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Festlegen der Eigenschaften von AIR-AnwendungenNeben den Dateien und sonstigen Bestandselementen einer AIR-Anwendung benötigt jede AIR-Anwendung eine Anwendungsdeskriptordatei. Die Anwendungsdeskriptordatei ist eine XML-Datei, die die grundlegenden Eigenschaften der Anwendung definiert. Wenn Sie AIR-Anwendungen mit dem Adobe® AIR™-Update für Adobe® Flash® CS3 Professional oder Adobe® Flash® CS4 Professional entwickeln, wird die Anwendungsdeskriptordatei beim Erstellen eines AIR-Projekts automatisch erstellt. Ein Bedienfeld zum Ändern der Anwendungsdeskriptoreinstellungen öffnen Sie mit „Befehle“ > „AIR - Einstellungen für Anwendung und Installationsprogramm“. Sie können die Anwendungsdeskriptordatei auch von Hand bearbeiten. Die Struktur der AnwendungsdeskriptordateiDie Anwendungsdeskriptordatei enthält Eigenschaften, die sich auf die gesamte Anwendung auswirken, wie etwa Name und Version der Anwendung, Copyright-Hinweise usw. Für eine Anwendungsdeskriptordatei kann jeder beliebige Dateiname verwendet werden. Wenn Sie eine AIR-Datei mithilfe der Standardeinstellungen in Flash CS3 oder Flash CS4 erstellen, wird die Anwendungsdeskriptordatei in application.xml umbenannt und in einem speziellen Verzeichnis innerhalb des AIR-Pakets abgelegt. Es folgt ein Beispiel für eine Anwendungsdeskriptordatei: <?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>
<application xmlns="http://ns.adobe.com/air/application/1.5">
<id>com.example.HelloWorld</id>
<version>2.0</version>
<filename>Hello World</filename>
<name>Example Co. AIR Hello World</name>
<description>
<text xml:lang="en">This is a example.</text>
<text xml:lang="fr">C'est un exemple.</text>
<text xml:lang="es">Esto es un ejemplo.</text>
</description>
<copyright>Copyright (c) 2006 Example Co.</copyright>
<initialWindow>
<title>Hello World</title>
<content>
HelloWorld-debug.swf
</content>
<systemChrome>none</systemChrome>
<transparent>true</transparent>
<visible>true</visible>
<minimizable>true</minimizable>
<maximizable>false</maximizable>
<resizable>false</resizable>
<width>640</width>
<height>480</height>
<minSize>320 240</minSize>
<maxSize>1280 960</maxSize>
</initialWindow>
<installFolder>Example Co/Hello World</installFolder>
<programMenuFolder>Example Co</programMenuFolder>
<icon>
<image16x16>icons/smallIcon.png</image16x16>
<image32x32>icons/mediumIcon.png</image32x32>
<image48x48>icons/bigIcon.png</image48x48>
<image128x128>icons/biggestIcon.png</image128x128>
</icon>
<customUpdateUI>true</customUpdateUI>
<allowBrowserInvocation>false</allowBrowserInvocation>
<fileTypes>
<fileType>
<name>adobe.VideoFile</name>
<extension>avf</extension>
<description>Adobe Video File</description>
<contentType>application/vnd.adobe.video-file</contentType>
<icon>
<image16x16>icons/avfIcon_16.png</image16x16>
<image32x32>icons/avfIcon_32.png</image32x32>
<image48x48>icons/avfIcon_48.png</image48x48>
<image128x128>icons/avfIcon_128.png</image128x128>
</icon>
</fileType>
</fileTypes>
</application>
Definieren von Eigenschaften in der AnwendungsdeskriptordateiVerwenden Sie die XML-Elemente und Attribute im Anwendungsdeskriptor, um die folgenden Eigenschaftentypen für die AIR-Anwendung zu definieren:
Festlegen der erforderlichen AIR-VersionDas Attribut des Stammelements in einer Anwendungsdeskriptordatei, application, gibt die erforderliche Version der AIR-Laufzeitumgebung an: <application xmlns="http://ns.adobe.com/air/application/1.5"> xmlns Der AIR-Namespace, den Sie als den Standard-XML-Namespace definieren müssen. Der Namespace ändert sich mit jeder wichtigen AIR-Version (nicht aber für Patches). Das letzte Segment der Namensraumbezeichnung, etwa „1.5“, bezeichnet die für die Anwendung erforderliche Version der Laufzeitumgebung. Stellen Sie sicher, den Namespace auf AIR 1.5 ("http://ns.adobe.com/air/application/1.5") zu setzen, falls Ihre Anwendung neue Funktionen von AIR 1.5 verwendet. Bei SWF-basierten Anwendungen bestimmt die im Anwendungsdeskriptor angegebene Version der AIR-Laufzeitumgebung die höchste SWF-Version, die als anfänglicher Inhalt der Anwendung geladen werden kann. Anwendungen, die AIR 1.0 oder AIR 1.1 angeben, können nur SWF9-Dateien (Flash Player 9) als ersten Inhalt verwenden, selbst wenn die AIR 1.5-Laufzeitumgebung ausgeführt wird. Anwendungen, die AIR 1.5 angeben, können entweder SWF9-Dateien oder SWF10-Dateien (Flash Player 10) als ersten Inhalt verwenden. Die SWF-Version bestimmt, welche Versionen der AIR- und Flash Player-APIs verfügbar sind. Wenn eine SWF9-Datei als anfänglicher Inhalt einer AIR 1.5-Anwendung verwendet wird, hat diese Anwendung nur auf die AIR 1.1- und Flash Player 9-APIs Zugriff. Außerdem treten Verhaltensänderungen an vorhandenen APIS in AIR 1.5 oder Flash Player 10 nicht in Kraft. (Wichtige sicherheitsrelevante Änderungen an APIs sind von dieser Regel ausgenommen und können rückwirkend in aktuellen oder zukünftigen Patches der Laufzeitumgebung angewendet werden.) Bei HTML-basierten Anwendungen bestimmt die im Anwendungsdeskriptor angegebene Version lediglich, welche Versionen der AIR- und Flash Player-APIs der Anwendung zur Verfügung stehen. Die HTML-, CSS- und JavaScript-Verhalten werden immer von der Webkit-Version, die in der installierten AIR-Laufzeitumgebung angegeben ist, bestimmt, nicht vom Anwendungsdeskriptor. Wenn eine AIR-Anwendung SWF-Inhalte lädt, bestimmt die Art, wie die Inhalte geladen werden, welche AIR- und Flash Player-APIs dem Inhalt zur Verfügung stehen. In der folgenden Tabelle ist aufgeführt, wie die API-Version anhand der Lademethode bestimmt wird:
Wenn eine SWF-Datei mit einer anderes Version als der des ladenden Inhalts geladen wird, können zwei Probleme auftreten:
minimumPatchLevel Optional. Verwenden Sie das Attribut minimumPatchLevel, um die für die Anwendung erforderliche minimale Adobe AIR-Patch-Ebene anzugeben. In AIR-Anwendungen wird in der Regel angegeben, welche AIR-Version sie benötigen, und zwar einfach durch die Definition des Namespaces in der Anwendungsdeskriptordatei. Der Namespace ändert sich mit jeder wichtigen AIR-Version (etwa 1.0 oder 1.5). Bei der Freigabe von Patches wird der Namespace nicht geändert. Patches enthalten nur eine begrenze Anzahl an Korrekturen und keine API-Änderungen. In der Regel wird in einer Anwendung nicht angegeben, welche Patchversion sie benötigt. Es ist aber durchaus möglich, dass eine Korrektur in einem Patch ein bestimmtes Problem in einer Anwendung behebt. In diesem Fall können Sie im Attribut minimumPatchLevel eine Patchversion angeben, um sicherzustellen, dass der Patch angewendet wird, bevor die Anwendung installiert wird. Gegebenenfalls fordert das Installationsprogramm der AIR-Anwendung den Benutzer auf, die erforderliche AIR- bzw. Patchversion herunterzuladen und zu installieren. Das folgende Beispiel ist ein application-Element, in dem der Wert des Attributs minimumPatchLevel festgelegt wurde: <application xmlns="http://ns.adobe.com/air/application/1.1"
minimumPatchLevel="5331">
Definieren der AnwendungsidentitätMit den folgenden Elementen werden die Anwendungs-ID, die Version, der Anwendungsname, der Dateiname, eine Beschreibung und die Copyright-Hinweise definiert: <id>com.example.samples.TestApp</id>
<version>2.0</version>
<filename>TestApp</filename>
<name>
<text xml:lang="en">Hello AIR</text>
<text xml:lang="fr">Bonjour AIR</text>
<text xml:lang="es">Hola AIR</text>
</name>
<description>An MP3 player.</description>
<copyright>Copyright (c) 2008 YourCompany, Inc.</copyright>
id Ein Bezeichnerstring, auch Anwendungs-ID genannt, der innerhalb der Anwendung eindeutig ist. Der Attributwert ist auf die folgenden Zeichen beschränkt:
Der Wert muss 1 bis 212 Zeichen enthalten. Dieses Element ist obligatorisch. Der id-String verwendet in der Regel eine durch Punkte getrennte Hierarchie, in Anlehnung an eine umgekehrte DNS-Domänenadresse, ein Java™-Paket, einen Java-Klassennamen oder einen Mac OS® X-UTI (Universal Type Identifier). Die DNS-ähnliche Form ist jedoch nicht zwingend und AIR stellt auch keine Verbindung zwischen dem Namen und tatsächlich existierenden DNS-Domänen her. version In diesem Element werden die Versionsinformationen für die Anwendung angegeben. (Diese Angabe bezieht sich nicht auf die AIR-Version). Der Versionsstring ist ein innerhalb der Anwendung definierter Bezeichner. Der Versionsstring wird von AIR nicht in irgendeiner Weise interpretiert. Somit wird nicht davon ausgegangen, dass Version „3.0“ aktueller ist als Version „2.0“. Beispiele: „1.0", „.4", „0.5“, „4.9", „1.3.4a". Dieses Element ist obligatorisch. filename Ein String, der als Dateiname der Anwendung verwendet wird (ohne Erweiterung), wenn die Anwendung installiert wird. Die Anwendungsdatei lädt die AIR-Anwendung in die Laufzeitumgebung. Wird kein Wert für das Element name angegeben, wird der Wert im Element filename auch als Name des Installationsordners verwendet. Dieses Element ist obligatorisch. Die Eigenschaft filename kann jedes Unicode-Zeichen (UTF-8) enthalten, außer den folgenden Zeichen, die auf verschiedenen Dateisystemen nicht für die Verwendung in Dateinamen zugelassen sind:
Der Wert im Element filename darf nicht mit einem Punkt enden. name (Optional, aber empfohlen) Der im AIR-Anwendungsinstallationsprogramm angezeigte Titel. Wenn Sie einen einzelnen text-Knoten angeben (anstelle mehrerer text-Elemente), verwendet das AIR-Anwendungsinstallationsprogramm diesen Namen, und zwar ungeachtet der Sprache des Systems: <name>Test Application</name> Das AIR 1.0-Anwendungsdeskriptorschema gestattet als Definition für den Namen nur einen einzelnen text-Knoten (nicht mehrere text-Elemente). In AIR 1.1 (oder höher) können Sie im name-Element mehrere Sprachen festlegen. Im folgenden Code beispielsweise wird der Name in drei verschiedenen Sprachen angegeben (Englisch, Französisch und Spanisch): <name>
<text xml:lang="en">Hello AIR</text>
<text xml:lang="fr">Bonjour AIR</text>
<text xml:lang="es">Hola AIR</text>
</name>
Im Attribut xml:lang der verschiedenen text-Elemente wird ein Sprachencode gemäß der Definition unter RFC4646 (http://www.ietf.org/rfc/rfc4646.txt) verwendet. Das AIR-Anwendungsinstallationsprogramm verwendet den Namen, der der Sprache des Betriebssystems des Benutzers am meisten entspricht. Angenommen, es wird eine Anwendung installiert, in der das name-Element der Anwendungsdeskriptordatei den Wert „en“ für das englische Gebietsschema enthält. Das AIR-Anwendungsinstallationsprogramm verwendet den en-Namen, wenn das Betriebssystem en (Englisch) als die Sprache der Benutzeroberfläche identifiziert. Es verwendet den en-Namen aber auch, wenn die Sprache der Benutzeroberfläche en-US (amerikanisches Englisch) ist. Wenn jedoch die Sprache der Benutzeroberfläche en-US ist, und die Anwendungsdeskriptordatei Namen sowohl für en-US als auch für en-GB definiert, so verwendet das AIR-Anwendungsinstallationsprogramm den en-US-Wert. Wenn in der Anwendung kein Name definiert ist, der der Benutzeroberfläche des Systems entspricht, verwendet das AIR-Anwendungsinstallationsprogramm den ersten in der Anwendungsdeskriptordatei für name definierten Wert. Wird gar kein Wert für das Element name angegeben, zeigt das AIR-Anwendungsinstallationsprogramm den Wert im Element filename als Anwendungsname an. Das name-Element definiert nur den im AIR-Anwendungsinstallationsprogramm verwendeten Anwendungstitel. Das AIR-Anwendungsinstallationsprogramm unterstützt mehrere Sprachen: traditionelles Chinesisch, vereinfachtes Chinesisch, Tschechisch, Niederländisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Polnisch, brasilianisches Portugiesisch, Russisch, Spanisch, Schwedisch und Türkisch. Die im AIR-Anwendungsinstallationsprogramm angezeigte Sprache richtet sich (abgesehen von Anwendungstitel und -beschreibung) nach der Sprache der Benutzeroberfläche des Systems. Diese Sprachauswahl ist unabhängig von den Einstellungen in der Anwendungsdeskriptordatei. Das name-Element definiert nicht die für die installierte, ausgeführte Anwendung verfügbaren Gebietsschemas. Informationen zum Entwickeln mehrsprachiger Anwendungen finden Sie unter Lokalisieren von AIR-Anwendungen. description (Optional) Die im AIR-Anwendungsinstallationsprogramm angezeigte Beschreibung. Wenn Sie einen einzelnen text-Knoten angeben (anstelle mehrerer text-Elemente), verwendet das AIR-Anwendungsinstallationsprogramm diese Beschreibung, und zwar ungeachtet der Sprache des Systems: <description>This is a sample AIR application.</description> Das AIR 1.0-Anwendungsdeskriptorschema gestattet als Definition für den Namen nur einen einzelnen text-Knoten (nicht mehrere text-Elemente). In AIR 1.1 (oder höher) können Sie im description-Element mehrere Sprachen festlegen. Im folgenden Code beispielsweise wird eine Beschreibung in drei verschiedenen Sprachen angegeben (Englisch, Französisch und Spanisch): <description>
<text xml:lang="en">This is a example.</text>
<text xml:lang="fr">C'est un exemple.</text>
<text xml:lang="es">Esto es un ejemplo.</text>
</description>
Im Attribut xml:lang der verschiedenen text-Elemente wird ein Sprachencode gemäß der Definition unter RFC4646 (http://www.ietf.org/rfc/rfc4646.txt) verwendet. Das Anwendungsinstallationsprogramm der AIR-Anwendung verwendet die Beschreibung, deren Sprache der des Betriebssystems des Benutzers am meisten entspricht. Angenommen, es wird eine Anwendung installiert, in der das description-Element der Anwendungsdeskriptordatei den Wert „en“ für das englische Gebietsschema enthält. Das AIR-Anwendungsinstallationsprogramm verwendet dann den en-Namen, wenn das Benutzerbetriebssystem en (Englisch) als die Sprache der Benutzeroberfläche identifiziert. Es verwendet den en-Namen aber auch, wenn die Sprache der Benutzeroberfläche en-US (amerikanisches Englisch) ist. Wenn jedoch die Sprache der Benutzeroberfläche en-US ist, und die Anwendungsdeskriptordatei Namen sowohl für en-US als auch für en-GB definiert, so verwendet das AIR-Anwendungsinstallationsprogramm den en-US-Wert. Wenn in der Anwendung kein Name definiert ist, der der Benutzeroberfläche des Systems entspricht, verwendet das AIR-Anwendungsinstallationsprogramm den ersten in der Anwendungsdeskriptordatei für description definierten Wert. Weitere Informationen zum Entwickeln mehrsprachiger Anwendungen finden Sie unter Lokalisieren von AIR-Anwendungen. copyright (Optional) In diesem Element werden die Copyright-Hinweise für die Anwendung angegeben. Unter Mac OS erscheint der Copyright-Text im Dialogfeld „Info“ der installierten Anwendung. Unter Mac OS wird der Copyright-Text auch im NSHumanReadableCopyright-Feld der Info.plist-Datei der Anwendung verwendet. Definieren des Installations- und des ProgrammmenüordnersDer Installations- und der Programmmenüordner werden durch die folgenden Einstellungen definiert: <installFolder>Acme</installFolder> <programMenuFolder>Acme/Applications</programMenuFolder> installFolder (Optional) Identifiziert das Unterverzeichnis des Standardinstallationsverzeichnisses. Unter Windows ist das Standardinstallationsunterverzeichnis das Verzeichnis „Programme“. Unter Mac OS ist dies das Verzeichnis „/Applications“. Unter Linux ist dies das Verzeichnis „/opt/“. Wenn die Eigenschaft installFolder beispielsweise auf "Acme" gesetzt und die betreffende Anwendung "ExampleApp" heißt, so wird die Anwendung unter Windows im Verzeichnis „C:\Programme\Acme\ExampleApp“, auf dem MAC OS unter „/Applications/Acme/Example.app“ und unter Linux im Verzeichnis „/opt/Acme/ExampleApp“ installiert. Verwenden Sie den vorwärtsgerichteten Schrägstrich (/) als Verzeichnistrennzeichen, wenn Sie, wie im Folgenden, ein weiter verschachteltes Unterverzeichnis angeben wollen: <installFolder>Acme/Power Tools</installFolder> Die Eigenschaft installFolder kann jedes Unicode-Zeichen (UTF-8) enthalten, außer den Zeichen, die auf verschiedenen Dateisystemen nicht für die Verwendung in Ordnernamen zugelassen sind (und oben in der Beschreibung der Eigenschaft filename aufgelistet sind). Die Eigenschaft installFolder ist optional. Wenn Sie für die Eigenschaft installFolder keinen Wert angeben, wird die Anwendung gemäß der Eigenschaft name in einem Unterverzeichnis des Standardinstallationsverzeichnisses installiert. programMenuFolder (Optional) Identifiziert den Ordner unter „Start“ > „Alle Programme“ (Windows) bzw. im Anwendungsmenü (Linux), in dem Verknüpfungen zur Anwendung installiert werden. (Auf anderen Betriebssystemen wird diese Einstellung momentan ignoriert.) Die Einschränkungen hinsichtlich der für den Wert dieser Eigenschaft zulässigen Zeichen sind gleich wie bei der Eigenschaft installFolder. Verwenden Sie als letztes Zeichen in diesem Wert nicht den vorwärtsgerichteten Schrägstrich (/). Definieren der Eigenschaften des Eingangsfensters der AnwendungWenn eine AIR-Anwendung geladen wird, verwendet die Laufzeitumgebung die Werte im Element initialWindow, um das Eingangsfenster der Anwendung zu erstellen. Die Laufzeitumgebung lädt die im Element content angegebene SWF- oder HTML-Datei in das Eingangsfenster. Hier ein Beispiel für einen möglichen Inhalt des Elements initialWindow: <initialWindow>
<content>AIRTunes.swf</content>
<title>AIR Tunes</title>
<systemChrome>none</systemChrome>
<transparent>true</transparent>
<visible>true</visible>
<minimizable>true</minimizable>
<maximizable>true</maximizable>
<resizable>true</resizable>
<width>400</width>
<height>600</height>
<x>150</x>
<y>150</y>
<minSize>300 300</minSize>
<maxSize>800 800</maxSize>
</initialWindow>
Die dem Element initialWindow untergeordneten Elemente bestimmen die Eigenschaften des Fensters, in das die unter „content“ angegebene Stammdatei geladen wird. content Der im Element content angegebene Wert bezeichnet die URL der Hauptinhaltsdatei der Anwendung. Das kann entweder eine SWF- oder eine HTML-Datei sein. Die URL wird relativ zum Installationsstammordner der Anwendung angegeben. (Wenn Sie eine AIR-Anwendung mit dem ADL ausführen, ist die URL relativ zum Ordner mit der Anwendungsdeskriptordatei. Mithilfe des ADL-Parameters root-dir können Sie ein anderes Stammverzeichnis angeben.) Hinweis: Da der Wert des Elements „content“ wie eine URL behandelt wird, müssen die Zeichen des Namens der Inhaltsdatei gemäß den unter RFC 1738 definierten Regeln URL-kodiert sein. Leerzeichen beispielsweise müssen als %20 kodiert sein.
title (Optional) Der Fenstertitel. systemChrome (Optional) Wenn Sie dieses Element auf standard setzen, wird das Standard-Fensterdesign des Betriebssystems angezeigt. Wenn Sie es auf none setzen, wird kein System-Fensterdesign angezeigt. Die System-Fensterdesigneinstellung kann zur Laufzeit nicht mehr geändert werden. transparent (Optional) Setzen Sie dieses Element auf true, wenn das Anwendungsfenster die Alphamischung unterstützen soll. Ein Fenster mit Transparenz wird möglicherweise langsamer aufgebaut und benötigt mehr Speicher. Die Transparenzeinstellung kann zur Laufzeit nicht mehr geändert werden. Wichtig: Sie können transparent nur auf true setzen, wenn systemChrome auf none gesetzt ist.
visible (Optional) Setzen Sie dieses Element auf true, wenn das Hauptfenster sichtbar sein soll, sobald es erstellt ist. Der Standardwert lautet false. Oft empfiehlt es sich, das Hauptfenster zunächst einmal zu verbergen, sodass Änderungen an der Fensterposition und -größe und an der Darstellung des Inhalts nicht angezeigt werden. Anschließend können Sie das Fenster anzeigen, indem Sie die activate()-Methode des Fensters aufrufen oder seine visible-Eigenschaft auf true setzen. Weitere Informationen finden Sie unter Arbeiten mit nativen Fenstern. x, y, width, height (Optional) Die ursprünglichen Maße des Hauptfensters einer Anwendung. Wenn Sie diese Werte nicht festlegen, richtet sich die Fenstergröße nach den Einstellungen in der SWF-Stammdatei oder, bei einer HTML-Datei, nach dem Betriebssystem. minSize, maxSize (Optional) Die Mindest- und Höchstmaße des Fensters. Wenn Sie diese Werte nicht festlegen, werden sie vom Betriebssystem bestimmt. minimizable, maximizable, resizable (Optional) Gibt an, ob ein Fenster minimiert, maximiert und verkleinert werden kann. Standardmäßig haben diese Einstellungen den Vorgabewert true. Hinweis: Unter Betriebssystemen wie Mac OS X, bei denen die Fenstermaximierung eine Größenänderungsoperation ist, müssen sowohl maximizable als auch resizable auf false eingestellt werden, um zu verhindern, dass die Fenstergröße geändert wird.
Festlegen von SymboldateienIn der Eigenschaft icon werden eine oder mehrere Symboldateien angegeben, die für eine Anwendung verwendet werden können. Die Festlegung eines Symbols ist optional. Wenn Sie keine icon-Eigenschaft festlegen, zeigt das Betriebssystem ein Standardsymbol an. Der angegebene Pfad ist relativ zum Stammverzeichniss der Anwendung. Symboldateien müssen im PNG-Format vorliegen. Sie können für die folgenden vier Symbolgrößen jeweils eine eigene Symboldatei festlegen: <icon>
<image16x16>icons/smallIcon.png</image16x16>
<image32x32>icons/mediumIcon.png</image32x32>
<image48x48>icons/bigIcon.png</image48x48>
<image128x128>icons/biggestIcon.png</image128x128>
</icon>
Wenn Sie für eines dieser Elemente eine Bilddatei angeben, so muss diese genau die angegebene Größe besitzen. Wenn nicht für alle Größen eine Bilddatei angegeben wird, wird das Bild, dessen Größe am nächsten liegt, vom Betriebssystem auf die benötigte Größe skaliert. Hinweis: Die angegebenen Symbole werden nicht automatisch in das AIR-Paket aufgenommen. Dazu müssen die Symboldateien beim Erstellen des Anwendungspakets im korrekten relativen Pfad abgelegt sein.
Das beste Ergebnis erhalten Sie, wenn Sie für jede verfügbare Größe ein Bild bereitstellen. Achten Sie darauf, dass die Symbole sowohl im 16- als auch im 32-Bit-Farbmodus gut aussehen. Bereitstellen einer benutzerdefinierten Oberfläche für AnwendungsupdatesAIR-Anwendungen werden mithilfe des Standardinstallationsfensters installiert und aktualisiert. Sie haben aber auch die Möglichkeit, für Anwendungsupdates Ihre eigene Benutzeroberfläche bereitzustellen. Wenn Sie festlegen wollen, dass Ihre Anwendung den Updateprozess selbst abwickelt, setzen Sie das Element customUpdateUI auf true: <customUpdateUI>true</customUpdateUI> Wenn für die installierte Version Ihrer Anwendung das Element customUpdateUI auf true gesetzt ist und der Benutzer für eine neue Version auf die AIR-Datei doppelklickt, oder anhand der nahtlosen Installationsfunktion ein Anwendungsupdate installiert, öffnet die Laufzeitumgebung nicht das Standardinstallationsprogramm von AIR, sondern die installierte Version der Anwendung. Die Anwendungslogik kann dann feststellen, wie mit der Updateoperation zu verfahren ist. (Die Anwendungs- und Veröffentlicher-ID in der AIR-Datei muss der ID in der installierten Anwendung entsprechen, damit das Update fortgesetzt wird.) Hinweis: Der customUpdateUI-Mechanismus kommt dann zum Tragen, wenn die Anwendung bereits installiert ist und der Benutzer auf die AIR-Installationsdatei mit dem Update doppelklickt oder anhand der nahtlosen Installationsfunktion ein Anwendungsupdate installiert. Sie können ein Update auch über die eigene Anwendungslogik herunterladen und starten und nach Bedarf die von Ihnen definierte UI anzeigen, abhängig davon, ob customUpdateUI den Wert true hat.
Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Aktualisieren von AIR-Anwendungen. Zulassen eines Browseraufrufs durch die AnwendungWenn Sie die folgende Einstellung festlegen, kann die installierte AIR-Anwendung über die Browseraufruffunktion gestartet werden (indem der Benutzer auf einen Link in einer Seite im Webbrowser klickt): <allowBrowserInvocation>true</allowBrowserInvocation> Der Standardwert lautet false. Wenn Sie diesen Wert auf true setzen, sollten Sie die unter Aufrufen des Browsers beschriebenen Sicherheitsauswirkungen berücksichtigen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Installieren und Ausführen von AIR-Anwendungen von Webseiten. Deklarieren von DateitypverknüpfungenDas Element fileTypes erlaubt die Deklaration der Dateitypen, mit denen eine AIR-Anwendung verknüpft werden kann. Wenn eine AIR-Anwendung installiert wird, wird jeder deklarierte Dateityp beim Betriebssystem registriert und, wenn diese Dateitypen nicht bereits mit anderen Anwendungen verknüpft sind, mit der betreffenden AIR-Anwendung verknüpft. Um eine vorhandene Verknüpfung zwischen einem Dateityp und einer anderen Anwendung zu überschreiben, verwenden Sie zur Laufzeit (und vorzugsweise nach Einholung der Genehmigung des Benutzers) die Methode NativeApplication.setAsDefaultApplication(). Hinweis: Die Laufzeitmethoden können nur Verknüpfungen verwalten, die im Anwendungsdeskriptor deklariert wurden.
<fileTypes>
<fileType>
<name>adobe.VideoFile</name>
<extension>avf</extension>
<description>Adobe Video File</description>
<contentType>application/vnd.adobe.video-file</contentType>
<icon>
<image16x16>icons/AIRApp_16.png</image16x16>
<image32x32>icons/AIRApp_32.png</image32x32>
<image48x48>icons/AIRApp_48.png</image48x48>
<image128x128>icons/AIRApp_128.png</image128x128>
</icon>
</fileType>
</fileTypes>
Das Element fileTypes ist optional. Es kann eine beliebige Anzahl von fileType-Elementen enthalten. Die Elemente name und extension sind für jede eingefügte fileType-Deklaration obligatorisch. Es ist möglich, für mehrere Erweiterungen denselben Namen zu verwenden. Der Dateityp wird durch die Erweiterung eindeutig identifiziert. (Beachten Sie, dass die Erweiterung ohne vorgestellten Punkt angegeben wird.) Das Element description ist optional und wird dem Benutzer über die Benutzeroberfläche des Betriebsystems angezeigt. In AIR 1.5 ist contentType erforderlich (optional in AIR 1.0 und 1.1). Die Eigenschaft hilft dem Betriebssystem, in bestimmten Situationen die beste Anwendung für das Öffnen einer Datei zu ermitteln. Als Wert für diese Eigenschaft sollte der MIME-Typ des Dateiinhalts angegeben werden. Beachten Sie, dass der Wert unter Linux ignoriert wird, wenn der Dateityp bereits registriert wurde und ihm ein MIME-Typ zu geordnet ist. Es können Symbole für die Dateierweiterung angegeben werden, wobei dasselbe Format wie für das icon-Element der Anwendung verwendet wird. Die Symboldateien müssen auch in die AIR-Installationsdatei eingebunden werden (sie werden nicht automatisch verpackt). Wenn ein Dateityp mit einer AIR-Anwendung verknüpft wird, bedeutet das, dass diese Anwendung aufgerufen wird, wann immer der Benutzer eine Datei dieses Typs öffnet. Wenn die Anwendung bereits ausgeführt wird, wird in der laufenden Instanz ein InvokeEvent-Objekt ausgelöst. Andernfalls wird die Anwendung erst gestartet. In beiden Fällen kann der Pfad zur Datei vom InvokeEvent-Objekt abgerufen werden, das vom NativeApplication-Objekt ausgelöst wurde. Diesen Pfad können Sie zum Öffnen der Datei verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Dateiverknüpfungen und Erfassen von Befehlszeilenargumenten. |