen Film für HDTV (High Definition Television) erstellen. Für diesen Farbraum werden dieselben Primärfarben wie für sRGB verwendet, der Farbumfang ist jedoch größer. Daher ist dies ein guter Arbeitsbereich für viele verschiedene Arbeiten.

  • ProPhoto RGB mit linearer Tonreaktionskurve (Gamma gleich 1,0) ist eine gute Wahl für digitale Kinofilme.

  • sRGB IEC61966-2.1 ist eine gute Wahl, wenn Sie einen Film für das Web erstellen, insbesondere Cartoons.

Welche Farbräume in After Effects verfügbar sind, hängt davon ab, welche Farbprofile auf Ihrem Computer installiert sind.

  1. Wählen Sie „Datei“ (Windows) bzw. „Ablage“ (Mac OS) > „Projekteinstellungen“.
  2. Wählen Sie aus dem Menü „Arbeitsfarbraum“ einen Arbeitsfarbraum.

Für an einen externen Bildschirm übertragene Vorschauen wird das Farbmanagement nicht verwendet. Die an den Bildschirm gesendeten Farbwerte stammen aus dem Arbeitsfarbraum des Projekts. Zur Anzeige der Videofarben in der Vorschau ist im Dialogfeld „Projekteinstellungen“ ein Wert für den Arbeitsbereich zu wählen, der dem Farbraum des Vorschaugeräts entspricht.

Auch Farben einer Komposition, die über Dynamic Link an Adobe Premiere Pro oder Encore gesendet werden, liegen im Arbeitsfarbraum des After Effects-Projekts.

Wenn Sie Farben in einer dynamisch verknüpften Komposition oder für Videovorschauen verwalten möchten, erstellen Sie eine neue Komposition und verschachteln Sie Ihre Komposition darin. Wenden Sie dann auf die verschachtelte Komposition den Effekt „Farbprofil konvertieren“ an und stellen Sie für „Eingabeprofil“ die Option „Projektarbeitsbereich“ ein. Stellen Sie dann für Videovorschauen die Ausgabeprofile so ein, dass sie mit dem Farbraum des Geräts für die Videovorschau übereinstimmen.